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13. September 2007, 14:22 Uhr

"Mein Kampf" wieder erlauben

Das Verbot von Hitlers Buch "Mein Kampf" solle aufgehoben werden, schlägt der niederländische Minister Ronals Plasterk vor. Auch die Anne-Frank-Stiftung hat keine Einwände, das Buch zu veröffentlichen.

Eine signierte Kopie von Hitlers "Mein Kampf", ausgestellt in London© Daniel Berehulak/Getty Images

Ein niederländischer Minister hat verlangt, das Verbot von Adolf Hitlers Buch "Mein Kampf" in dem Land aufzuheben. "Lasst es öffentlich erhältlich sein", sagte Kulturminister Ronald Plasterk am Mittwoch in einem Interview der Zeitschrift "Hollands Diep". Er könne nichts Schädliches an diesem Schritt erkennen.

Damit reagierte der Sozialdemokrat auf eine Forderung des Chefs der Anti-Einwanderungs-Partei PVV, Geert Wilders, den Koran in den Niederlanden zu verbieten. Dabei verglich er die heilige Schrift des Islams mit "Mein Kampf".

Anne-Frank-Stiftung hat nichts gegen Veröffentlichung des Buches

Die Anne-Frank-Stiftung erklärte, sie habe keine Einwände gegen eine Veröffentlichung des Hitler-Buchs. Allerdings müsse sie im richtigen Zusammenhang, unabhängig und wissenschaftlich sein.

Ein Abgeordneter der christdemokratischen Regierungspartei CDA, Sybrand van Haersma Buma, dagegen lehnte den Vorschlag des Ministers ab. Das Buch ziele auf die Tötung von Juden. "Ein Richter hat es deshalb verboten."

Hitler hat "Mein Kampf" 1925 veröffentlicht. Darin skizziert er die nationalsozialistische Ideologie. Unter seiner Herrschaft besetzte Deutschland die Niederlande von 1940 bis 1945. Dort besitzt heute der Staat das Urheberrecht für das Buch. 1974 hat er "Mein Kampf" verboten.

Reuters
 
 
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