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28. November 2008, 15:48 Uhr

Verkauftes Baby kommt in staatliche Obhut

Ein niederländisches Ehepaar hatte ein Baby im Internet gekauft, nun kommt das Kind in staatliche Obhut. Der Verkauf habe internationales Adoptionsrecht verletzt, urteilte ein Gericht. Der kleine Junge stammt aus Belgien.

Ein Baby, das ein niederländisches Ehepaar im Internet gekauft hatte, ist nach Angaben der Jugendbehörden in eine Pflegefamilie gegeben worden. Ein Gericht im niederländischen Zwolle hatte am Donnerstag entschieden, dass der Verkauf internationales Adoptionsrecht verletzt habe und das Kind deshalb in staatliche Obhut genommen werden müsse. Das Paar hatte den leiblichen Eltern aus dem belgischen Gent zwischen 5000 und 10.000 Euro für das Neugeborene gezahlt und den Jungen einen Tag nach seiner Geburt im Juli in die Niederlande gebracht.

Die 22 und 24 Jahre alten Eltern, die bereits ein Kind haben, sagten, sie hätten sich das Baby finanziell nicht leisten können. Eine endgültige Entscheidung, wie es mit dem Jungen weitergeht, will das Gericht in sechs Wochen treffen.

Die Richter hatten mit ihrem Urteil zugunsten des niederländischen Kinderschutzbundes entschieden, der das Gericht am Mittwoch angerufen hatte. Der Kinderschutzbund soll nun nach einer langfristigen Lösung suchen. Die Organisation hatte gefordert, das Baby den 26 Jahre alten Käufern aus dem Dorf Sibculo wieder abzunehmen. Der kleine Junge ist inzwischen vier Monate alt.

DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Morendis (29.11.2008, 00:57 Uhr)
Baby im Internet gekauft...
...da dreht sich mein Magen um.
Unerfüllter Kinderwunsch und die Problematiken die einer Adoption entgegensprechen ist eine Sache, aber eine ganz andere ein Lebewesen im Internet zu "er- oder verkaufen"! Soetwas ist Menschenhandel und geht überhaupt garnicht!
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