3. Juni 2012, 21:04 Uhr

Mindestens sieben Tote bei Selbsmordanschlag

Erneut ist in Nigeria ein Selbstmordanschlag in der Nähe einer christlichen Einrichtung verübt worden. Bisher hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt.

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In der nigerianischen Stadt Bauchi hat ein Selbstmordattentäter versucht, mit einem sprengstoffgefüllten Wagen in eine Kirche zu fahren©

Bei einem Selbstmordanschlag in der nigerianischen Stadt Bauchi sind am Sonntag nach Angaben von Behörden mindestens sieben Menschen getötet worden. Augenzeugen berichteten, dass eine Autobombe nahe eines Gebäudekomplexes mit einer Kirche explodiert war. Es habe viele Verletzte gegeben.

Der britische Sender BBC meldete zunächst zwölf Tote. Diese Zahl wurde von den Behörden zunächst nicht bestätigt. Ein Selbstmordattentäter habe versucht, mit dem Wagen das Tor zu dem Gebäudekomplex zu durchbrechen, hieß es. Das Fahrzeug sei dann vor einem Zaun an der Harvest Fields-Kirche der örtlichen Pfingstgemeinde explodiert, sagte ein Augenzeuge.

In der Kirche fand gerade ein Gottesdienst statt. Mehrere Gläubige wurden verletzt. Am Anschlagsort herrschte Chaos.

Zu dem Anschlag in der etwa 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Abuja gelegenen Stadt bekannte sich bislang niemand. Christliche Einrichtungen sowie Regierungs- und Polizeigebäude im Norden Nigerias sind in den vergangenen Monaten immer wieder angegriffen worden. Zumeist steckte die radikalislamische Sekte "Boko Haram" hinter den Anschlägen.

ger/DPA
 
 
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