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11. Juli 2008, 17:30 Uhr

Zwei deutsche Ingenieure entführt

Sie haben für die deutsche Baufirma Bilfinger Berger gearbeitet: Zwei Ingenieure sind in Nigeria Opfer einer Entführung geworden. Angreifer warfen mit Dynamit auf den Wagen der beiden.

Eine Schautafel in der Mannheimer Firmenzentrale zeigt die Betriebsstätten von Bilfinger Berger in Nigeria

In Nigeria sind zwei Deutsche bei einem spektakulären Überfall nahe der Ölstadt Port Harcourt entführt worden. Die örtliche Polizei teilte am Freitag mit, die Bundesbürger seien in den frühen Morgenstunden in Emohua im Nigerdelta verschleppt worden. In der Region werden immer wieder ausländische Firmenmitarbeiter gekidnappt.

"Die Angreifer warfen Dynamit auf den kugelsicheren Jeep der beiden, der sich daraufhin überschlug", schilderte ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma den aufsehenerregenden Überfall. Dann seien die beiden Deutschen weggeschafft worden. Ein Soldat sei bei der Entführung getötet worden.

Bei den Entführten handelt es sich nach Angaben der Polizei um Mitarbeiter der deutschen Baufirma Bilfinger Berger. Unternehmenssprecher Sascha Bamberger sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es würden zwei deutsche Angestellte in Nigeria vermisst. Weitere Einzelheiten nannte er nicht. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin erklärte, das Ministerium gehe Hinweisen nach, wonach zwei Deutsche entführt worden seien. Die Botschaft in Abuja und alle relevanten Stellen seien eingeschaltet worden.

In Nigeria ist es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Entführungen ausländischer Öl- und Bauarbeiter durch kriminelle Banden und Extremisten gekommen. Die Gruppen kämpfen für eine größere Beteiligung an dem Ölreichtum des afrikanischen Landes. Bisher sind aber fast alle Geiseln nach kurzer Zeit wieder unverletzt frei gekommen. So war Anfang März ein deutscher Julius-Berger-Bauarbeiter verschleppt und nach zwölf Stunden wieder befreit worden. Damals hatte Bilfinger Berger erklärt, es sei kein Lösegeld geflossen.

Reuters
 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
tripex (13.07.2008, 18:26 Uhr)
retten - ja
aber nicht freikaufen, wobei eigentlich egal ist ob mit oder ohne Steuergelder. Jeder normal denkende Mensch kann sich denken, wohin das nämlich führt. Aber in die Zukunft zu denken ist vielen abhanden gekommen.
STR_EDDS (13.07.2008, 14:21 Uhr)
@tripex
Aber Du hast es begriffen, was? Was bietest Du als Alternative? Landsleute verrecken lassen? Keine Auslandsaufträge mehr? Das ist der Unterschied zwischen uns und dem Rest der Welt. Wenn hier versucht wird Landsleute zurück zu holen, zu retten, egal auf welche Weise, quittieren wir das mit Häme. Ein dummes Volk ist das hier...
tripex (13.07.2008, 13:55 Uhr)
Rumjammern und Bedauern
hilft auch unglaublich viel, die nächste Entführung zu vermeiden. Manche begreifen's nie.
STR_EDDS (13.07.2008, 13:24 Uhr)
Was für unmenschliche
und pietätlose Neidhammel hier ihr Unwesen treiben ist schon einen eigenen Artikel wert. Was? Der verdient mehr, weil er im Ausland ist? Neid! Der verdient mehr weil er ein Studium hat? Bonze, Manager, Neid!
.
Hier wurde zwei Menschen entführt. Und irgendwo leben sicherlich zwei Familien die von diesen beiden ernährt wurden und sich nun sorgen. Und irgendwelche Deppen kommen immer und immer wieder mit dem verdammten Geld daher... Es wäre, nur so als meinungsbildende Massnahme, doch mal interessant, wie sich unsere Tastaturrevoluzzer in einer solchen Situation fühlen würden. Paralell dürften sie dann ausgewählte Kommentare aus dem Stern zu lesen bekommen. :-) Nebenbei frage ich mich: warum kommt es in keinem andren Forum (*iegel, *eit, *imes, etc) so schnell zu Neid- und Hassdebatten wie hier? Kann es sein, dass sich die inteletuelle Unterschicht doch nicht bei *ild, sondern hier versammelt? Ja? :)
Clibanarius (13.07.2008, 07:45 Uhr)
Ginnungagap
Ja und? Ändert das irgendwas daran? Steht doch mindestens 2 Mal im Artikel, daß sie Angestellte einer Baufirma sind.
Ginnungagap (12.07.2008, 23:27 Uhr)
Cilibanarius
glauben sie nicht, dass die beiden bei ihrem Auslandseinsatz keineswegs im Hinterkopf hatten mehr verdienen zu können als in Deutschland bzw. Europa?
Das soll jetzt nicht heißen, dass sie mir nicht leid tun.
Clibanarius (12.07.2008, 21:37 Uhr)
Geld, Geld, Geld
Anstatt Bedauern und Mitleid für die Entführten, nichts als Geld im Sinn.
tripex (12.07.2008, 20:25 Uhr)
Lösegeld
...wird so lange fließen, wie es Deutschland besser geht als den Entführern. Lösegeldentführungen besonders von Deutschen werden aufgrund der großzügigen Lösegelder die nächsten Jahre erheblich zunehmen statt abnehmen. Das ist meine Vorahnung.
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