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Wegen seines Krisenmanagements im Fall der verhungerten Lea-Sophie stand der Oberbürgermeister von Schwerin schon lange in der Kritik. Nun muss Norbert Claussen (CDU) persönliche Konsequenzen aus dem Fall tragen.
Manuela Schwesig soll SPD-Vize werden, bundespolitisch ist die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern ein unbeschriebenes Blatt. Als Kämpferin für die Rechte von Kindern hat sie aber bereits ein Thema gefunden.
Die Eltern der kleinen Lea-Sophie müssen fast zwölf Jahre hinter Gitter. Das Schweriner Landgericht sprach sie des Mordes schuldig, weil sie ihre fünf Jahre alte Tochter qualvoll verdursten und verhungern ließen. Das Kind hatte zum Schluss nur noch etwa sieben Kilogramm gewogen.
Der Hungertod der fünfjährigen Lea-Sophie hat eine Stadt verändert, in Schwerin ist nichts mehr wie es war. Der tragische Tod lastet auf der Landeshauptstadt. Die Zahl der Anzeigen wegen Kindeswohlgefährdung steigen, der Fall hat aber auch das politische Gefüge der Stadt zum Wanken gebracht.
Ein Bürgerentscheid wird über die Abberufung des Schweriner Oberbürgermeisters Claussen entscheiden. Er hatte unmittelbar nach dem Hungertod der fünfjährigen Lea-Sophie von "Pech" für die Stadt gesprochen.
Nach dem Hungertod der kleinen Lea-Sophie war in Schwerin ein heftiger Streit über die Verantwortung der Behörden entbrannt. Nun hat der Sozialdezernent Hans Junghans (CDU) seinen Rücktritt eingereicht. Er zieht so die Konsequenzen aus der heftigen Kritik an seiner Person.
Die fünfjährige Lea-Sophie aus Schwerin ist möglicherweise auch verhungert, weil das zuständige Jugendamt versagt hat. Interne Notizen der Behörde dokumentieren deutliche Verstöße gegen die eigenen Vorschriften zum Kindeswohl.
Sie erträumten sich ein Zuhause und sperrten die Welt aus. Doch ihre Tochter Lea-Sophie machte in der Idylle nicht mit. Nicole G. und Stefan T. gaben die Fünfjährige auf - und ließen sie sterben.
Die Schweriner Stadtverwaltung hat den Mitarbeiter, der für Lea-Sophie verantwortlich war, verteidigt. Er habe "eine subjektiv richtige Entscheidung getroffen". Jetzt wird über verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen diskutiert. "Das ist absolut notwendig", sagte eine Mitarbeiterin des Hamburger Jugendamtes zu stern.de.
Die kleine Lea-Sophie aus Schwerin ist verhungert und verdurstet. Ihre ehemalige Kindergärtnerin hat geschockt auf den Tod des Mädchens reagiert: "Wir sind alle sehr traurig und betroffen", sagte sie stern.de. Auch Kanzlerin Merkel zeigte sich tief erschüttert. Unterdessen hat Schwerins Oberbürgermeister Lücken im System der Kinder- und Jugendhilfe eingeräumt.
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