15. Juli 2012, 20:25 Uhr

Innenminister fordert Senkung der Promillegrenze für Radfahrer

960 betrunkene Radfahrer waren im letzen Jahr in NRW an Unfällen beteiligt. Innenminister Jäger will jetzt die Promillegrenze senken und für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen.

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Bei einem Promillewert von 1,6 und höher ist Radfahren strafbar©

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger hat eine deutliche Senkung der Promillegrenze für Radfahrer gefordert. "Die Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit für Radfahrer muss von 1,6 auf 1,1 Promille gesenkt werden", sagte Jäger der in Hagen erscheinenden "Westfalenpost". In NRW seien im vergangenen Jahr 960 betrunkene Radfahrer an Unfällen mit Toten und Verletzten beteiligt gewesen.

"Manche kommen mit dem Rad zur Party, weil sie glauben, sich dann betrinken zu können", kritisierte der SPD-Politiker. "Betrunkene Radfahrer sind aber eine Gefahr für sich und andere. Damit muss Schluss sein. Von den 960 in schwere Unfälle verwickelten Radfahrern hatten 840 mehr als 1,1 Promille im Blut. Der höchste Wert lag bei 5,0 Promille."

In der vergangenen Woche hatte sich bereits der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, dafür ausgesprochen, die Grenze für absolute Fahruntüchtigkeit von 1,6 Promille auf 1,1 Promille zu senken. Von diesem Grenzwert an ist Radfahren strafbar.

vim/DPA
 
 
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