stern.de für unterwegs
. .
Panorama-Nachrichten
RSS Mobil Wetter stern.de Blogs Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Günther Jauch
sternTV - Information und Unterhaltung mit Günther Jauch

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

 
10. August 2007, 15:50 Uhr

Vater zeigt SchülerVZ an

Schwere Vorwürfe gegen die Betreiber des Online-Netzwerkes SchülerVZ und den Verlag Holtzbrinck: Beide wurden angezeigt wegen der Verbreitung pornographischen Materials und wegen Volksverhetzung. Das bestätigte die Kriminalpolizei in Schwetzingen, bei der die Anzeige einging, stern.de. Von Malte Arnsperger

Zoom

Der Vater eines 13-jährigen Mädchens hat gegen die Betreiber des Online-Netzwerkes SchülerVZ und den Verlag Holtzbrinck Strafanzeige wegen der Verbreitung pornographischen Materials und wegen Volksverhetzung erstattet. Das bestätigte die Kriminalpolizei in Schwetzingen, bei der die Anzeige einging, stern.de.

Anlass für die Anzeige sind von Nutzern des Angebots eingestellte pornographische Fotos und Gruppen mit rechtsradikalen Bezeichnungen wie etwa "Hitler war schon ok, aber das mit den Autobahnen war echt daneben". Ende Juli dieses Jahres waren die Inhalte der Seiten durch eine Veröffentlichung auf stern.de bekannt geworden.

Bei Schülervz wollte man sich zu der Anzeige nicht äußern. "Kein Kommentar dazu, solange wir den Inhalt der Anzeige nicht kennen", sagte Sprecher Dirk Hensen stern.de. Ähnlich äußerte sich auch Konstantin Urban, Geschäftsführer von Holtzbrinck Ventures, dem Besitzer von SchülerVZ. "Ich kenne die Anzeige nicht und gebe deshalb dazu keinen Kommentar ab", sagte Urban stern.de.

Gestellt hat die Anzeige Ralf S. aus Schwetzingen, dessen 13-jährige Tochter sich bei Schülervz angemeldet hatte. Für ihn erfüllen die Inhalte des Angebots die Straftatbestände der Volksverhetzung nach Paragraf 130 des Strafgesetzbuches und der Verbreitung pornographischer Schriften nach Paragraf 184 des Strafgesetzbuches. Bei einer Verurteilung drohen Haftstrafen. "Diese Seite ist für Kinder freigegeben und trotzdem wird hier pornographisches Material zur Verfügung gestellt und der Holocaust geleugnet", sagte S. stern.de. "Deshalb habe ich gegen die Betreiber und Holtzbrinck als Besitzer der Seite Strafanzeige gestellt".

SchülerVZ wurde nach Bekanntwerden der jugendgefährdenden Inhalte im Juli von der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Dienste (FSM) verwarnt. Daraufhin begann Schülervz, Gruppen zu löschen und installierte einen Filter, um nach fragwürdigen Inhalten zu suchen. Holtzbrink-Manager Urban sagte, dass das Notwendige für den Jugendschutz getan werde. "Wir haben gerade den Millionsten Nutzer bei SchülerVZ begrüßt. Man kann nicht verhindern, dass bestimmte Inhalte dort eingestellt werden. Aber wir tun alles dafür, um sie so schnell wie möglich zu löschen."

Ralf S. hat auch gegen die FSM Anzeige erstattet, weil sie die Seite für Kinder ab 12 Jahren freigegeben hatte. "Meine Tochter hat sich auf dieses Prüfsiegel der FSM verlassen. Da aber trotzdem das jugendgefährdende Material auf SchülerVZ aufgetaucht ist und die FSM ihrer Aufgabe offensichtlich nicht ausreichend nachgekommen ist, habe ich auch gegen sie Anzeige erstattet."

Auch die FSM will zu den Vorwürfen bislang keine Stellung beziehen. "Die FSM hat bis dato keine Mitteilungen oder Informationen hinsichtlich einer gestellten Strafanzeige erhalten und kann deshalb hierzu keinerlei Stellungnahme abgeben", sagte FSM-Geschäftsführerin Sabine Frank stern.de. Sie verteidigte die Reaktion von FSM und SchülerVZ auf das Bekanntwerden der fragwürdigen Inhalte. "Die FSM reagiert bei ihre Mitglieder betreffenden Hinweisen oder Beschwerden zunächst mit der Prüfung des Sachverhalts. Soweit Verstöße gegen den Jugendmedienschutzes vorliegen, treten wir an das entsprechende Mitglied heran", sagte Frank stern.de. "Nach Kenntnisstand der FSM hat SchülerVZ nach der Benachrichtigung durch die FSM auf den Sachverhalt reagiert und bereits weitreichende Maßnahmen vorgenommen."

Von Malte Arnsperger
KOMMENTARE (10 von 16)
 
vater101 (12.08.2007, 12:22 Uhr)
keine Ahnung? hmmmmmm
und wenn er doch Ahnung hätte... und vielleicht recht viel übers internet weiss? was ist, wenn er beweise hätte? hmmmm... vielleicht hat da ja auch mal einer vorher in die gesetzbücher gekuckt? lassen wir uns doch einfach mal überraschen, was der staatsanwalt herausfindet... vielleicht ist es auch ein vater, der seine tochter als nonne erziehen möchte... vielleicht... vielleicht... möglichkeiten gibt es viele... hmmmm was und wer war gleich noch www.fsm.de???? keine ahnung... ????? irgendein jugendschutzverein der wahrscheinlich durch steuern finanziert wird und nichts tut? fragen über fragen... und keine vernünftigen antworten.. vielleicht war es wirklich ein besorgter vater, der sich um seine tochter kümmern möchte... das sind einfach nur mal meine gedanken, die ich hier mal so in den raum stelle... ich möchte mir nicht anmassen irgendjemanden zu be- oder ver-urteilen... aber ich werde die sache aufmerksam verfolgen und mir dann meine eigene meinung über unseren staatlichen jugendschutz bilden! Warten wir einfach mal ab, was unser staat ( bzw. staatsanwaltschaft) ermittelt.
denn auch ich habe kleinere kinder.... und wenn der betreiber schei.... baut und der jugendschutz versagt??? was soll ich dann machen? Internet abschaffen??? oder dem staat und jugendschutz ( www.fsm.de.) vertrauen ??? ist nicht ganz so einfach ...
Kelnor (12.08.2007, 02:27 Uhr)
DAU-Alarm
Und wieder mal schlägt ein besorgter Familienvater, der von Internet und Technik keine Ahnung zu haben scheint, zu. Wenn jemand seine 13-jährige Tochter im Internet surfen lässt und sich dann wundert das sie dabei über deratige Inhalte stolpert hat offenkundig keienerlei Kenntnisse über Aufbau und Zusammenhänge des Internets. SchülerVZ ist, so wie es auch in den AGBs steht nicht für die von USERN eingebrachten Inhalte verantwortlich und kann auch, bei der Anzahl von Mitgliedern, nur eine sehr eingeschränkte Kontrolle darüber ausüben (Stichwort Datenschutz und Masse). Mit der gleichen Logik könnte man auch Wohnungsgesellschaften anzeigen weil in deren Wohnungen z.B. mit Drogen gedealt wird.
torwart_nl126 (11.08.2007, 23:33 Uhr)
:-D
Der Stern zeigt wieder einmal wie lächerlich und oberflächlich seine Berichterstattung ist. Das schuelervz ist eine sehr schöne Idee, Schülerinnen und Schülern wird Kontakt miteinander ermöglicht. Nicht nur für schulische Aufgaben wird hier Hilfe geleistet, die Gruppen ermöglichen auch das Kommunizieren zwischen Jugendlichen beispielsweise über aktuelle politische Situationen, und dafür wird es als Form für junge Menschen sehr gut genutzt. Der Gruppenname mit Hitler ist absolut ironisch gemeint, das sieht man wirklich beim ersten Lesen. So etwas als rechtsradikale Anspielung oder gar Holocaustleugnung auszulegen ist der absolute Brüller. Man sieht doch sehr gut, dass man hier schon so wenig Intelligenz hat das man nicht mal mehr eine ironisch- satirisch gemeinte Gruppe als rechtsradikal auslegt. Mit den pornografischen Inhalten sollte man ja fast meinen man wird mit Nachrichten dazu aufgefordert, bestimmte Angebote in Anspruch zu nehmen. Das ist natürlich völliger Käse! Sobald dem moderatorenteam derartige Verstöße auffallen bzw. sie gemeldet werden, werden auch dementsprechende Konsequenzen gezogen. Das schuelervz ist ein kostenloses Angebot, und das soll auch so bleiben, und nicht alle Nutzer können kontrolliert werden, wer will das schon? Diese Anzeige ist völlig überzogen, genau wie die Strafanzeige und dieser aufgebauschte Artikel von Reportern von denen ich, mit Verlaub, intellektuell kein Niveau erwarte. Ein 13- jähriges Mädchen weiß heutzutage sehr wohl etwas mit Pornographie anzufangen und ich glaube nicht, dass sich dadurch geschädigt wurde durch Belästigung. Man sieht nicht nur in ihrer tollen Zeitung ja des öfteren Berichte von Schwangeren 11-jährigen, also blasen sie sich nicht so auf nund tun sie vor allem nicht so, als ob die Verantwortlichen das einfach so durchgehen lassen würden, denn das ist nicht der Fall! Danke für den super Artikel! Äußerst belustigend. MfG. ein Gruppenmitglied der "Holocaustleugnung"-Gruppe
Tutschte (11.08.2007, 22:28 Uhr)
*wink*
Liebes stern.de, Sie sind an Lächerlichkeit wirklich nicht mehr zu überbieten.
Ich als Gründer der Gruppe "Hitler ist schon OK, nur das mit den Autobahnen war echt daneben" kann nichts regelwidriges an dieser Gruppe erkennen. Zu allererst ist sie in der Kategorie "Spass & Unsinn", zweitens munkelt man, dass es auch Leute gibt die Ironie und Sarkasmus verstehen.
Ich selbst als Admin der Seite passe mit einem Moderatorenkollege auf die Gruppe auf und kontrolliere sie fast stündlich auf illegale, rechtsradikale Inhalte. Oder können sie hier irgendwelche "bösen" Posts sehen? Ich nicht!
Und was ich aber am allerwitzigsten finde, ist die Behauptung das hier pornographische Inhalte bestehen. stern.de verfügt selbst über Bilder die Kinder nicht unbedingt sehen sollten, um es mal nett auszudrücken. Und auch dorthin gelang ich ohne irgendeine Kontrolle.
Und eine Anzeige gegen dieses Schülerportal ist wirklich der Gipfel der Lächerlichkeit. Und wenn dieser Vater schon nicht mit seinem Nachwuchs und dem Internet im Zusammenhang zurecht kommt, solle er doch auch gleich alle andere Chatportale, Millionen anderer Seiten und vorallem stern.de anzeigen.
Gruss vom Gründer der Hitolf Adler Gruppe, die schon so weit rechts angesiedelt ist, dass sie schon fast wieder links ist ;)
Ortner Hartwig
KamilJan (10.08.2007, 22:45 Uhr)
Bullsh**
Zwei Sachen fallen mir dazu ein: Hat eigentlich schon mal jemand versucht das von der anderen Seite zu sehen. Das sind nunmal die Dinge die Jugendliche Interessieren, sieht man wie gut Deutsche Eltern ihrer Erziehungspflicht nachkommen und wieviel ein Teil der Jugend im Schädel hat. Zweitens: Es ist ganz bestimmt nur eine kleine Minderheit von Gruppen und Beiträgen welche sich damit beschäftigen, klar man sollte hier versuchen dass ganze einzudämmen aber bei 1 Million User dauert sowas nunmal. Im normalen WWW findet man dazu doch viel mehr, also wenn man den Laden deswegen schließt sollte das Internet generell ab 18 sein, ganz oder garnicht!
Leondriel (10.08.2007, 20:55 Uhr)
Ja, alle böse
Erstmal: Die FSM ist die "Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter".
Die FSM ist damit durchaus eine Organisation, nach der sich zumindest der Vater richten wird, vergleichbar mit der FSK. Indem sich der Vater nach den Alterseinstufungen dort richtet und seine Tochter nur auf den Seiten surfen lässt, erfüllt er auch voll und ganz seine Aufsichtspflicht.
Immerhin erwartet ja wohl auch jeder, dass ein FSK 12 - Film kein Porno ist, oder?
Genauso hat die Internetseite ganz klar die Verantwortung dafür, dass ihr Angebot den Regeln entspricht, wenn sie ein Angebot für ab 12-jährige ist. Wenn die Mickey Maus nen pornografischen Leserbrief abdruckt kann der Verlag auch nicht sagen "Ja, das kommt ja von Dritten".
Und wenn die Seite immer noch voller Porns und Nazi-Parolen ist, dann hat "Ansprechen und darauf aufmerksam machen" wohl nix gebracht, immerhin gabs deswegen vor Kurzem schonmal nen Artikel und großes Trara. Außerdem hätte der Verantwortliche auch selber drauf kommen können: An allen Ecken und Enden werden Communities verklagt, wegen Porns, Volksverhetzung und Copyright.
jan-henrik (10.08.2007, 20:48 Uhr)
Endlich wehrt sich jemand gegen solche Inhalte
Ich bin selber noch Schüler (19) und bin im SchuelerVZ und StudiVZ angemeldet.
Hier zu behaupten das keiner der Kinder diese Seite kennt zeugt von Unwissen. Ich gehe auf eine Schule mit etwa 450 Schülern (Waldorfschule) und knapp über 100 Schüler sind von meiner Schule da angemeldet. Die jüngsten sind 12 und die ältesten 19. Wirklich JEDER kennt SchuelerVZ!!
Jetzt zu den Gruppen. Es treiben sich dort schon seit langer Zeit ein paar Typen rum die nicht mehr zur Schule gehen, aber Propaganda machen für rechtsextreme Organisationen. Es sind nur sehr wenige, aber sie schreiben in Anti-Nazi Foren "Sieg Heil" und andere Sachen. Diese Personen gehören teilweise zur Kameradschaftsszene.
Es gibt Initiative seitens der User deren Gruppen den SchuelerVZ Administratoren zu melden, sodass sie die dann löschen. Meistens passiert aber nichts.
Es gibt inzwischen auch islamistische Gruppen bzw. welche die denen nahestehen, diese aber vorallendingen im StudiVZ.
Auf Pornografie bin ich noch nicht gestossen, manche Gruppen wie "Beim Sex muss es richtig klatschen" gehen aber in eine sexistische Richtung.
jonase (10.08.2007, 18:44 Uhr)
alle sind sooo böse!
Es tut mir echt Leid aber manchmal gehen manche Leute zu weit... Wenn ich mal Kinder haben sollte, werde ich ihnen verbieten ins Schwimmbad zu gehen, da dort Menschen ja "nackt" zu sehen sind und dies nichts für die Unschuldigen Augen meiner Kinder sind. TV - mit Sicherheit auch nicht! Bewegung in der Öffentlichkeit - NEIN DANKE - dort bewegen sich zu viele bösartige Menschen, die Haut zeigen könnten oder perverses und volksverhetzendes Gedankengut verbreiten...
Politische Bildung - NEIN DANKE! - da könnte man ja einen schwulen Politiker sehen, der mein Kind versaut oder reden der NPD, die mein Kind verziehen könnten...
JEDER MENSCH IST FREI UND MUSS ERFAHRUNGEN SAMMELN!
Nur weil Orangensaft mir nicht schmeckt, verbiete ich meinem Kind nicht, diesen zu trinken!!
Danke, dass manche Menschen unsere Gesellschaft so zerstören und versuchen Freiheit zu nehmen!!
Prometheus90 (10.08.2007, 16:54 Uhr)
Link
Interessanter Link, Jugendschutz Fehlanzeige.http://stern.de/standard/popup_fs.html?nv=pf&nid=105&id=591519
Prometheus90 (10.08.2007, 16:50 Uhr)
PEINLICH!!!
Wie peinlich soll es denn noch werden lieber Stern? Ich glaube das ich zu den Vorwürfen gegen SchülerVZ nichts sagen muss...
MEHR ZUM ARTIKEL
SchülerVZ Sexbilder auf Schülerportal

Pornobilder, Drogenanleitungen und rechtes Gedankengut: Im Online-Netzwerk "SchülerVZ" sind jugendgefährdende Inhalte aufgetaucht. Durch die stern.de-Recherchen alarmiert, hat die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia SchülerVZ ermahnt. Die Betreiber haben daraufhin begonnen, Gruppen und Einträge zu löschen. Doch Experten und Eltern ist dies viel zu wenig. mehr...

Jugendschutz "Kinder sind im Internet Freiwild"

Das Internet - für Kinder kein Segen, sondern ein Fluch. Das meint Beate Krafft-Schöning, Expertin für Jugendschutz im Netz. Im stern.de-Interview verrät sie, welche Chats besonders zu meiden sind und was Eltern für ein halbwegs sicheres Surfverhalten ihrer Kinder tun können. mehr...

 
stern.de in Social Networks
 
Mobil
 
Widgets
 
 
Adobe Flash Player