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26. Februar 2007, 15:53 Uhr

Vater verzockt Tochter beim Poker

Vor 15 Jahren hat ein Pakistaner beim Poker verloren und seinem Gegenspieler versprochen, dass er seine Tochter heiraten dürfe. Nun soll die Zwangsheirat vollzogen werden, doch die mittlerweile 17-Jährige und ihre Mutter setzen sich zur Wehr.

Rasheeda und ihre Mutter wehren sich gegen die Zwangsheirat© Akram Shahid/Reuters

Ein 17-jähriges Mädchen aus Pakistan hat die Polizei und Stammesmitglieder um Hilfe gebeten, ihre wegen Spielschulden des Vaters arrangierte Zwangsheirat mit einem älteren Mann zu verhindern. Der mittlerweile verstorbene Vater hatte seine Schulden aus Pokerspielen nicht bezahlen können, berichtete die Mutter. Deshalb habe er seinem Gegenspieler, dem heute 45-jährigen Lal Haider, versprochen, die damals zweijährige Rasheeda heiraten zu dürfen, wenn sie erwachsen sei.

Der Möchtegern-Bräutigam besteht auf Einlösung der Spielschuld

Und obwohl die Familie im vergangenen Jahr die Spielschulden in Höhe von umgerechnet 115 Euro beglichen habe, bestehe Haider wegen der Stammessitten auf die Heirat, sagte Rasheedas Mutter.

Beide Familien leben in Hyderabad und gehören demselben Stamm in der Provinz Baluschistan an. Auf einer Sitzung Ende vergangener Woche sei entschieden worden, dass das Mädchen an Haider übergeben werden müsse, sagte ein lokales Ratsmitglied des Stammes. Die Polizei in Hyderabad teilte jedoch mit, sie habe Haider vorgeladen: Es solle sichergestellt werden, dass nichts gegen den Willen des Mädchens geschehe.

Reuters
 
 
 
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