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11. Januar 2010, 15:50 Uhr

Kritik an feindseliger Haltung gegenüber den Religionen

Papst Benedikt XVI. hat eine Geringschätzung und feindselige Haltung gegenüber den Religionen in manchen westlichen Ländern scharf kritisiert.

Papst Benedikt XVI. hat eine Geringschätzung und feindselige Haltung gegenüber den Religionen in manchen westlichen Ländern scharf kritisiert. Betroffen sei vor allem die christliche Religion, sagte der Papst am Montag in Rom auf dem Neujahrsempfang für die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomaten.

Mit Blick auf die Europäische Union merkte das katholische Kirchenoberhaupt an, es sei dringend notwendig, einen Laizismus (die Trennung von Staat und Kirche) so festzulegen, dass er "offen und positiv" sei. Dabei müsse die öffentliche Rolle der Gemeinde der Gläubigen anerkannt werden.

Die von ihm angeprangerte Geringschätzung und sogar Verachtung gegenüber der Religion mache sich im politischen und kulturellen Umfeld sowie in den Medien "einiger Länder vor allem des Westens" breit, sagte Benedikt.

Gleichzeitig rief der Papst die Weltgemeinschaft auf, sich nicht mit dem Drogenhandel und den davon hervorgerufenen sozialen wie moralischen Problemen abzufinden. Auch sei die Wirtschafts- und Finanzkrise noch nicht überwunden, und das egoistische Denken, das sie ausgelöst habe, bedrohe die Schöpfung.

DPA
 
 
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