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11. Januar 2010, 15:50 Uhr

Kritik an feindseliger Haltung gegenüber den Religionen

Papst Benedikt XVI. hat eine Geringschätzung und feindselige Haltung gegenüber den Religionen in manchen westlichen Ländern scharf kritisiert.

Papst Benedikt XVI. hat eine Geringschätzung und feindselige Haltung gegenüber den Religionen in manchen westlichen Ländern scharf kritisiert. Betroffen sei vor allem die christliche Religion, sagte der Papst am Montag in Rom auf dem Neujahrsempfang für die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomaten.

Mit Blick auf die Europäische Union merkte das katholische Kirchenoberhaupt an, es sei dringend notwendig, einen Laizismus (die Trennung von Staat und Kirche) so festzulegen, dass er "offen und positiv" sei. Dabei müsse die öffentliche Rolle der Gemeinde der Gläubigen anerkannt werden.

Die von ihm angeprangerte Geringschätzung und sogar Verachtung gegenüber der Religion mache sich im politischen und kulturellen Umfeld sowie in den Medien "einiger Länder vor allem des Westens" breit, sagte Benedikt.

Gleichzeitig rief der Papst die Weltgemeinschaft auf, sich nicht mit dem Drogenhandel und den davon hervorgerufenen sozialen wie moralischen Problemen abzufinden. Auch sei die Wirtschafts- und Finanzkrise noch nicht überwunden, und das egoistische Denken, das sie ausgelöst habe, bedrohe die Schöpfung.

DPA
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
derSchuft (13.01.2010, 21:07 Uhr)
@Steuererleichterung
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Vielleicht ist es dem Schreiber des oberen Kommentars nicht aufgefallen, aber die Zeiten der Christianisierung, die er meint, sind schon ein paar Jährchen vergangen. Die Kirche hat sich weiterentwickelt (im Gegensatz zu einigen Kritikern). Wie soll Ratzinger da kehren, wenn das schon "gekehrt" ist?
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Stimmt, die Christianisierung ist schon ein Weilchen her, aber mal ehrlich, war die Geschichte der Kirche nicht auch eine Geschichte voller Entschuldigungen und Rechtfertigungen? Das geht nun schon seit Jahrhunderten so, und dass die Kirche nochimmer kein Verein der Barmherzigkeit und Menschlichkeit ist, weiss auch der naivste Anhänger.
Zu kehren gibt es mit Sicherheit noch genug.

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Anscheinend kennt der Schreiber auch keine Texte des Vaticans, im letzten Jahrhundert hat sich eine andere Umgang mit den anderen Religionen durchgesetzt.
Wenn wir in unserer aufgeklärten Welt (in der wir ja "klüger" sind als der Vatikan) in alte Verhaltensmuster der Intoleranz (wie die damalige Kirche) zurückfallen, sind wir vielleicht garnicht so tolerant und klug, wie wir meinen.
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Niemand sagt, dass wir "klüger" als der Vatikan sind, nur nicht mehr allzu leicht einzuschüchtern.
Natürlich hat sich der Umgang mit anderen Religionen geändert. Die Welt ist kleiner geworden, die Menschen etwas offener und aufgeklärter, da muss sich die Kirche anpassen, um ihre Gewinnbringenden Schäfchen nicht zu verlieren. Aber von Toleranz zu sprechen halte ich für etwas voreilig.

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Außerdem: Wenn der Vatikan seine Meinung geändert hat und von Kritikern immer noch das alte Verhalten angeprangert wird, dann wirkt das verbohrt. Wenn uns jemand als Monarchist bezeichnen würde, weil wir im deutschen Kaiserreich wohnen, würden wir auch den Kopf schütteln.
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Irgendwie erschliesst sich mir hier der Zusammenhang nicht so ganz.
Die Verbohrtheit des Vatikans ist nachweisbar, bei der Monarchie in Deutschland wird das schon ein wenig schwieriger.
Alexander0815 (13.01.2010, 15:13 Uhr)
Trennung von Staat und Kirche
Das wäre wirklich mal wünschenswert, auch - oder vor allem - hier in Deutschland.

Aber solange der Staat noch die Kirchensteuer für die Kirchen einzieht, die Kirchen sich permanent versuchen in die Politik einzumischen und solange die Kirchen in Dingen des Arbeitsrechts noch ihr eigenes hinterwäldlerisches Süppchen kochen dürfen, solange sind wir von einer Trennung noch weit entfernt!
Benedetta (12.01.2010, 15:10 Uhr)
Es gibt halt ...
Dippegucker... und "iwwer -de -Dippe driwwer naus- gucker" !
Steuererleichterung (11.01.2010, 17:26 Uhr)
Nicht ganz auf der Höhe der Zeit
Vielleicht ist es dem Schreiber des oberen Kommentars nicht aufgefallen, aber die Zeiten der Christianisierung, die er meint, sind schon ein paar Jährchen vergangen. Die Kirche hat sich weiterentwickelt (im Gegensatz zu einigen Kritikern). Wie soll Ratzinger da kehren, wenn das schon "gekehrt" ist?

Anscheinend kennt der Schreiber auch keine Texte des Vaticans, im letzten Jahrhundert hat sich eine andere Umgang mit den anderen Religionen durchgesetzt.
Wenn wir in unserer aufgeklärten Welt (in der wir ja "klüger" sind als der Vatikan) in alte Verhaltensmuster der Intoleranz (wie die damalige Kirche) zurückfallen, sind wir vielleicht garnicht so tolerant und klug, wie wir meinen.

Außerdem: Wenn der Vatikan seine Meinung geändert hat und von Kritikern immer noch das alte Verhalten angeprangert wird, dann wirkt das verbohrt. Wenn uns jemand als Monarchist bezeichnen würde, weil wir im deutschen Kaiserreich wohnen, würden wir auch den Kopf schütteln.
dippegucker (11.01.2010, 16:17 Uhr)
"Geringschätzung und Verachtung von Religion" So,so...
...und wie wurden die jeweilig vorhandenen Religionen bei der Christianisierung durch die katholische Kirche eingestuft ?

Herr Ratzinger sollte erst mal vor der eigenen Tür kehren.
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