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Gemeinde baut Feuerwehrhaus ohne Zufahrt

"Shit happens" im Saarland: 2,6 Millionen Euro hat die Gemeinde Kirkel für ein neues Feuerwehrhaus ausgegeben, doch das steht wegen eines Planungsfehlers leer. Für das Rathaus nur ein kleiner Fauxpas.

  Groß, modern und leer: Das neue Feuerwehrhaus in Kirkel kann nicht bezogen werden

Groß, modern und leer: Das neue Feuerwehrhaus in Kirkel kann nicht bezogen werden

Es sollte der ganze Stolz von Limbach werden – das neue Feuerwehrhaus. 2,6 Millionen Euro hat die Gemeinde Kirkel im Saarland dafür in die Hand genommen. Doch statt sich über mehr Platz und moderne Räumen zu freuen, muss die Feuerwehr weiterhin in einem veralteten Gebäude unterkommen. Denn wie der ZDF-Länderspiegel berichtet, ist das neue Feuerwehrhaus zwar fertig, doch da das Niveau der Ausfahrt einen halben Meter über der Zufahrstraße liegt, kann das Gebäude seit Wochen nicht genutzt werden.

Lapidarer Kommentar des Bürgermeisters

Die Feuerwehr und die Bürger Limbachs sind entsetzt und wütend. Vor allem, weil das Desaster laut Anwohner Georg Müller nicht überraschend kam: "Ich würde schon sagen, dass das ein schlechter Witz ist, denn das war abzusehen, dass das so endet", klagt er im Länderspiegel.

Kirkels Bürgermeister sieht das in einem Interview mit dem ZDF jedoch nicht ganz so streng: "Shit happens." Auch die Verantwortung will der SPD-Politiker nicht übernehmen. "Da war von Anfang an der Wurm drin. Da ist eine Verantwortlichkeit nicht zu greifen."

"Gezielte und gesteuerte Skandalisierung"

Vielen Bürgern ist das zu einfach. Ein solches Baudesaster gehöre aufgeklärt, fordern sie in der Sendung. "Wer den Fehler gemacht hat, sollte dafür auch aufkommen. Das wäre die einzig faire Lösung."

Alles andere als fair sieht man bei der SPD in Kirkel die Berichterstattung des ZDF-Länderspiegels. Auf der Homepage der Partei ist von einer "gezielten und gesteuerten Skandalisierung" die Rede. Des Weiteren wird klargestellt, dass der Niveauunterschied zwischen Ausfahrt und Straße erst nach Baubeginn hätte festgestellt werden können und somit kein Versäumnis des Bürgermeisters vorliege.

Im kommenden Frühjahr soll der Fauxpas jedoch behoben sein und die Feuerwehr in ihr neues Gebäude ziehen können. Für die notwendige Straßenanhebung sind nach Angaben des ZDF-Berichts mindestens 300.000 Euro notwendig. Laut Stellungnahme der SPD, soll auch diese Angabe falsch und die Kosten sogar deutlich geringer sein.

Stephanie Beisch

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