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14. September 2007, 18:58 Uhr

Ein "Hot-Pot" für die Potenz

Peking-Ente oder Huhn der Acht Kostbarkeiten gibt es auch im Chinarestaurant um die Ecke. Für wirklich Pikantes sollten man nach Peking fahren. Ein Restaurant hat sich dort auf ganz spezielle Genüsse spezialisiert und serviert Tier-Penisse - auf Wunsch auch gerne roh.

Ready to eat: Ein Seehund-Penis im Pekinger Restaurant Guolizhuang© Feng Li/Getty Images

Hunde, Skorpione und manch anderes Getier kommen in Asien durchaus öfter auf den Tisch. Wem das jedoch nicht exotisch genug ist und wer etwas mehr Nervenkitzel beim Essen bevorzugt, der kommt um einen Besuch des Guolizhuang-Restaurants in Peking nicht herum. Hier gibt es Tiger, Yak oder Seehund - allerdings nicht als Filet, sondern nur ganz ausgesuchte Teile davon: die Penisse. Auf der Speisekarte stehen die männlichen Geschlechtsorgane von über 30 verschiedenen Tieren zur Auswahl.

Eine der Restaurant-Angestellten, die sich lieber Ernährungswissenschaftlerin als Kellnerin nennt, sagte BBC news: "Manche bestellen das Essen roh, wie Sushi." Anfänger sollten sich am "Hot Pot" versuchen: Penisse von sechs verschiedenen Tieren mit viererlei Sorten Hoden, gekocht am Tisch in Hühnerbrühe. Die meisten Restaurantbesucher seien Männer, wie die Angestellten im Guolozhuang der Chinadaily verrieten, doch auch Frauen könnten von dem ungewöhnlichen Genuss profitieren. Allerdings sollten sie auf die Hoden verzichten, da das Testosteron die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnte. Doch manche Frauen schwören geradezu darauf: es sei gut für die Haut.

Penisse sind nicht nur gut für die Potenz

Das Restaurant wurde laut chinadaily.com von einem Herrn Guo gegründet. Der Name Guolozhuang setze sich aus seinem Namen sowie dem seiner Frau (Li) und dem Spitznamen seines Sohnes (Zhuang) zusammen. Herr Guo floh 1949 aus China in die USA, und begann dort, die medizinische Wirkung von tierischen Geschlechtsteilen auf die Gesundheit des Menschen zu erforschen. Penisse und Hoden hätten wenig Cholesterin und seien fast schon ein Allheilmittel, nicht nur für die Potenz.

Bei besonders seltenen Gerichten ist auch der Preis exklusiv: Tiger-Penisse kosten den Gourmet fast 6000 US-Dollar und müssen monatelange im Voraus bestellt werden müssen. Obwohl der Handel mit Tigern in China illegal ist und die Tiere vom Aussterben bedroht sind, versichern die Angestellten: "Alle unsere Tiger sind garantiert an Altersschwäche gestorben." Dass Alterschwäche im Zusammenhang mit Potenz irgendwie befremdlich klingt, scheint bei dem Preis wohl eher nebensächlich zu sein.

Angelika Dehmel
 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
Schwaebin (15.09.2007, 12:13 Uhr)
Vielen Dank an den Stern!
Mit diesem Artikel haben sie diesem Restaurant garantiert einen Riesengefallen getan!
Mit Sicherheit verdoppelt sich jetzt der Umsatz und es werden noch mehr Tiger usw illegal erlegt.
Solange dieses Land Natur- und Tierschutz mit Füssen tritt, verzichte ich gerne auf alles was von daher kommt.
evilKnoxville (15.09.2007, 03:07 Uhr)
plural?
dachte bis heute der plural von penis ist penen harharhar ... egal, hauptsache es schmeckt bah!
Filapensill (15.09.2007, 02:06 Uhr)
Isländer verkauften Robbenpenisse
Der Direktor des einzigen Säugetiermuseums der Welt (redursafn), der Lehrer Sigurdur Hjartarsson erzählte davon, dass früher das einzige nicht in Island verwertete Teil der Robbe der Robbenpenis war. Dieser wurde nach Asien exportiert. Im gerade erschienenen suhrkamp-Buch "Neues von der Elfenfront- Die Wahrheit über Island" schildert Autor Wolfgang Müller, wie das Penismuseum von Reykjavik entstand und schließlich nach Husavik umziehen musste. Der Leichenplastinator Gunther von Hagens plante zeitweise das Penismuseum zu kaufen, inklusive Vertrag mit dem isländischen Museumsdirektor, den er nach seinen Ableben ausstopfen und im Kreise seiner Tierpenisse ausstellen wollte.
sunnyboy_1 (15.09.2007, 00:33 Uhr)
Was machen die "armen Schweine" von
"gourmets", die 6000$ fuer einen Tigerpenis hinlegen, wenn es bald keine Tiger mehr gibt ?? Werden die dann synthetisch hergestellt?
Der Glaube an die Potenzkraft ist wichtiger als die Wirkung selbst.
Angeblich soll das Horn vom Nashorn auch Auswirkungen zeigen?
Also: Wenn ich ein Horn esse, dann bekomme ich auch eins !
Der Wahnsinn hat Hochkonjunktur.
S-achte (15.09.2007, 00:08 Uhr)
Was so toll ist an China?
Genau das, was bei den ganzen Miesmeldungen immer untergeht!!
Die Leute, die Kultur, die Gier nach Leben nach all den Jahren, die Energie der Menschen aufzubrechen, die Euphorie der 'Ameisen' mitspielen zu dürfen, ...
Ist alles noch nicht alt und vieles noch verbesserungswürdig, keine Frage!
Aber China ist bei weitem nicht nur ein einig Land von korrupten, hundefressenden Hinterwäldlern! Und wenn wir unserer westlichen Propaganda weiter erliegen, passiert genau das, was diese uns glauben machen will: Die überrennen uns, aber nur, weil wir die Trends verschlafen haben und die dazulernten!
Lernen wir einfach mal kreativ mitzuspielen anstatt nur zu meckern!
jomimo (14.09.2007, 23:09 Uhr)
Wieviel männliche Dekadenz gehört
eigentlich dazu, zu bestellen, zu fressen und dann mit z.B. 6000 US Dollar zu bezahlen? Männer, die soviel Geld auf den "Restauranttisch" legen können, müssen eine gewisse Bildung und/oder Intelligenz haben und wissen, daß Potenzprobleme anders zu lösen sind. Mögen doch diesen Missbildungen der Spezies Mensch die Penisse im Halse stecken bleiben und zur Erstickung führen.Wäre ganz gut für unsere gequälten Mitgeschöpfe.
Nebenbei: Diese Horrormeldungen kommen fast immer aus Südostasien.
Was ist so toll an China? Die Geschäfte unserer Großkonzerne vielleicht? Davon haben kleine Ameisenangestellte sowieso nichts.
LG
S-achte (14.09.2007, 21:34 Uhr)
Artikel wie dieser
... frustrieren mich immer mächtig!!
Ja, man kann dieses Zeug finden, wenn man es sucht! Ja, es gibt immer noch Überreste verschiedener dämlicher Rituale und Glaubensgeschichten!
Ja, was teilweise als Medizin verkauft wird, ist grenzwertig!
Aber das ist ein sehr kleiner Teil dessen, was in China gekocht, gegessen und verarbeitet wird!
Die chinesische Küche an sich ist der unseren an Frische, Zubereitung, Variantenvielfalt, Vitaminerhaltung, etc pp mindestens ebenbürtig, mindestens! Und vergleiche bitte niemand echte chinesische Küche mit dem, was wir hier in Deutschland in den Asiarestaurants vorgesetzt bekommen! Da hat das Eine mit dem Anderen absolut nichts zu tun!
Gruß
Roland
042020 (14.09.2007, 20:13 Uhr)
China
alles und ich meine alles wird in China gegessen. (besonders in suden -Guangzhou prov ).und wie man sagt
alles mit fussen nur nicht den kuchentisch ?
in der Cultural Revolution wurde
sogar das Herz von ermordeten feinde der Revolution verspeisst.
alter witz, in der nahe von Chinesischen Rest. sieht man nie
Hunde oder Katzen ?
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