9. Juni 2009, 07:32 Uhr

Nannen gab kein Geld für "Enteignet Springer"

Für einigen Wirbel sorgte zuletzt die Aussage des ehemaligen Apo-Aktivisten Peter Schneider, stern-Gründer Henri Nannen habe die "Enteignet Springer"-Kampagne mitfinanziert. Nun widerruft Schneider im stern seine Aussage: Er habe Nannen mit dem damaligen "Zeit"-Verleger verwechselt.

Schneider, Nannen, Apo

Schriftsteller Peter Schneider gehörte zu den Wortführern der 68er©

Der ehemalige APO-Aktivist Peter Schneider widerruft seine Behauptung, stern-Gründer Henri Nannen habe die Anti-Springer-Kampagne Ende der sechziger Jahre mitfinanziert. "Ich habe da etwas durcheinandergebracht", sagte Schneider dem stern in der neuen, am Mittwoch erscheinenden Ausgabe. Er habe Nannen mit dem "Zeit"-Verleger Gerd Bucerius verwechselt.

Schneider weiter: "Nannen hat sich nach meiner Kenntnis nie bei der Apo finanziell engagiert." Auf die Frage, ob denn der stern an die Anti-Springer-Kampagne gezahlt habe, antwortete Schneider: "Nicht, dass ich wüsste." Bereits in der vergangenen Woche hatte der stern klargestellt, dass es solche Zahlungen nicht gegeben hat.

Schneider hatte Nannen und den "Spiegel"-Chef Rudolf Augstein in einem Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine" als Geldgeber genannt. Gegenüber dem stern betonte er jetzt, dass Augstein und Bucerius zwar gezahlt hätten, aber "nicht für Gewalt gegen Springer, sondern für das Institut für Gegenöffentlichkeit". Die beiden liberalen Hamburger Verleger wollten eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Springers Medienmacht sowie ein Hearing zum Thema unterstützen. Ihre Vorstellungen erwiesen sich rasch als unvereinbar mit denen der radikalen Studenten.

Übernommen aus ... Stern Ausgabe 25/2009

Lesen Sie den Widerruf einer trügerischen Erinnerung im neuen stern

Lesen Sie den Widerruf einer trügerischen Erinnerung im neuen stern

 
 
Jetzt bewerten
0 Bewertungen
KOMMENTARE (7 von 7)
 
ganzbaf (09.06.2009, 13:02 Uhr)
Exakt. Kein ´68er...

hätte auch nur einen Billigarbeiter zum Wohle der Großwirtschaft hierher imortiert.
.
Für deren Rechte setzten uns setzen sie sich aber selbstredend ein.
TT2007 (09.06.2009, 12:12 Uhr)
@talkingkraut:
Gibt es nicht irgendwas, womit Sie sich besser auskennen? Schreiben Sie doch einfach darüber.
.
Und wenn Sie mit Ihrem Kochbuch oder so dann ein wenig Erfolg haben, dann gönnen Sie sich beispielsweise einmal eine Reise nach Tarsus, wo gerade gefeiert wird, dass dort vor 2000 Jahren der Apostel Paulus geboren wurde. Es gibt auch einen entspannten Islam.
.
Und wenn Sie wirklich glauben, dass die 68er Türken, Griechen usw. ins Land geholt hätten, dann kaufen Sie sich mal ein Geschichtsbuch und lesen Sie es.
zaxxon (09.06.2009, 11:53 Uhr)
feindbilder
sind hier im stern extrem verbreitet, da erstaunt auch ganzBLÖD nicht wirklich!
den mitgliedern der linken sed noch einen schlechten tag in diesem forum...
ganzbaf (09.06.2009, 09:40 Uhr)
Ja, Laberkraut...

schon schockierend...
diese vielen Kohls, Schröders, Merkels, Westerwelles, Pofallas ... etc. pp.
Die als Vertreter des reinen ´68er Geistes Deutschland zu dem gemacht hat, was es erschreckenderweise heute ist.
.
Aber wirklich ;-DD
fieberglascoyote (09.06.2009, 09:21 Uhr)
Warum..
so eine Panik. Damit würde ich an Stelle des Sterns werben.
talkingkraut (09.06.2009, 09:18 Uhr)
Schrecklich
Die 68er sind das Widerlichste, das mir aus der neueren deutschen Geschichte bekannt ist. Die östlichen Geheimdienste schafften es damals, große Teile der Jugend für ihre verbrecherischen Ziele einzuspannen. In der Bundesrepublik fanden sie die Unterstützung von blauäugigen Liberalen, die ihrerseits Opfer östlicher Desinformation waren.
Erschreckend ist, wie stark heutzutage die 68er noch unsere Gesellschaft beeinflussen. Alles was sie taten, hatte nur das Ziel unserem Land zu schaden. Zuvörderst ist dabei die MultiKulti-Ideologie zu nennen, mit der sie uns glauben machen wollten, eine Kultur mit Zwangsheiraten, Ehrenmorden und Messerstechereien aus nichtigem Anlass sei unserer Kultur als gleichwertig zu betrachten.
ganzbaf (09.06.2009, 08:26 Uhr)
Hätte man...

doch auch stolz drauf sein können?... ;-ß
MEHR ZUM ARTIKEL
Kurras' Stasi-Verstrickung Ohnesorg-Todesschütze "will endlich mal Ruhe"

Wegen neuer Erkenntnisse zum Tod des Studenten Benno Ohnesorg im Juni 1967 könnte der Fall, der Auslöser für die Proteste der 68er-Bewegung war, juristisch neu aufgerollt werden. Der Todesschütze Karl-Heinz Kurras, offenbar ein Stasi-Spitzel und SED-Mitglied, will allerdings "endlich Ruhe".

Die Sommerschule Apo, Uschi und die RAF

Wissen Sie, wann das Attentat auf Rudi Dutschke verübt wurde? Und gegen wen die außerparlamentarische Opposition rebellierte? Und was hat Uschi Obermaier eigentlich so alles gemacht? Beweisen Sie Ihr Wissen in der Sommerschule.

Die 68er Als Hosentragen zum Redeverbot führte

Welches Lied war 1968 der erste Nummer-eins-Hit des Jahres? Wann wurde die Prügelstrafe abgeschafft? Und wem waren seine Orgasmusschwierigkeiten wichtiger als Vietnam? Testen Sie ihr Wissen über Deutschland vor, während und nach 1968.

 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (21/2013)
Geht's jetzt an mein Geld?