Pferde- statt Rindfleisch in Lasagne und Burgern: nur eklig oder ungesund? Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Lebensmittelskandal, der Deutschland erreicht hat. Von Lea Wolz
Der Lebensmittelskandal um als Rindfleisch deklariertes Pferdefleisch weitet sich aus: Nach Großbritannien und Schweden ist auch in Deutschland statt Rindfleisch Pferdefleisch in Fertiggerichte gelangt. Die Supermarktkette Real hat eine Tiefkühl-Lasagne aus dem Verkehr gezogen, nachdem bei Stichproben Anteile von Pferdefleisch
entdeckt worden waren. Sechs Unternehmen standen am Mittwoch auf der Kontroll-Liste der Behörden.
Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium erklärte, dass ihm eine Lieferliste vorliege, die über das EU-Schnellwarnsystem übermittelt worden sei. Dieser sei zu entnehmen, dass zwischen November 2012 und Januar 2013 über einen Zwischenhändler in Luxemburg Produkte "in größerem Umfang" nach Deutschland und nach Nordrhein-Westfalen geliefert worden seien, "die im Verdacht des Kennzeichnungsverstoßes mit Pferdefleisch stehen". Die Lieferungen gingen demnach nicht nur an Discounter und Lebensmittelketten, sondern auch andere Lebensmittelunternehmen.
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