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13. Januar 2009, 16:58 Uhr

Polizei verdoppelt Belohnung

Die Polizei erhöht den Fahndungsdruck auf das sogenannte Phantom von Heilbronn. Zur Ergeifung der mysteriösen Frau, die in Verbindung mit einer ungelösten Mordserie in Deutschland, Österreich und Frankreich steht, haben die Behörden die Belohnung auf 300.000 Euro verdoppelt.

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In Heilbronn erinnert eine Gedenktafel an die junge Polizistin, die 2007 von der mysteriösen "Phantom"-Mörderin erschossen worden war© Norbert Försterling/DPA

Mit einer der höchsten Belohnungen in der deutschen Kriminalgeschichte will die Polizei den Fahndungsdruck im Fall der mysteriösen "Phantommörderin" von Heilbronn erhöhen. Für Hinweise zur Aufklärung der Verbrechensserie, die unter anderem auch den Mord an einer Polizistin umfasst und sich über mehr als 30 Tatorte im In- und Ausland erstreckt, sei die Belohnung auf 300.000 Euro verdoppelt worden, teilte der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) am Dienstag in Stuttgart mit.

Mit diesem Schritt erhoffe man sich vor allem, dass mögliche Komplizen der bislang nicht identifizierten "Phantommörderin" ihr Schweigen brechen. Die Ermittler standen bislang immer wieder vor dem Problem, dass mutmaßliche Tatbeteiligte möglicherweise aus Angst keine entscheidenden Hinweise zur Ergreifung des "Phantoms" machten. Justizminister Ulrich Goll (FDP) sprach von einer der höchsten Belohnungen der deutschen Kriminalgeschichte.

Nach wie vor haben die Ermittler keine heiße Spur in dem mysteriösen Fall, der bis in die frühen 90er Jahre zurückreicht. Von der unbekannten Täterin tauchten immer wieder DNA-Spuren auf. Insgesamt wurde von der "Phantommörderin" stammendes Genmaterial mindestens 38 Mal in Deutschland, Frankreich und Österreich identifiziert, darunter in mehreren Mordfällen. So auch im April 2007, als zwei Polizisten auf der Heilbronner Theresienwiese niedergeschossen wurden. Eine 22-jährige Polizistin wurde mit einem Kopfschuss getötet, ihr Kollege überlebte schwer verletzt. Die DNA-Spur der Frau wurde am Dienstfahrzeug der Beamten gefunden.

Zuletzt waren Spuren der Gesuchten im Zusammenhang mit dem Todesfall einer 45 Jahre alten Frau nahe Heilbronn und bei den Ermittlungen zu einer Einbruchserie in Rheinland-Pfalz und im Saarland aufgetaucht. Im saarländischen Saarhölzbach soll sie sich in einem Wohnwagen aufgehalten haben, teilte die Polizei mit. Der Wohnwagen, in dem Spuren der Frau gefunden wurden, stand seit Mitte April 2008 im Wald an einem Zufahrtsweg zum Clubheim eines Angelsportvereins und ist Anfang Mai dort weggefahren worden.

Wenige Tage später wurde die Pächterin des Clubheims von Unbekannten niedergeschlagen, schwer verletzt und ausgeraubt. Die Ermittler sicherten daraufhin in diesem Wohnwagen, den sie in Tatortnähe wiederfanden, Spuren. Sie gehen davon aus, dass die unbekannte Frau in dem Wohnwagen übernachtet haben muss, nachdem der Wohnwagen Anfang Mai weggezogen worden war.

Die gesuchte Frau wird aber auch mit den Morden an einer Rentnerin in Idar-Oberstein 1993 und an einem Rentner in Freiburg 2003 in Verbindung gebracht. Außerdem gab es eine DNA-Spur im Fall von drei im Januar 2008 ermordeten georgischen Gebrauchtwagenhändler im Raum Heppenheim. Sie befand sich in dem Auto des mutmaßlichen Täters.

DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Georges13437 (13.01.2009, 23:53 Uhr)
Da kann man nur hoffen,
dass diese Verbrecherin mit ihren Helfern in Frankreich oder Italien festgesetzt werden, denn dort werden sie mit aller Sicherheit eine entsprechende Strafe erhalten.
In Deutschland könnte es sein, dass sie wegen psychischer Störungen, schuldunfähig ist, wie gesagt es könnte ja sein. Mir fehlt einfach derzeit das Vertrauen in unsere Rechtsprechung.
Georges 13437
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