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12. April 2009, 08:31 Uhr

US-Kapitän Phillips in Sicherheit

Es waren dramatische Sekunden: Als ein Pirat sein Gewehr auf den Rücken von Kapitän Richard Phillips richtete, musste die US-Marine handeln. Binnen Sekunden kam der Befehl. Scharfschützen streckten von der nahen "USS Bainbridge" die Piraten auf dem Rettungsboot nieder. Die Geisel blieb unverletzt. Phillips erleichtert: "Ihr seid wahre Helden!"

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Gerettet: Kapitän Richard Phillips (r.) - hier mit dem kommandieren Offizier der USS Bainbridge, Frank Castellano - hat die Geiselhaft überstanden© U.S. Navy/AFP

Mit einer dramatischen Rettungsaktion haben US- Elitesoldaten den amerikanischen Kapitän Richard Phillips unverletzt aus der Hand somalischer Piraten befreit. Drei der vier Piraten, die den 53-Jährigen seit Mittwoch auf einem Rettungsboot in ihrer Gewalt hielten, wurden dabei am Sonntag von Scharfschützen getötet. Man habe sich dazu "binnen eines Sekundenbruchteils" entschlossen, weil das Leben des Kapitäns "in unmittelbarer Gefahr" gewesen sei, sagte Marinesprecher Vize-Admiral William Gortney. Phillips sei wohlauf und gesund. Er ruhe sich zunächst auf dem US-Kriegsschiff "USS Boxer" aus. Ein vierter Pirat sei in Gewahrsam genommen worden.

Nach den Worten Gortneys zielte einer der Piraten mit einem Schnellfeuergewehr auf den Rücken des Kapitäns, worauf hin sich der Kommandant zum Eingreifen entschloss. Die Scharfschützen der Marine hätten von Bord des Kriegsschiffs "USS Bainbridge" aus gefeuert, das 25 bis 30 Meter von dem Rettungsboot entfernt gelegen habe. Der Kommandant habe sich zweimal von Präsident Barack Obama bestätigen lassen, dass er zu Gewalt greifen könne, sollte das Leben des Kapitäns auf dem Spiel stehen. Der vierte Pirat habe sich zu Verhandlungen über die Freilassung des Kapitäns auf der "Bainbridge" befunden, hieß es weiter.

Obama "glücklich", dass Kapitän gerettet wurde

US-Präsident Barack Obama zeigte sich hoch erfreut über die Befreiung des Kapitäns. "Ich bin sehr glücklich, dass Kapitän Phillips gerettet ist", teilte der Präsident mit. "Sein Mut ist Vorbild für alle Amerikaner." Er sei zudem "sehr stolz" auf die Anstrengungen des Militärs sowie vieler US-Behörden, die sich unermüdlich für die Freilassung eingesetzt hätten. Die Vereinigten Staaten seien weiterhin entschlossen, durch internationale Zusammenarbeit die wachsende Piraterie in der Region zu stoppen.

Der Chef von Phillips' Reederei, John Reinhart, überbrachte eine Botschaft des Kapitäns, in der er die Soldaten als "wahre Helden" bezeichnete. "Sie sind diejenigen, die mich nach Hause gebracht haben", zitierte Reinhart den Schiffsführer.

Das Geiseldrama hatte am Mittwoch begonnen, als die vier Piraten versuchten, den Containerfrachter "Maersk Alabama" rund 500 Kilometer vor der somalischen Küste in ihre Gewalt zu bringen. Der Überfall schlug fehl, stattdessen nahmen die Seeräuber Kapitän Phillips als Geisel, verschleppten ihn auf das rundum geschlossene Rettungsboot und forderten Lösegeld für seine Freilassung. Während der folgenden Tage näherte sich das Boot unablässig der somalischen Küste, wobei es von US-Kriegsschiffen begleitet worden war. Die "Maersk Alabama" traf am Samstag sicher im kenianischen Hafen Mombasa ein. Der Kapitän wurde von seinen Matrosen als Held gefeiert: "Er hat unser Leben gerettet."

Der Frachter soll nun von Spezialisten der US-Bundespolizei FBI überprüft werden. Das Schiff sei in ein Verbrechen hineingezogen worden, so dass eine Spurensicherung notwendig sei, teilte die Reederei Maersk Shipping Line im US-Staat Virginia mit. Ferner solle die 19-köpfige Besatzung detailliert vernommen werden. Deshalb dürften die Männer vorerst auch noch nicht von Bord gehen.

DPA/dho
 
 
KOMMENTARE (10 von 62)
 
STR_EDDS (14.04.2009, 18:53 Uhr)
@Robespierre
Es freut mich, dass wir einen gemäßigteren Ton anschlagen können. Sie hatten Recht. Der Passus mit den Seals empörte mich zutiefst. Mein Hintergrund sind 12 Jahre Bundeswehr. Ich habe dort studiert, meine Diplome gemacht und war als Oberleutnant/Hauptmann viele Jahre fast ausschließlich im Ausland stationiert. Darunter Kommandos auf dem Balken und u.a. auch Somalia. Ihre Ablehnung von Waffen und Gewalt respektiere ich und teile sie sogar. Für mich ist Militär (auch unter parlamentarischer Kontrolle) weniger Mittel zum Zweck, als eben die schlechteste aller Lösungen. Leider – und das musste ich selbst lernen – ist es schlussendlich die Einzige mögliche Lösung. Rassismus in jeglicher Form, Faschismus egal ob von Links oder Rechts, lehne ich absolut ab. Extreme Lösungen sorgen letztendlich nur für weitere, extreme Probleme. Soviel hierzu.
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Natürlich liegen Somalias Probleme im inneren des Landes. Erst dessen Destabilisierung und Clanbildung machte die Armut der Fischer möglich. Eine nicht kontrollierte 12-Meilen Zone lädt quasi die Konzerne dieser Welt zum „Einkaufen“ ein. Das ist allerdings nur ein Symptom, welches seine Ursache, so bitter es klingt, im eigenen Verschulden des Landes findet.
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Im Land selbst herrscht(e) (ich muss mich hierbei auf meine eigene Erfahrungszeit beziehen), eine latente und indoktrinierte Bereitschaft zur Gewalt vor. Ein „normales“ Arbeiten im Rahmen von EWH-Projekten ist nicht möglich. Man kommt zu dem Gedanken, ob Völker, welche seit Urzeiten auf Basis einer Clan-Hierarchie geführt (das Wort Regiert will ich hier vermeiden) wurden, überhaupt ein Verständnis für unsere Idee von Demokratie aufbringen. Und zudem: ob sie daraus überhaupt einen Nutzen ziehen. Die Somalies wollen keine Demokratie, weil sie deren Vorteile nicht verstehen. Weil die demokratischen Lehren nicht transportiert werden. Und dieser Wissensstand erstreckt sich inzwischen über 3 Generationen.
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Die Lösung muss von innen kommen. Zustimmung! Aber, und da mache ich mir keine Illusionen, der Weg dorthin wird lang, steinig und definitiv nicht friedlich sein. Clanchefs und Warlords auszuschalten hilft nicht. Im Gegenteil. Das Machtvakuum sorgt für weitere Splittergruppen und ein noch weniger homogenes Machtgefüge. Drin liegt ja eines der Probleme.: es findet sich kein wirksamer politischer Hebel in diesem Land.
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Dieses Land muss entwaffnet und (Achtung! KEIN rassistischer Ausdruck:) umerzogen werden. Ähnlich der De-Nazifizierung ab 49. Nur: wer auf dieser Welt soll für ein Land ohne wirtschaftlichen „Mehrwert“ das Leben seiner eigenen Soldaten riskieren? Das klingt hart, illustriert aber auch, warum gegen die Piraterie seit Jahren nichts getan wird.
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Der hier manchmal links, rechts oder sonst wo wütende Mob wird sicherlich keine Lösungsansätze hervorbringen. Der Mensch denkt in kurzen Zeitmustern und lernt nicht leicht zwischen Ursache, Symptom und insbesondere den daraus resultierenden Wechselwirkungen zu unterscheiden.
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Somalia ist ein bedauernswertes Land. Ohne massive Interventionen wird sich kein Wechsel abzeichnen. Ergebnisse können, schon ob der großen Zahl der Bewaffneten nur mit militärischen Mitteln erzielt werden. Den Gedanken werden Sie nicht mögen. Aber die Welt ist leider schlechter und roher als es für sie gut wäre.
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Den „Faschist“ ziehe ich zurück und bitte um Entschuldigung. Das war unüberlegt und eventuell hatte das eine oder andere Kognakei seine Wirkung entfaltet. :-)
Robbespierre (14.04.2009, 15:16 Uhr)
@Str Edds
Irrtum! Ich bin sehr wohl zu einer Diskussion fähig. Da es den Anschein hat, daß ich Sie getroffen habe, entschuldige ich mich für die verbale Entgleisung Ihnen gegenüber. Es war eine Reaktion darauf, daß Sie mich als Faschisten bezeichnet haben. Auch räume ich ein, im Zorn verbal weit über das Ziel hinausgeschossen zu sein, vor allem, was die Seals angeht. Ist das der Grund warum sie sich darauf eingeschossen haben, mich als "Faschisten" zu betiteln? Lassen Sie sich gesagt sein, daß ich den Faschismus zutiefst und aus innerer Überzeugung ablehne! Ich bin wütend über gewaltverherrlichende Äusserungen in diesem Forum und mag nun mal kein Militär, denn das Leben ist mir heilig. Nun habe ich mich selbst zu blöden Äusserungen hinreissen lassen, was mir Leid tut. Das gilt auch für die Uniformträger, weswegen ich das in dieser Hinsicht gesagte zurücknehme und mich sogar dafür entschuldige (!), da es wahrlich nicht meiner Haltung entspricht und es einer weiteren Diskussion im Wege steht. Nicht entschuldigen möchte ich mich aber für meine verbalen Entgleisungen gegen Rassisten und strammen Befürwortern der Todesstrafe!
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Nun ein Versuch zur Diskussion, denn es bleibt trotzdem der Grund meiner Empörung bestehen: Eine bisweilen rassistische Hass- und Hetzwelle gegenüber den somalischen Fischern, die nun als Piraten der verbalen deutschen Lynchjustiz des Forums ausgeliefert sind. Oder um mal den aufgeladenen Begriff "Pirat" zu vermeiden: Es sind Menschen (klar wird man hier für diese Feststellung sofort als Gutmensch betitelt, aber so ist es eben), in diesem Falle sogar 16-19 Jährige Teenager. Teenager die medial zu Monstern stilisiert werden! Vermutlich waren das sogar Erstlingstäter und hatten einen Riesenschiss. Konnte man wirklich nichts anderes tun, als sie in diesem aufgehetzten Klima unter Beifallsstürmen abzuknallen?
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Hier mal die Versuchsskizze einer anderen Lösung: Wären die Amis zum Schein auf die Forderung der vier Entführer eingegangen und hätten einen Austausch der Geisel gegen freien Abzug genehmigt, so wäre eine Verhaftung der drei Jungs auf hoher See hinterher immer noch möglich gewesen. In diesem Falle wären sie noch am Leben. Hier kann man allerdings auch vermuten, daß drei gefangengenommene Teenager, die der Presse vorgeführt werden, nicht lange als Feindbild herhalten würden. Also tötet man sie lieber, solange die Öffentlichkeit dafür mit stolzerhobener Brust lauten Beifall zollt und gleichsam mit unserer moralischen Grundlagen bricht, wonach die Todesstrafe (vor allem zu Abschreckungszwecken) verboten ist. Um es nochmal zu betonen: Es ist dieser Beifall, der mich anwidert.
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Die einzig gangbare Lösung auf Dauer liegt nach aller Expertenmeinung darin, Somalia zu stabilisieren. Dazu gibt es viele Ansätze, letztlich müsste es von allen Seiten erfolgen: Geldanreize für die Führungsclans, die eine Transformation Somalias hin zu einem Rechtsstaat zur Folge haben (was die Unterbindung der Piraterie seitens somalischer Autoritäten bereits beinhaltet und in anderen Region in ähnlicher Form bereits umgesetzt werden konnte), Demokratisierung wirtschaftlicher Aufbau z.B. über Mikrokredite.
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Problem, die der Durchführung ziviler Lösungsansätze im Wege steht: Was sich in den Diskussionen hier abzeichnet, ist die innere Bereitschaft zu extremer Gewalt. Man fühlt sich hier bisweilen schon wie in einem römischen Circus, in welchem nun fast alle Diskutanten die Gelegenheit nutzen, den Daumen zu senken um das Leben der Somalis der Todesstrafe weichen zu lassen. Solange in der Masse so gedacht wird, besteht auch kein Druck auf die politische Klasse wirksame, weil zivile Lösungsmöglichkeiten umzusetzen.
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Ich erwarte nicht, daß Sie sich auf eine Diskussion einlassen, aber das was mich beschäftigt (meine eigenen Äusserungen kritisch eingeschlossen) mußte mal raus. Ich bin Demokrat und kein Faschist und dieser Vorwurf trifft mich besonders!
notton (13.04.2009, 23:32 Uhr)
tja mein geifernder
Robbespierre , Piraterie wurde eben auch schon früher mit dem Tode bestraft - vielleicht gibt es noch keine neuen Gesetze , weil Piraterie ja uns eine Zeit lang eher Fremd war...;-)
Und da kannst du weiter geifern ob die Verbrecher erst 18 waren und was weis wer noch - jetzt sind die tot und der Kapitain lebt , UND DAS IST AUCH GUT SO!
Wer mit Maschinenpistolen auf Geiseln zielt, der läuft Gefahr erschossen zu werden, das ist bei Piraterie auf Weltmeeren nicht anders als beim Bankraub in Castrop-Rauxel - Basta!
Im übrigen sei auch dir vorpubertären Pennäler gesagt das deine lieben Piraten nicht nur den Schiffverkehr gefährden , sondern auch schon Seeleute umgebracht haben , von dem was die durch Lösegeld-Millionen reich gewordenen Mafia-Banden in Somalia selber anstellen ganz abgesehen.
Typen wie dir sollte man "Bildungsurlaub" vor Ort geben, aber sicher sitzt du satt in einer warmen Villa und hackst auf Papas PC deine linken Parolen in die Welt.
Wenn dein Nickname sich auf einen Franzosen bezieht, dann lass mal ein "b" weg ...;-)
STR_EDDS (13.04.2009, 15:57 Uhr)
@Robbespierre
Mannmann... Robespierre (übrigens: richtig mit einem "b"). Sie scheinen ein ganz großer linker Faschist zu sein. Traurig. An Leuten wie Ihnen krankt unser Land. Gutmenschentum und Provokation bis zum Abwinken. Aber beim eigentlichen Lösen von Problem niemals vorne mit dabei. Ein Pöbler aus der 3. Reihe. Lassen Sie es doch einfach gut sein. Danke.
Robbespierre (13.04.2009, 14:02 Uhr)
ach hardius
wenn Sie neidisch sind, dann heisst es: Üben, üben, üben...
hardius (13.04.2009, 13:55 Uhr)
Herzlichen Glückwunsch, Robbespierre
Sie haben es geschafft, daß sich fast alle Kommentatoren mit Ihren provokativen Äußerungen beschäftigen.
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Dies ist zuviel der Ehre!
Intercity (13.04.2009, 13:20 Uhr)
Robbespierre u.etliche andere
So viele naive Kommentare sind schon erstaunlich. Die "armen" Fischer erhalten von den riesigen Erpressungssummen nur einen Bruchteil. Die Millionensummen stecken wenige Hintermänner ein; die meistens sogar noch nicht einmal aus Somalia sind. Würden die erpressten Gelder an die gesamte Bevölkerung verteilt werden, dann könnte ich manche Sympathiebekundung nachvollziehen; aber Gewalt in JEDER Form rächt sich immer einmal. Die Piraten sind ein Risiko eingegangen und erfuhren nun einmal die Konsequenzen. Und es stimmt nicht, dass Geiseln bislang nicht getötet wurden. Es gab schon mehrere Todesfälle und brutale Folterungen von Seiten der Piraten.
Robbespierre (13.04.2009, 12:47 Uhr)
@hardius
Naja, mit Ihnen kann man wenigstens reden (anders als mit den bekannten Forennazis von german by nature über RBrunnerHH bis UR63). Dennoch widerspreche ich Ihnen aufs Schärfste: Somalia ist bekanntlich ein failed state, ein Land in dem völliges Chaos herrscht. Die Ursachen sind vielfältig, lassen sich aber wie so oft ursächlich in der Unterstützung diverser Diktatoren und Regimes seitens des Westens in den letzten 50 Jahren finden. Die Fischer, deren Boote unlängst von westlichen Fischtrawlern zerstört wurden, sehen nun eine Möglichkeit der Armut zu entgehen, indem sie Schiffe Kapern, die meist unnützes Zeug von A nach B transportieren, aber zu den Lebensadern dieses Wirtschaftsystems gehören, so daß sie gegen etwas Bargeld wieder freigekauft werden. Soll das schlimm sein? Ich gönne dies den Fischern ausdrücklich, solange keine Perspektive und von westlicher Seite aus auch kein Interesse auf ein menschenwürdiges Leben an Land besteht. Es sind tausende Piraten, da werden die amerikanischen Mörder viel zu tun haben und am Ende doch nicht siegen. Im Gegenteil: Die nächste Eskalationsstufe ist erreicht. Nun wird auf Amerikaner geschossen werden. Das ist die Folge der Dummheit, des Versuchs, die Piraterie mit Waffen statt mit Verstand zu bekämpfen. Es müssten Anstrengungen unternommen werden, Somalia zu befrieden und wieder aufzubauen. Leider gingen diese Anstrengungen in der Vergangenheit hauptsächlich von amerikanischen Militärs aus, die mit ihrem herrenhaften Auftreten auch noch den Rest der reformwilligen Somalis verschreckten. Amerikaner sollten sich hier einfach komplett raushalten und Europa ist in der Pflicht gemeinsam mit Anrainerstaaten Schritte zur Stabilisierung Somalias angehen. dies wird einige Jahre dauern, das ist klar. Zwar kann ich über gakaperte ukrainische Panzerladungen und Container voller DVD-Playern nur lachen (und wünsche mir aus anderen Gründen, daß dieser ganze Schrott versenkt statt freigekauft wird) aber dennoch meine ich, daß etwas für Somalia getan werden muß. Die Piraterie ist eher eine Chance dafür, das das gesamte somalische Problem wieder wahrgenommen wird. Daher haben die Piraten bisher einen (von ihrer Seite aus unblutigen) guten Job für ihr Land erledigt. Mein Mitgefühl gilt den getöteten Fischern und ich hoffe, daß die Staatengemeinschaft bald einen Rettungsplan für dieses Land vorlegt. Doch dies wird wohl nur über eine weitere Eskalation zu erreichen sein. Ich wünsche den somalischen Schützen eine gute Hand und den westlichen Verantwortlichen mehr Verstand.
Mastergirl (13.04.2009, 12:09 Uhr)
etwas sachlicher
die Kommentare sollten in der Tat etwas sachlicher sein, sofort werden hier viele Leute beleidigend, primitiv und ausfallend in ihren Kommentaren! Und meine Sätze beziehe ich nicht nur auf diesen Artikel. Bei vielen vorangegangenen Artikeln ging es hier genauso zu. Wer anderer Meinung ist, wird sofort niedergemacht, beleidigt und angemacht. Eine etwas neutrale Diskussionskultur wäre wünschenswert.
gaga007 (13.04.2009, 11:22 Uhr)
Oberamtsrat (13.4.2009, 10:16 Uhr) ...
... volle Zustimmung ! Ich hoffe, dass mein Leben nie von einer deutschen Regierung oder von deutschen Soldatn abhängt - beiden fehlt die Fähigkeit zum entschlossenen Handeln und das handwerkliche Können zu einer derartigen Befreiungsaktion !
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