. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
9. Februar 2010, 15:18 Uhr

Verteidigung verlangt milde Strafe für "Klassensprecher"

Nach der Staatsanwaltschaft ist nun die Verteidigung dran: Im Sauerland-Prozess hat der Anwalt des mutmaßlichen Haupttäters Fritz Gelowicz eine Strafe von weniger als zehn Jahren Haft für seinen Mandanten gefordert. Grund: Schließlich habe er bei der Terrorprävention geholfen.

Sauerland, Prozess, Terrorismus, Anschläge, Pläne, Sauerland Prozess, Konvertit, Islamist, Haft, Strafe

Der Angeklagte Fritz Gelowicz (l) mit seinem Anwalt Hannes Linke© Federico Gambarini/DPA

Der mutmaßliche Anführer der Sauerland-Gruppe, Fritz Gelowicz, soll nach dem Willen seines Verteidigers weniger als zehn Jahre in Haft. Sein Mandant habe die Vorwürfe umfassend eingeräumt und dabei auch bislang unbekannte Einblicke in das Innere des Islamischen Terrors gegeben, sagte Verteidiger Hannes Linke am Dienstag vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf. Für die Gefahrenabwehr und die Terrorprävention seien dies wertvolle Details gewesen.

Ohne das Geständnis des 30-Jährigen hätten nach Ansicht Linkes auch seine drei mitangeklagten Komplizen nicht ausgesagt. "Ohne das Ja des Klassensprecher wäre es zu keinem Geständnis gekommen", sagte Linke.

Fünfeinhalb und 13 Jahre für die Mitangeklagten

Die Angeklagten hatten in dem seit neun Monaten laufenden Mammutverfahren gestanden, im Auftrag der Islamischen Dschihad Union (IJU) Autobomben-Anschläge auf US-Soldaten in Discos, Kasernen und Flughäfen geplant zu haben. Für den zum Islam konvertierten Hauptangeklagten Gelowicz hatte die Bundesanwaltschaft in der vergangenen Woche eine Haftstrafe von zwölf Jahren und sechs Monaten verlangt.

Ihm werden wie dem 31-jährigen Türken Adem Yilmaz und dem 24-jährigen Konvertiten Daniel Schneider die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, die Verabredung zum Mord und Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion zur Last gelegt. Schneider wird darüber hinaus noch versuchter Mord vorgeworfen. Er soll für 13 Jahre ins Gefängnis. Der 24-jährige Deutsch-Türke Attila Selek hat sich laut Anklage der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung und der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens schuldig gemacht. Für ihn verlangte die Bundesanwaltschaft eine Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren.

DAPD
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
"Sauerland-Prozess" Staatsanwaltschaft fordert bis zu 13 Jahre Haft

Die Bundesanwaltschaft hat lange Haftstrafen für die Terroristen der Sauerland-Gruppe gefordert. Das verlangte Strafmaß liegt zwischen fünfeinhalb und 13 Jahren. Die Angeklagten hätten "Massenmord" unvorstellbaren Ausmaßes geplant, hieß es im Plädoyer der Anklage. mehr...

Sauerland-Prozess Gericht stellt Verfahren teilweise ein

Überraschung im Sauerland-Prozess: Das Düsseldorfer Gericht hat einen Teil der Vorwürfe gegen die Islamisten fallen gelassen. Damit steht das Verfahren kurz vor dem Abschluss. In zwei anderen Terrorprozessen in Frankfurt und Düsseldorf wurde ebenfalls verhandelt. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe