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1. September 2008, 15:23 Uhr

Papst empfängt Ex-Geisel Betancourt

Papst Benedikt XVI. hat der früheren Geisel Ingrid Betancourt den Wunsch nach einem persönlichen Treffen erfüllt. Die im Juli nach mehr als sechs Jahren aus der Gewalt der linksgerichteten Farc-Rebellen befreite Franco-Kolumbianerin sprach 20 Minuten mit dem Papst.

Treffen in der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo: Papst Benedikt XVI. empfängt Ingrid Betancourt© AFP

Die franko-kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt ist am Montag von Papst Benedikt XVI. empfangen worden. Das Treffen in der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo fand fast genau zwei Monate nach dem Ende von Betancourts über sechsjähriger Geiselhaft statt. Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin war am 2. Juli aus den Fängen der kolumbianischen Farc-Rebellen befreit worden.

An dem rund 20-minütigen Treffen mit dem katholischen Kirchenoberhaupt nahmen auch Betancourts Mutter, ihre Schwester Astrid und ihre beiden Kinder teil, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Betancourt sei "tief bewegt" gewesen, erzählten Beobachter aus dem Vatikan anschließend. Sie habe Benedikt XVI. ihre "spirituellen Erfahrungen währen der Gefangenschaft" erzählt.

Journalisten waren bei der privaten Audienz, zu der die Politikerin in einem hellen Kostüm mit schwarzem Spitzenschal erschien, nicht zugelassen. Lediglich einige Fotografen durften die Begegnung auf Bildern festhalten.

Bereits kurz nach ihrer Befreiung hatte Betancourt den Wunsch geäußert, den Papst zu treffen. Dieser hatte ihr daraufhin versprochen, sie sobald wie möglich zu empfangen. Benedikt XVI. hatte mehrmals zur Freilassung der Farc-Geiseln aufgerufen.

Die Audienz am Montag bildet den Höhepunkt von Betancourts mehrtägiger Italien-Reise, bei der sie auch mit führenden Politikern zusammentreffen will.

DPA/AP
 
 
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