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Der "Drache" ist wieder gelandet

Der erste offizielle Einsatz eines privaten Raumtransporters kann als voller Erfolg gewertet werden. Die Nasa ist durch "Dragon" nicht mehr ausschließlich von den Russen abhängig.

  Die Transportkapsel "Dragon" landete vor der Küste Mexikos im Pazifik

Die Transportkapsel "Dragon" landete vor der Küste Mexikos im Pazifik

Der erste private US-Raumfrachter der Geschichte ist am späten Sonntag vollbeladen von der Internationalen Raumstation ISS auf die Erde zurückgekehrt. Nach Angaben der Weltraumbehörde Nasa landete "Dragon" (Drache) mit Hilfe von Fallschirmen wohlbehalten im Pazifik vor der mexikanischen Halbinsel Baja California. Er brachte unter anderen 400 Kilogramm Forschungsmaterial von der ISS zurück.

Mit seiner Rückkehr ist der erste von wenigstens zwölf geplanten Flügen des "Dragon" im Auftrag der Nasa erfolgreich abgeschlossen. Der Leiter der Weltraumbehörde, Charles Bolden, sprach von einer historischen Mission. "Nur ein Jahr, nachdem wir die Raumfähre in den Ruhestand geschickt haben, ist wieder ein Transportflug zur Internationalen Raumstation gelungen - nicht mit unserem eigenen Transporter, sondern dem eines Privatunternehmens." Bereits im Mai hatte "Dragon" einen erfolgreichen Testflug absolviert.

Der Raumfrachter wurde nach der Landung auf ein Schiff gehoben und sollte in einen Hafen in der Nähe von Los Angeles gebracht werden. Dort wird wichtiges wissenschaftliches Material, darunter tiefgefrorene Proben, entnommen und an die Weltraumbehörde geschickt. Die Proben sollen auch die Wirkung längerfristiger Ausflüge in das All auf den menschlichen Körper verstehen helfen.

Die restliche Ladung geht zusammen mit der Kapsel zur Testanlage des amerikanischen Privatunternehmens SpaceX nach Texas. SpaceX stellt den Transporter gegen Entgelt für den Transport von Ersatzteilen, Labormaterial und die Versorgung der ISS-Crew zur Verfügung. Da die Nasa ihre Shuttles außer Betrieb hat, verfügt sie derzeit über keine eigenen Vehikel für Flüge zur ISS. Einzig die russischen Sojus-Raketen befördern momentan Menschen zur ISS.

ono/DPA/DPA

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