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10. August 2011, 13:35 Uhr

Randale bringt Jamie Oliver auf

Nach Elektronik-Geschäften, Schuhläden und CD-Shops hat es jetzt erstmals auch Promis getroffen: In Manchester plünderten Jugendliche das Modegeschäft von Ex-Oasis-Sänger Liam Gallagher, in Birmingham wurde ein Restaurant von Jamie Oliver überfallen. Der Koch kocht. Von Ingo Scheel

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"Für Ipads und Turnschuhe": Starkoch Jamie Oliver ist aufgebracht© Horst Ossinger /DPA

Die Wucht der Krawalle in Großbritannien bekamen mit Ex-Oasis-Sänger Liam Gallagher und Starkoch Jamie Oliver nun auch zwei Promis unmittelbar zu spüren. In Manchester schlugen Randalierer die Eingangstüren von Gallaghers Mode-Geschäft "Pretty Green" ein und stahlen anschließend Kleidung. In Angst und Schrecken versetzten Jugendliche die Gäste von Jamie Olivers Restaurant im Birminghamer "Bullring"-Shopping Center, als sie sämtliche Scheiben des 270 Plätze umfassenden Edel-Gastrotreffs einwarfen.

Erst im Dezember vergangenen Jahres hatte Liam Gallagher, mittlerweile als Sänger der Band Beady Eye unterwegs, seinen Shop auf der King Street eröffnet - nach London und Glasgow den dritten seiner eigenen Modelinie. Jetzt steht er ausgerechnet in der Heimatstadt der legendären Brit-Band um das chronisch zerstrittene Brüderpaar vor einem Scherbenhaufen. Als wäre das nicht Ärger genug, bezeichnete der TV-Sender Sky News den 38-jährigen in der Berichterstattung über die Randale auch noch als "ehemaligen Rockstar". Den Sänger mit dem ausgeprägten Hang zur Tirade dürfte das wenig amüsieren.

"Sie müssen gestoppt werden"

Aufgebracht äußerte sich auch Starkoch Jamie Oliver nach dem Angriff auf sein Restaurant in Birmingham via Twitter: "In anderen Ländern kämpfen Jugendliche für die Freiheit. Bei uns randalieren sie für Ipads und Turnschuhe. Sie müssen gestoppt werden." Dabei kamen die Gäste in Birmingham noch glimpflich davon. Bei einem ähnlichen Angriff auf das Edel-Restaurant "The Ledbury" im Londoner Stadtteil Notting Hill nahmen die Plünderer den Gästen Schmuck, Armbanduhren und Bargeld ab.

Weitreichende Folgen für zahlreiche Künstler dürfte der Brand des Sony Warehouse im Londoner Stadtteil Enfield haben. Dort hatte neben Sony auch der Label-Vertrieb Pias sein größtes Lager. Zu den Kunden der Musik-Distributionsfirma zählen Plattenfirmen wie Domino (u.a. Arctic Monkeys), Mute (u.a. Depeche Mode) und XL Recordings (u.a. Adele). Wie die britische "Association of Independent Music" bestätigt, wurde mit dem Gebäude der komplette CD-Bestand zerstört.

Von Ingo Scheel
 
 
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