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1. Oktober 2009, 12:44 Uhr

Gericht lädt Prinzessin Caroline vor

Hat ihr Ehemann brutal zugeschlagen oder waren es bloß zwei harmlose Ohrfeigen gegen einen Hotelier in Kenia? Prinzessin Caroline von Monaco soll im Revisionsprozess gegen Prinz Ernst August als Zeugin aussagen.

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Zeugin und Angeklagter: Prinzessin Caroline und ihr Mann, Prinz Eernst August von Hannover© Jochen Lübke/DDP

Prinzessin Caroline wird im Hildesheimer Prozess gegen ihren Ehemann Ernst August Prinz von Hannover als Zeugin geladen. Das hat die Strafkammer des Landgerichts am Donnerstag entschieden. Als Termin ist bisher der 26. November vorgesehen. Das Gericht ließ allerdings einen genauen Termin offen, da die Prinzessin über den recht langwierigen diplomatischen Weg eingeladen werden müsse.

Da Prinzessin Caroline auf einer förmlichen Ladung auf dem offiziellen Weg an ihre Anschrift in Monaco besteht, muss die Ladung über die Bundesregierung und die Regierung von Monaco erfolgen. Verteidiger Hans Wolfgang Euler sagte, Prinzessin Caroline sei grundsätzlich bereit auszusagen. An weiteren Verhandlungstagen im Oktober und November sollen weitere Entlastungszeugen aus Kenia gehört werden.

Prinz Ernst August hat zugegeben, dem Hotelier Josef Brunlehner im Januar 2000 auf der kenianischen Insel Lamu zweimal geohrfeigt zu haben. Brunlehner dagegen hat stets behauptet, er sei von ihm brutal verprügelt und erheblich verletzt worden. Das Landgericht Hannover hatte den Welfenprinzen im Jahr 2004 zu 445.000 Euro Geldstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Der Prinz erreichte ein Wiederaufnahmeverfahren. Darin bestätigten Prinzessin Caroline und weitere Zeugen die Angaben des Prinzen. Das Landgericht Hildesheim hob das Urteil im November 2008 auf und ordnete einen neuen Prozess an. Der adlige Angeklagte will eine Verurteilung wegen einfacher Körperverletzung erreichen. Brunlehner hatte in dem laufenden Prozess bezweifelt, dass Caroline die Attacke ihres Mannes aus der Entfernung sehen konnte.

AP
 
 
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