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Prozessbeginn um eine Woche vertagt

Erst haben sie ihn angegriffen, dann verfolgt. Aus Panik lief der junge Mann vor ein Auto und starb. Der Prozess um seine Angreifer wird jetzt um eine Woche verschoben. Als Gründe werden "Verfahrensfragen" angegeben.

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Der Verhandlungssaal im Kriminalgericht Moabit bleibt heute leer: Der Prozessauftakt wurde um eine Woche verschoben© Stephanie Pilick/DPA

Der Auftakt des Prozesses gegen zwei mutmaßliche Berliner U-Bahn-Schläger wegen einer tödlichen Hetzjagd auf einen 23-Jährigen ist am Montag um eine Woche verschoben worden. Nach Angaben eines Gerichtssprechers soll die Verhandlung nun am kommenden Montag vor dem Berliner Landgericht beginnen. Als Grund für die Verschiebung nannte er Verfahrensfragen. Das Opfer war im vergangenen Oktober auf der Flucht vor den mutmaßlichen Angreifern vor ein Auto gerannt und tödlich verletzt worden.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten im Alter von 21 und 22 Jahren Körperverletzung mit Todesfolge und gefährlicher Körperverletzung vor. Sie sollen ihr Opfer am frühen Morgen des 17. Oktober im Berliner U-Bahnhof Kaiserdamm angegriffen und mit Fäusten geschlagen zu haben. Der Mann wehrte sich demnach zunächst und rannte dann weg. Einer der Angeklagten habe ihn jedoch aus dem U-Bahnhof verfolgt, worauf dieser "aus Angst und Panik" auf eine Straße lief. Er wurde dort von einem Auto erfasst und tödlich verletzt.

Die Angeklagten stellten sich später der Polizei. Das Verfahren, für das zunächst sechs Verhandlungstage angesetzt wurden, steht in einer Reihe mit weiteren Prozessen wegen Gewalttaten in der Berliner U-Bahn. Im vergangenen September war ein 18-Jähriger wegen versuchten Totschlags zu zwei Jahren und zehn Monaten Jugendstrafe verurteilt worden, nachdem er einen 29-Jährigen im U-Bahnhof Friedrichstraße durch Tritte gegen den Kopf lebensgefährlich verletzt hatte.

kgi/AFP
 
 
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