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23. Dezember 2009, 09:11 Uhr

Drogenbarone löschen ganze Familie aus

Diese Geschichte bringt Mexiko zum Weinen: Aus Rache haben mehrere Angreifer Mutter, Tante und zwei Geschwister eines Soldaten erschossen, der zuvor bei der Festnahme eines Drogenbarons getötet worden war. Sein Name war erst durch ein Staatsbegräbnis bekannt geworden.

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Staatsbegräbnis für Melquisedet Angulo. Nur Stunden später nahm die Drogenmafia blutige Rache an seiner Familie© America Rocio/AP

Ein Verbrechen erschüttert Mexiko: Mehrere Angreifer haben im südlichen Staat Tabasco die Mutter, die Tante und zwei Geschwister eines Soldaten, der in der vergangenen Woche bei einem Einsatz zur Festnahme eines Drogenbarons getötet worden war. Am Montag hatte der 30-jährige Marineinfanterist Melquisedet Angulo ein Staatsbegräbnis erhalten, wodurch sein Name im ganzen Land bekannt geworden war.

Drogenbosse schworen blutige Rache

Die Drogenkartelle hatten nach der Tötung von Arturo Beltran Leyva, dem "Boss der Bosse", bei dem Einsatz in der vergangenen Woche blutige Rache geschworen. Dabei schreckten sie zur Einschüchterung ganz offensichtlich auch nicht vor der Tötung Unbeteiligter zurück. Am frühen Morgen - nur Stunden nach dem Staatsbegräbnis - stürmten sie das Haus von Angulos Familie. Dessen 55 Jahre alte Mutter Irma Cordova, die 22-jährige Schwester Jolidabey, der 28 Jahre alte Bruder Benito genauso wie eine Tante, Josefa Angulo, wurden von Kugeln durchsiebt. Eine weitere Schwester Angulos, die 24-jährige Miraldeyi, überlebte den Angriff, sie liegt mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus.

Blutbad in Piedras Negras

Ein weiteres Blutbad, das ebenfalls den Drogenkartellen zugeschrieben wird, ereignete sich in der Grenzstadt Piedras Negras. Dort hat eine Gruppe Bewaffneter ein Restaurant, in dem sich ranghohe mexikanische Justizvertreter und ein US-Bürgermeister befanden, mit zahlreichen Schüssen unter Feuer genommen. Eine aus dem Gebäude tretende Frau wurde getötet.

Der Generalstaatsanwalt von Coahuila, Jesus Torres, und der Bürgermeister der US-Grenzstadt Eagle Pass, Chad Foster, blieben bei dem Angriff am Dienstag unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Torres, dem der Anschlag möglicherweise galt, wurde von der Polizei sofort in Sicherheit gebracht. Foster verließ den Ort nach Angaben der Polizei auf eigene Faust.

In dem Restaurant hatten sich zahlreiche Behördenvertreter befunden, die zusammen mit Foster zuvor an einer Veranstaltung zu Ehren des neu gewählten Bürgermeisters von Piedras Negras, José Manuel Maldonado, teilgenommen hatten.

APD
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
Fakten (25.12.2009, 01:45 Uhr)
Auch wenn man es nicht hoeren will...
...der Drogenkrieg wird durch die USA finanziert und US Waffen gehen an beide Seiten.

Frohe Weihnacht! Auch in der Heiligen Nacht wurden Teile des jemenitischen Volkes wieder reich mit US Bomben beschenkt.
Der uebergeschnappte Friedensfuerst Obama konnte mal wieder die schmutzigen Finger nicht vom Bombenknopf lassen.
ZeRealBigBoss (23.12.2009, 19:15 Uhr)
@chrgue
Wenn Sie, wie ich, mal einige Jahre in Mexico gewohnt haben, wuessten Sie, daß sportartmakler mehr als recht hat. Die ach so deutsche Reaktion ist die Ihre.
Sandygirl (23.12.2009, 16:05 Uhr)
wie im Fussball
Hey,
das ist hier wie im Fussball: Hinterher wissen es immer alle besser.
Tsss!
Sandy
chrgue (23.12.2009, 15:49 Uhr)
Mal wieder typisch deutsch!
@sportartmakler: Am Tode der getöteten Menschen sind also mal wieder die Behörden schuld, selbstverständlich nicht ihre Mörder, denn sportartmakler kennt sich in der mexikanischen Drogenszene offenkundig bestens aus...
silente (23.12.2009, 15:18 Uhr)
...
... so erschütternde Bilder die Mitarbeiter des Stern auch schießen und veröffentlichen, so wenig Ahnung haben Sie von Deutscher Grammatik und Rechtschreibung.
Theoklymenos (23.12.2009, 14:02 Uhr)
Zitat:
"Ein Verbrechen erschüttert Mexiko: Mehrere Angreifer haben im südlichen Staat Tabasco die Mutter, die Tante und zwei Geschwister eines Soldaten, der in der vergangenen Woche bei einem Einsatz zur Festnahme eines Drogenbarons getötet worden war. "

Korrekturlesen war heute mal wieder nicht drin? Dabei fällt sofort auf, dass dem Hauptsatz das Verb fehlt.

@ sportartmakler
Ich stimm dir völlig zu. Es ist bekannt, dass die Drogenbosse in Mexiko nicht gerade zimperlich mit ihren Widersachern umgehen. Anscheinend war da jemand zu unvorsichtig mit den Namen. (Presse ...)
sportartmakler (23.12.2009, 13:30 Uhr)
unverantwortlich
waren hier übereifrige medien an der veröffentlichung des namen beteiligt? steht der name etwa auf dem grabstein? so traurig es ist, solche "helden" müssen anonym beigesetzt werden. es hätte doch jedem polizisten / soldaten klar sein müssen dass die racheaktion bei solchen leuten auf den fuß folgt...
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