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15. August 2011, 17:35 Uhr

Mädchen verbrannten bei lebendigem Leib

Im Fall des mysteriösen Leichenfundes im brandenburgischen Börnicke kommt nur langsam Licht ins Dunkel. Wie die Obduktion jetzt ergab, waren die beiden Mädchen noch am Leben, als das Auto ihres Vaters ausbrannte.

Brandenburg, Auto, ausgebrannt, Kinderleichen

Das ausgebrannte Auto im Waldstück bei Börnicke im Havelland© Nestor Bachmann/DPA

Die beiden in Brandenburg in einem Autowrack entdeckten Mädchen sind bei lebendigem Leib verbrannt. Das ergab die Obduktion der Leichen. Weitere Erkenntnisse würden von noch ausstehenden Untersuchungen zu einer möglichen Vergiftung der Kinder erwartet, teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam am Montag mit. Ob es sich um ein Familiendrama oder einen Unfall handelte, war ebenso wie die Brandursache weiterhin unklar.

Die Leichen der neun und zehn Jahre alten Kinder waren am frühen Freitagmorgen in einem ausgebrannten Auto in einem Waldstück bei Börnicke, einem Stadtteil von Nauen, entdeckt worden. Der schwer verletzte 40-jährige Vater hatte die Polizei dorthin geführt. Nach übereinstimmenden Medienberichten waren die Mädchen angeschnallt.

Ob Unfall oder Verbrechen - vollkommen unklar

Der Vater liegt nach Angaben einer Sprecherin des Unfallkrankenhauses Berlin weiterhin auf der Intensivstation. Er sei am Sonntag operiert worden, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Am Montag habe die Kriminalpolizei den Mann vernommen. Noch in dieser Woche soll eine Hauttransplantation vorgenommen werden. Voraussichtlich wird der Verletzte bis Ende kommender Woche zur Behandlung in der Klinik bleiben.

Eine Durchsuchung der Wohnung des Vaters in dem jütländischen Ort Öster Hurup ergab nach einem Bericht der Zeitung "Nordyske" nichts, was zur Erklärung des mysteriösen Falles beitragen könnte. Am Sonntag gedachten laut Zeitungsbericht mehr als 150 Klassenkameraden, Eltern und Schulpersonal der beiden toten Mädchen.

ins/DPA/AFP
 
 
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