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22. März 2010, 09:35 Uhr

Polizei nimmt Drahtzieher fest

Zwei Wochen nach dem spektakulären Raubüberfall auf ein Poker-Turnier in einem Berliner Luxushotel ist der Polizei ein mutmaßlicher fünfter Beteiligter ins Netz gegangen. Der Mann soll den Fluchtwagen gefahren haben und Kopf der Bande sein.

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Am Steuer dieses Autos soll der fünfte Mann gesessen haben© Timur Emek/DDP

Fahnder haben einen fünften mutmaßlichen Beteiligten am Pokerraub in Berlin verhaftet, er soll der Drahtzieher sein. Die Polizei bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der "Berliner Morgenpost". Zielfahnder ergriffen den 28 Jahre alten Libanesen in der Nacht zum Montag in Berlin, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Er soll das Fluchtauto nach dem Raub im Hyatt-Hotel am Potsdamer Platz am 6. März gefahren haben. Nach dem Mann war mit Haftbefehl gesucht worden. Die Beute in Höhe von fast einer viertel Million Euro ist weiterhin verschwunden. Seit dem Wochenende sitzen bereits alle vier mutmaßlichen Räuber aus dem Hotel in Untersuchungshaft.

Polizei sucht immer noch nach der Beute

Für den mutmaßlichen Drahtzieher war das Spiel am Sonntag gegen 23.15 Uhr zu Ende, wie die Polizei mitteilte. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung hatten Spezialkräfte der Polizei bereits am Nachmittag die Wohnung des Mannes gestürmt, ihn aber nicht angetroffen. Es soll sich um den Onkel eines bereits verhafteten Poker-Räubers handeln.

Die Ermittlungen laufen dennoch weiter. Ob sie sich auch auf weitere Tatbeteiligte erstrecken, blieb zunächst unklar. Auch sucht die Polizei immer noch nach der Beute. Eine Polizeisprecherin wollte aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Einzelheiten nennen.

Drogenhandel, Rotlichtszene, organisierte Kriminalität

Am Samstag waren die zwei letzten der vier Räuber aus dem Hotel festgenommen worden, als sie aus der Türkei und aus dem Libanon zurück kamen. Sie landeten unabhängig voneinander innerhalb weniger Stunden auf dem Flughafen Tegel und stellten sich dort den Fahndern. Der erste der Räuber war gut eine Woche nach dem Überfall festgenommen worden. Er hatte der Polizei Angaben zu seinen Komplizen gemacht. Ein zweiter Tatbeteiligter war wenige Tage später festgenommen worden.

Unklar blieb am Montag, ob hinter dem Raub tatsächlich zwei verfeindete arabische Familien stehen, wie die "Berliner Morgenpost" am Sonntag unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet hatte. Informationen, wonach wesentliche Tipps zur Identität der Poker-Räuber von einer der Familien stammten, wollte die Polizei dem Bericht zufolge nicht bestätigen. Bei den Auseinandersetzungen zwischen den Clans soll es um Drogenhandel, die Rotlichtszene und andere Bereiche der organisierten Kriminalität gehen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
thoelz (23.03.2010, 09:48 Uhr)
Selbstzensur
laut dem u.g. Beitrag von Richlll herrscht also offenbar weitgehende Selbstzensur in den Medien u.a. zum Zweck des "Schutzes" von Migranten.
Armes Deutschland. Wie weit ist es schon gekommen.
vegefranz (22.03.2010, 16:24 Uhr)
@richie: Desinformation durch Verschweigen von Nationalitäten?

das trifft vom Tatbestand schon aus folgendem Grund nicht zu: Araber und Türken sind in Berlin keine Minderheit
RichIII (22.03.2010, 16:09 Uhr)
@ vegefranz
http://www.presserat.info/87.0.html

"Richtlinie 12.1 - Berichterstattung über Straftaten
In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. "
Andrew.MacBoomer (22.03.2010, 14:58 Uhr)
Schlussplädoyer
Ich höre schon das Schlussplädoyer der Rechtsverdreher von diesen Verbrechern in meinen Ohren klingen: ? Sehr geehrte Vorsitzender und Geschworene, auf Grund der zunehmende Fremdenfeindlichkeit die mein Mandant täglich zu spüren bekommt, hilf er stets alte Damen und Herren über die Straße, darüber hinaus beschäftigt mein Mandant sich für den Tierschutz und pflegt kranke Kaninchen gesund, da mein Mandant offensichtlich von Rechtsradikalen unter Drogen gesetzt wurde beging er diese Tat. Ich bitte sie dies zu berücksichtigen und Milde walten zu lassen?
Altermann (22.03.2010, 12:11 Uhr)
Verbrechen lohnt sich !
Verbrechen lohnt sich in Deutschland, da diese vorbestraften "Migranten" für den Überfall wahrscheinlich max. 1-2 Jahre in unseren LUXUS-Gefängnissen bekommen.
Nach 6 bis 12 Monaten kommen sie dann auf Bewährung raus und können mit dem erbeutetem Geld neue Verbrechen finanzieren.
Armes Deutschland.
vegefranz (22.03.2010, 12:08 Uhr)
Desinformation durch Verschweigen von Nationalitäten?

eine Zeitung aus Berlin würde sich nie trauen, die Nationalität anzugeben. Da herrscht beispielsweise bei dem ehemals seriösen TAGERSSPIEGEL eine Mauer des Schweigen.

Aus meiner Sicht ist das gezielte Desinformation

mimmo63 (22.03.2010, 11:56 Uhr)
Gefängnissstrafen
Hallo, mal kurz ins Heimatland zurück reisen - Geld dort deponieren und dann zurück nach Deutschland um dort eine schöne Gefängnissstrafe abzusitzen im gepflegten Gefängniss.
Warum geht Deutschland nicht einen Vertrag ein und liefert die Verbrecher in Zukunft an die Heimatländer aus und bezahlt die fälligen Gefängnisskosten an die jeweiligen Länder. Somit werden die Gefängnisskosten in Deutschland gesenkt und Ausländische Verbrecher überlegen sich früher was sie machen - den sie müssen ja beim scheitern und Verurteilung in ihrem jeweiligen Land die Strafe absitzen - viel Spass dann.
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