Jagd auf Krokodil im Badesee geht weiter

10. Juli 2012, 15:48 Uhr

Die Suche nach dem mysteriösen Tier im Mittleren Klausensee wird nun auch bei Nacht fortgeführt. Die Einsatzkräfte hoffen auf eine Reflektion der Augen durch die Verwendung von Suchscheinwerfern.

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Bisher konnte noch kein Krokodil aufgespürt werden, aber die Suche geht weiter©

Mit Jutesäcken und Schlaufenstangen soll das angebliche Krokodil in einem See im bayerischen Schwandorf nun gefangen werden. Nach erfolglosen Suchaktionen in den vergangenen Tagen rüsteten sich die Helfer am Dienstag für einen Einsatz auf dem Mittleren Klausensee im Schutz der Dunkelheit.

"Die Einsatzkräfte halten in sechs Ruderbooten vom See aus Ausschau nach dem Tier", sagte der Sprecher der Stadt Schwandorf, Lothar Mulzer. Mit Hilfe von Halogenscheinwerfern sollte das südöstliche Ufer des Sees abgesucht werden.

Dort hatte am vergangenen Samstag ein Spaziergänger angeblich das etwa ein Meter lange Tier am Ufer entdeckt und die Polizei alarmiert. Am Montag berichtete dann eine Frau, dass nahe des Ufers ein Tier mit einem langen Schwanz über sie hinweggeschwommen sei. Dabei habe sie sich eine sieben Zentimeter lange Kratzwunde zugezogen. Die Kommune hatte am Wochenende ein Badeverbot für den See ausgesprochen.

Der See ist zu groß, um das gesamte Ufer abzufahren

Bei der nächtlichen Suche setzten die Einsatzkräfte darauf, dass das Tier in der Nähe eines Punktes bleibt, sagte der Stadtsprecher. Der See sei einfach zu groß, um das gesamte Ufer abzufahren. "Wir hoffen auf eine Reflexion der Halogenlampen in den Augen des nachtaktiven Tiers", sagte Mulzer. Um das Tier zu fangen, hätten die Einsatzkräfte Jutesäcke, Boxen und Stangen mit Schlaufen auf den Booten, sagte Polizeisprecher Michael Rebele.

Der stellvertretende Direktor des Tiergartens Nürnberg, Helmut Mägdefrau, hatte die Gefährlichkeit eines Krokodils dieser Größe mit der eines ungezogenen Dackels verglichen. Gleichzeitig kritisierte er den Wirbel, der um das vermeintliche Krokodil gemacht wird. Damit würden unbegründete Ängste geschürt. "Außerdem wird sofort die private Tierhaltung in Verruf gebracht." Ein Polizeisprecher hatte vermutet, dass ein Tierbesitzer die Lust an der Reptilhaltung verloren und das Tier einfach ausgesetzt hatte.

Im Landkreis Schwandorf, im Grünen See von Schwarzenfeld, war vor fast fünf Jahren schon einmal Krokodil-Alarm ausgelöst worden. Damals blieb die Suche erfolglos.

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