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4. April 2010, 14:36 Uhr

Frachter soll stabilisiert werden

Vor der australischen Ostküste ist ein chinesischer Frachter aufgelaufen. Das Schiff, beladen mit fast 1000 Tonnen Öl, droht auseinanderzubrechen - und könnte am Great Barrier Reef eine Ölpest verursachen.

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Der aufgelaufene Frachter "Shen Neng 1": Warum war das Schiff soweit von der Fahrrinne entfernt?© Australian Maritime Safety Authority/AP

Nach dem Schiffsunglück am weltberühmten Korallenriff Great Barrier Reef haben Einsatzkräfte am Montag mit der Bergung des chinesischen Frachters begonnen. Die schwierigen Arbeiten könnten sich über mehrere Wochen hinziehen, sagte die Ministerpräsidentin des australischen Staates Queensland, Anna Bligh. Einsatzkräfte versuchten die 230 Meter lange "Shen Neng 1" zu stabilisieren, die am Sonntag bereits kleine Mengen Öl verloren hatte.

Das Schiff "Shen Neng 1" war am Samstagabend östlich der Ferieninsel Great Keppel Island mit voller Geschwindigkeit auf das Great Barrier Reef aufgelaufen. Die Behörden befürchteten, dass weiteres Öl auslaufen könnte.

Ein Ölteppich könnte innerhalb von zwei Tagen die Strände des Festlands erreichen. Die dortigen Einsatzkräfte wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Am Great Barrier Reef wurden aus der Luft Chemikalien versprüht, um das bereits ausgetretene Öl zu binden. Die 230 Meter lange "Shen Neng 1" hat rund 950 Tonnen Öl und 65.000 Tonnen Kohle an Bord, die nach China gebracht werden sollten.

An Bord sind noch 23 Besatzungsmitglieder

Das Schiff lief wenige Stunden nach dem Start im Hafen von Gladstone im Staat Queensland auf Grund. An Bord befinden sich laut Bligh noch 23 Besatzungsmitglieder. Die Küstenwache stehe zu ihrer Rettung bereit, falls der Frachter auseinanderbrechen sollte. Die Behörden prüften zudem, warum das chinesische Schiff so weit entfernt von der Fahrrinne unterwegs gewesen war.

Das Great Barrier Reef erstreckt sich über 345.000 Quadratkilometer. Es gilt als der größte lebende Organismus der Welt. Das sensible Ökosystem wird bereits durch den Klimawandel und Abwässer der Landwirtschaft bedroht. Es zählt zu den sieben Weltwundern der Natur und wurde 1981 von der Unesco zum Weltnaturerbe erklärt. Jedes Jahr besuchen Millionen Touristen das Riff, das auch bei Tauchern beliebt ist.

AFP
 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
arniston (05.04.2010, 13:30 Uhr)
chinesischer frachter mit sauberer weste.
schon der name ,,chinesischer frachter,,
bedeutet eigentlich untergang.
so wird auch australien von gier betroffen die so bezeichnend für china.
milliarden tonnen kohle werden nach china verschifft um dort die umwelt zu belasten,
alles mit der sauberen weste des great barrier reef, pech gehabt heute mal bekleckert !
OneSizeFitsAll (05.04.2010, 10:09 Uhr)
Treffer versenkt.
Die Australier habe sich auf Jahrzehnte hin mit Ihrer Rohstoffpolitik von China abhängig gemacht. Australien hat -relativ gesehen- nur eine geringe eigene Industrieproduktion. Dafür aber Rohstoffe satt. Der Verkauf der Rohstoffe realisiert den Löwenanteil des australischen BIP. Den Chinesen ist es vollkommen egal, ob sie beim Transport das BR zerstören oder den Kakadu trockenlegen. Ich freue mich alles noch in gutem Zustand gesehen zu haben.
Nemesis666 (05.04.2010, 07:14 Uhr)
Weltnaturerbe???
Hier geht es darum, Menschenleben zu retten! und ein Menschenleben (auch ein kriminelles) zählt mehr als ein sogenanntes Weltnaturerbe!
Wale, Vögel, Haie, Bäume, etc. sind nur 'Störfaktoren' bei der Gewinnmaximierung und Naturschützer sind 'Terroristen'.
/Sarkasmus off/
pops (05.04.2010, 01:59 Uhr)
So gut ausgebildet
kann der Kapitän nicht gewesen sein, @Lazarus, sonst wäre er nicht auf das GB - Reef aufgelaufen. Vielleicht doch Absicht? Na ja - Profit ist mittlerweile sehr offensichtlich alles, auch wohl bei den Chinesen. Die sind wohl sehr lernfähig und kopieren mittlerweile wohl alles...
Gute Nacht Deutschland und Australien: Pops
Lazarus09 (04.04.2010, 23:30 Uhr)
@spamonmass Das war nur die Absichtserklaerung
um die dummen Umweltaktivisten zu beruhigen.

Es geht einzig und allein um Renditen ... ermoeglicht durch Lobbyismus ( Korruption ) der Politik
spamonmass (04.04.2010, 19:12 Uhr)
mhh
wollte man das nicht vor 15 jahren verhindern, in dem wir nur noch zwei-wandige tanker betreiben.

die einwandigen tanker haben ja davor ne menge kaputt gemacht.
chmille (04.04.2010, 18:27 Uhr)
Traurig
Warum?
Lazarus09 (04.04.2010, 15:32 Uhr)
Eigner und Inverstoren wird's egal sein
Die Hauptsache die Rendite stimmt,dewegen kann der Seelenverkäufer nicht billig genug sein .. Ausgeflaggt mit viel Glück ein Kapitän mit solider Ausbildung.

Keine Kontrollen,warum auch man hat die richtigen Leute auf der Gehaltsliste.

Umweltschutz .. Ja bitte ,aber nur zu Kosten des Normalbürgers und solange die Gewinne der Konzerne nicht betroffen sind.

Letztendlich wird die Versicherung zahlen und den Kapitalschaden der Eigner begrenzen wenn nicht gar rentabeler erscheinen lassen als später abzuwracken.

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