Fast 500 Flüge gestrichen

3. März 2006, 19:01 Uhr

Heftige Schneefälle haben den Verkehr , vor allem in Hessen massiv behindert. Die Lufthansa strich alle innerdeutschen Flüge von und nach Frankfurt, auch europäische Verbindungen fielen aus. Auf den Straßen ging fast nichts mehr.

Auf der Autobahn A 5 zwischen Frankfurt und Darmstadt ging zeitweise gar nichts.©

Das Rhein-Main-Gebiet hat am Freitag die heftigsten Schneefälle seit 15 Jahren erlebt - nach Angaben der Wetterdienste fielen innerhalb weniger Stunden bis zu 23 Zentimeter Neuschnee. In der Nacht zum Samstag soll es weiter schneien.

Davon betroffen ist vor allem der Frankfurter Flughafen, auf dem der Verkehr fast zum Erliegen kam. Die Lufthansa strich am Nachmittag sämtliche innerdeutschen Flüge von und nach Frankfurt. Insgesamt mussten fast 500 Starts und Landungen annulliert werden. Tausende Urlauber und Geschäftsreisende konnten ihre Reisen nicht antreten und warteten.

Brummis bleiben an der Tanke

Auf den Autobahnen und Straßen ging ebenfalls fast nichts mehr. Allein im Raum Frankfurt ereigneten sich nach Angaben der Polizei schätzungsweise 300 Unfälle - etwa zehn Mal so viele wie sonst im Tagesdurchschnitt. Auf der B 43 in Richtung Flughafen war die Fahrbahn so vereist, dass Motorradfahrer ihre Maschinen am Straßenrand abstellten und Lastwagen Tankstellen nicht mehr verlassen konnten. Personenwagen kamen allenfalls im Schritttempo voran.

Im benachbarten Rheinland-Pfalz sperrte die Polizei mehrere Autobahnabschnitte ab. Eine Person starb auf der A3 bei Montabaur bei einem Unfall, auch in Fulda, Bad Dürrheim und Schweinfurt kam es zu Todesfällen. Ganz Bayern lag am Freitag unter einer geschlossenen Schneedecke, für die Alpen wurde erhöhte Lawinengefahr gemeldet. Skifahrer sollten unter keinen Umständen die präparierten Pisten verlassen. Auf der Zugspitze liegen derzeit mehr als zweieinhalb Meter Schnee.

"Pünktlichkeit die Ausnahme"

Neben den innerdeutschen Flügen fielen auch viele europäische Verbindungen aus - nicht zuletzt deshalb, weil wegen der Witterungsbedingungen auch im Ausland zum Teil keine Maschinen starten konnten.

Lufthansa ließ zwar Langstreckenmaschinen starten, aber sie hoben mit deutlich weniger Passagieren ab, weil etliche Fluggäste nicht rechtzeitig am Frankfurter Flughafen waren - sie verpassten sogar die verspäteten Abflugtermine. "Pünktliche Flüge sind heute absolute Ausnahme", sagte ein Flughafen-Sprecher. Die Räumdienste kämen kaum mit dem Räumen von Rollfeldern, Start- und Landebahnen hinterher.

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