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Der Missbrauchsprozess in der Türkei gegen Marco W. ist erneut vertagt worden. Nun wehrt sich der Berufsschüler erstmals öffentlich gegen die Vorwürfe. Er sei unschuldig, beteuert der 18-Jährige. In einem Buch will er seine Version der verhängnisvollen Nacht und der Haftzeit darstellen.
2 Jahre, 2 Monate und 20 Tage - so lautet das Urteil im Missbrauchsprozess gegen Marco Weiss. Das Gericht im türkischen Antalya setzte die Strafe zur Bewährung aus. Die Anwälte des deutschen Schülers wollen in Revision gehen und einen Freispruch erkämpfen.
Obwohl ein Gutachten die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nicht bestätigt hat, muss der deutsche Schüler Marco Weiss damit rechnen, in der Türkei wegen sexuellen Missbrauchs und Vergewaltigung verurteilt zu werden. Die Anklage befand den 19-Jährigen im Plädoyer für schuldig. Marcos Verteidiger mag nun keine Prognosen mehr abgeben.
Im ersten großen TV-Interview nach seiner Freilassung hat Marco W. von den kleinen Freuden der Freiheit erzählt: einfach spazieren gehen oder mit der Familie abendessen. Über die Tat, die man ihm vorwirft, wurde freilich nicht gesprochen.
Der aus türkischer Untersuchungshaft entlassene Marco W. hat sein erstes TV-Interview gegeben und sich bei allen bedankt, die ihn unterstützt haben. "Ich bin, glaube ich, immer noch wie vorher, aber habe sehr viele Sachen neu hinzugelernt", sagte er dem Privatsender RTL, der die exklusiven Fernsehrechte an Marcos Geschichte hält.
Die Bundesregierung und das EU-Parlament wollen Marco W. unterstützen. Der wegen Missbrauchs angeklagte Siebzehnjährige sitzt seit sieben Monaten in einem türkischen Gefängnis. Sie bemühe sich um eine Beschleunigung des Verfahrens, so Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Marco W. bleibt weiter in türkischer Haft, der Prozess wurde erneut vertagt, weil die Aussage des 13 - jährigen Opfers nicht verwertbar sei. Türkeiexperten fordern unterdessen die Freilassung Marcos auf Kaution oder die Fortsetzung des Verfahrens in Deutschland.
Marco W. geht es sehr schlecht, sagt der Vater des in der Türkei inhaftierten Schülers. In einer TV-Sendung bittet er das Gericht um Menschlichkeit. Offenbar wird in der Verhandlung am Freitag eine Video-Aussage der 13-jährigen Charlotte, die Marco sexuell missbraucht haben soll, vorgeführt.
Seit April sitzt der deutsche Schüler Marco W. schon in türkischer Haft. Er soll eine 13-Jährige sexuell missbraucht haben. Angeblich geht es ihm sehr schlecht. "Psychisch ist er auf einem Tiefpunkt", sagte sein Anwalt. Der Prozess wird nach Informationen von stern.de mit der Aussage eines britischen Freundes der Schwester des Mädchens fortgesetzt.
Erstmals hat der inhaftierte Marco W. seine Sicht der verhängnisvollen Nacht erzählt. Demnach hat ihn die 13-jährige Charlotte angemacht - und war enttäuscht, dass es nicht zu mehr gekommen ist. Der Schüler berichtet auch von den langen Tagen im Knast und dem schlechten Essen.
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