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25. Februar 2010, 12:10 Uhr

US-Behörde schmeißt alle Lehrer raus

Um das erbärmliche Niveau der Central Falls High School im US-Bundesstaat Rhode Islands zu verbessern, greift die zuständige Schulbehörde zu rabiaten Maßnahmen: Sie tauscht kurzerhand alle Lehrer aus.

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Die Internetseite der Central Falls High School: Sämtliche Lehrer der Schule werden entlassen© www.cfschools.net

Radikalkur gegen unfähige Lehrer: Weil die Pennäler einer High-School in den USA chronisch schlechte Noten nach Hause bringen, feuert die Schulbehörde kurzerhand alle Lehrer. Insgesamt 93 Lehrkräfte der High School in Central Falls im Bundesstaat Rhode Island sollen zum Ende des Schuljahres nach Hause geschickt werden, schreibt die Lokalzeitung "The Providence Journal". Auch der Rektor und seine drei Stellvertreter müssten gehen.

Die Leiterin der Behörde, Fran Gallo, begründete den drastischen Schritt mit dem Unwillen der Lehrer, sich stärker zu engagieren. "Wir haben ein ernstes Problem, 48 Prozent der Schüler schaffen keinen Abschluss." Dies könne nicht länger hingenommen werden. Lediglich sieben Prozent der insgesamt 800 Schüler hätten bei ihrem Abschluss im vergangenen Jahr ausreichende Mathematik-Kenntnisse vorweisen können, heißt es. Nur 55 Prozent beherrschten das Lesen.

US-Medien berichteten, die Schule in der Problemregion sei eine der schlechtesten im ganzen Bundesstaat. 75 Prozent der Schüler in dem Distrikt lebten in Armut, die Muttersprache der meisten Schüler sei nicht Englisch, sondern Spanisch. Um einer Wiederholung vorzubeugen, hat die Behörde gleich festgelegt, dass sich künftige Lehrer fortbilden und zur "professionellen Entwicklung" bereit sein müssten. Allerdings stieß der Beschluss auf erheblichen Protest der Lehrer und deren Gewerkschaftsvertreter. Das Feuern der Lehrer sei "unmoralisch, illegal und ungerecht." Auch viele Schüler nahmen ihre Lehrer öffentlich in Schutz.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 16)
 
kb26919 (26.02.2010, 15:48 Uhr)
Schueler an dieser Schule
sind fast ausschliesslich Latinos aus verschiedenen Latein-Amerikanischen Laendern und haben grosse Sprach-Defizite.Leistungen sind aehnlich wie in D. schlecht da sie dem Unterricht nicht folgen koennen.So was passiert nur wenn sich eine Pararell Gesellschaft bildet und die Einwanderer die Notwendigkeit die Sprache des Landes zu erlernen in das sie einwandern. Da koennen Lehrer nicht viel machen .
chatahootchee (25.02.2010, 16:34 Uhr)
TJA, DIE LEHRER
fuehlen sich jetzt getroffen. Auch wenn der gute alte Gauss missbraucht wird, eine Kurve mit 42% Versagern sieht doch wohl anders aus.
Es geht auch am Kern vorbei: Grund des Rausschmiss' ist doch wohl die Forderung nach mehr Geld, wenn man sich weiterbilden soll. Viele gehen hier in die Weiterbildung - nach Feierabend, d.h. in der Freizeit und fuer 0$.
txuwe (25.02.2010, 16:05 Uhr)
Aktionismus pur
Als Lehrer in USA kenne ich den blinden Aktionismus. Warum schmeisst die Schulbehoerde sich nicht selbst raus und die Eltern gleich mit. Wir streben bei uns 100% Erfolg an und negieren die Gaus'sche Verteilungskurve eben.
endbenutzer (25.02.2010, 16:03 Uhr)
@chatahootchee:
"...Ich glaube, dass wohl erst einmal die Eltern versagt haben..."

Und wer hat das erst möglich gemacht? Richtig! Die Politik, denn diese hat in den letzten 30 Jahren die Zügel zu sehr schleifen gelassen. Was aber auch nicht weiter wundert. Denn wenn unseren "Migranten" etwas nicht passt, wird gleich die Nazi-Keule geschwungen. Das will sich eben kein Politiker antun..
knilch_59 (25.02.2010, 15:58 Uhr)
@endbenutzer:
Ein Lehrer muss die Lehrpläne einhalten. Das heißt nicht, dass er nicht mehr machen darf. Hier wird immer behauptet, die Lehrpläne seien überfüllt, meines Erachtens ist das Gegenteil der Fall: sie sind nicht eng genug gefasst. Dadurch wird der Individualität des Lehrers zu viel Raum gegeben, um den Preis, dass gegenseitige Vertretung nicht möglich ist und, z.B. bei Krankheit, kein Lernfortschritt mehr stattfindet. Es ist an deutschen Schulen Gang und Gäbe, dass sogar die Grundausstattung in Parallelklassen unterschiedlich ist, manchmal gibt es sogar unterschiedliche Lehrbücher, je nach Gusto des Lehrers.
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Liegt es an den Eltern? Kishon hat mal über Israel geschrieben es sei das Land, in dem die Eltern von den Kindern ihre Muttersprache beigebracht bekommen. Und auch unsere Geschichte ist voll von derlei Migrantenschicksalen: wie war das denn mit den Kowalskis und Pilsudkis, die ins Ruhrgebiet zogen? Wie war das mit den Hugenotten in Berlin?
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Ich spreche die Eltern ja nicht von Verantwortung frei, aber es einfach so an sie abzudrücken, wie es heute passiert, ist mir auch zu einseitig. Wir müssen uns damit abfinden, dass es nicht die dortige gebildete Mittel- und Oberschicht ist, die alles hinter sich lässt, um im fremden Land ihr Glück zu suchen. Das sind auch zu Hause die bildungsfernen Schichten. Und vielleicht haben die auch genug damit zu tun, sich erstmal hier zurechtzufinden. Dabei werden sie von Landsleuten unterstützt, nicht von Deutschen. Und nach einiger Zeit hat man sich hier dann "falsch" eingenistet, kommt aber klar. Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, nicht alleine die der Migranten! Dass die Oberschicht abhaut, sobald die Migrantenkinder kommen, ist ja auch eine Tatsache! Migration findet sich dadurch in bestimmten Kreisen wieder, bei denen auch aus einheimischer Seite nicht alles in Ordnung ist. Es gibt die besseren Viertel mit den weniger belasteten Kindergärten und Schulen, und so wird von Anfang an differenziert, oder böse formuliert, durch Ignoranz diskriminiert.
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Was würde denn passieren, wenn die Stadt der Schule im Problembereich einfach so mehr Mittel zuweisen würde als der im guten Viertel? Zuerst muss geprügelt werden, dann gibt es, vielleicht, eine zusätzliche Sozialarbeiterstelle. Clever geht anders, ist aber politisch nicht durchsetzbar. Weil die Wähler ihre Kinder schon gleich in die anderen Schulen gesteckt haben und strikt darauf achten nicht "benachteiligt" zu werden.
chatahootchee (25.02.2010, 15:58 Uhr)
@ENDBENUTZER: POLITIK VERSAGT?
Ich glaube, dass wohl erst einmal die Eltern versagt haben.
endbenutzer (25.02.2010, 15:06 Uhr)
@knilch_59:
"...sondern nur den Landes-Schulgesetzen und den Lehrplänen verpflichtet sind..."

Und da liegt der Hase im Pfeffer. Ein Lehrer kann eben (und darf) nur das unterrichten, was im Lehrplan steht. Man kann nicht alles auf die Lehrer abwälzen. Und was die Sprachkenntnisse betrifft (in den USA ist das Problem spanisch, hier türkisch) liegt es wohl an den Eltern, dies auf die Reihe zu kriegen, oder nicht?
knilch_59 (25.02.2010, 14:34 Uhr)
@bigkahoona, wie von Ihnen gewünscht!
Von wem sollen die Migranten denn das sozialkonforme Verhalten lernen? Wie zeigen wir denen denn, wie wir es gerne hätten?
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Bis zur Rütlischule ist es ein weiter Weg, schon 10 vergeudete Jahre in der kindlichen Entwicklung.
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These: Kein Elternteil will asoziale Kinder großziehen, sondern das geschieht aus Hilflosigkeit und eigener ?falscher? Sozialisation. Aber empfindet man es noch als falsch, wenn man im Wohnblock in der Mehrheit ist, wenn die Umgangssprache beim Spielen nicht mehr Deutsch ist usw?
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Allerspätestens mit der Grundschule müsste ein energisches Umsteuern einsetzen: Mit einer Ganztagsschule die Kinder ?rumdrehen? und die Eltern einbinden. Aber hierzu fehlt die personelle und räumliche Ausstattung. Wenn die Kids (vlt. Sogar gemeinsam mit den Eltern) die Hausaufgaben in der Schule machen könnten, ... Aber das scheitert schon an den Stühlen: kein Erwachsener passt auf die Möblierung einer Grundschule. Wer ist bereit das hierfür erforderliche Geld in die Hand zu nehmen? Zumal ein großer Teil der Eltern ja noch nicht mal wahlberechtigt ist ...
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Wer keine Werte vorgibt, lässt zu, dass sich die Subkultur die Werte selbst schafft. Dann wird man eben ?krassa Checka mit Goldkettchen?. Integration erfordert eben auch auf der anderen Seite jemanden, der die Arme ausbreitet und einen annimmt. Das fehlt uns, schon seit Anbeginn der Gastarbeiterzeit. Die wurden immer ausgegrenzt.
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Man darf auch nicht verkennen, dass die Kirchen einen bedeutenden Beitrag bei der Integration aus der christlichen Welt geleistet haben. Mit den Türken fällt aber auch oft dieser Pfeiler weg. Ich kann gut verstehen, dass ein gläubiger Moslem Probleme damit hat sein Kind in den katholischen Kindergarten zu stecken. Also sind die kommunalen Einrichtungen überproportional wieder mit den Migrantenkindern besetzt, demnach wird auch hier die Integration schwierig.
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Und über all dem steht, dass die Ausländer zwar nur 10% der Bevölkerung, aber 25% der Kinder stellen. Weil sie eben nicht integriert, also latent kinderfeindlich, sind.
chatahootchee (25.02.2010, 14:16 Uhr)
STERN.DE: VERGESSEN ODER NICHT GEWUSST?
ZUR KLARSTELLUNG: Es wurde von den Lehrern gefordert, laenger zu arbeiten und sich weiterzubilden. Es waeren zusaetzliche 45 Minuten am Tag. Stop, sagte da die Lehrergewerkschaft, dann muessen die Lehrer auch mehr Gehalt bekommen. Nein, sagte die Schulbehoerde, wenn man so schlecht ist, sollte man erst mal beweisen, dass man besser werden will. Gewerkschaft, wie so oft, blieb stur UND ERST DANN wurden die Lehrer zum Ende des Schuljahres gefeuert.
Also, 'stern.de', richtig und vollstaendig berichten. Danke.
bigkahoona (25.02.2010, 14:09 Uhr)
Hört sich an wie so mancher Schulbezirk in D-Land...
...in den Ballungsgebieten. Mit dem Unterschied, dass es bei uns halt keine Mexikaner sind, sondern dass der "Migrationshintergrund" anatolischer Natur ist.
In der Rütlischule ist es auch wichtiger, dass man als krassa Checka mit Goldkettchen die Schule verlässt, als mit Schulabschluss und der Fähigkeit Lesen und Schreiben zu können.
Kann man allerdings nicht allein den Kids anlasten. Die Fehler sind eindeutig in der Integrationspolitik zu suchen. Die Weigerung der Eltern zur Integration isoliert zwangsläufig auch die Kinder von der Gesellschaft in der sie in der Konsequenz niemals Fuß fassen werden, außer als billige Hilfsarbeiter in der sie mit zehn Mann um einen Job konkurrieren.
In meinen Augen tun wir uns aber keinen Gefallen wenn wir Integrationsunwillige hier weiter beherbergen. Wenn sie sich so wenig mit unserer Gesellschaft und unseren Werten identifizieren können, dann müssen sie eben wieder in Anatolien ihren Lebensmittelpunkt finden.
So. Und jetzt warte ich darauf, dass die Political-Correctness-Brigade mit ihrem das Multikulti-Verklärungs-Angebiedere das Feuer eröffnet.

PS: Sorry für den Brückenschlag von den USA nach D, aber was soll ich mich über die Zustände in den USA echauffieren, wenn es hier nicht anders ist.
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