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In Erfurt war der Amokläufer selbst im Schützenverein, in Winnenden war der Vater Sportschütze. Über ihn ist Tim K. an die Waffe gekommen, mit der er das Massaker anrichtete. Jetzt wird ein schärferes Waffenrecht diskutiert - zum Leidwesen der Schützenvereine, die Angst um ihr Hobby haben. Ein Vereinsbesuch.
Vor dem Hintergrund des Doppelanschlags in Norwegen hat sich der Deutsche Schützenbund (DSB) deutlich gegen eine Verschärfung des Waffenrechts ausgesprochen.
Viele Niederländer sind erschüttert. Dass ein Amokläufer ein Blutbad anrichtet, hatten sie bislang mit Amerika oder Deutschland verbunden. Doch nun kommt auch in Holland eine Diskussion über Schützenvereine und Waffenscheine in Gang.
Am Sonntag stimmen die Schweizer über eine Initiave für ein Waffenverbot ab. Die Männer, zumal in den ländlichen Regionen, gehen auf die Barrikaden. Denn Waffenbesitz ist für sie ein Kulturgut - willkommen im Texas Europas.
Die Amokläuferin von Lörräch hat ihren Sohn zunächst bewusstlos geschlagen und dann mit einer Plastiktüte erstickt. Das ergab die Obduktion des Fünfjährigen.
Kerzen und Blumen: Die Lörracher trauern um die Opfer des Amoklaufs, die Suche nach dem Motiv geht weiter. Waffenverbote werden solche Taten nicht verhindern, glaubt CDU-Innenpolitiker Bosbach.
Früher war es einfach: Wer einen Puls hatte, musste zum Bund. Das soll sich ändern, Guttenberg will die Wehrpflicht aussetzen. Plausibel ist das: Jogi Löw hat schließlich auch keine 242.000 Ersatzspieler.
Es klingt absurd: Im Klassenzimmer lernen Schüler fürs Leben, und nebenan finden Schießübungen statt. Doch genau das ist auf dem Gelände einer neuen Schule unweit von München geplant. Der Plan entstand wenige Wochen nach dem Amoklauf von Winnenden.
Der Amoklauf von Winnenden im März 2009 ist in trauriger Erinnerung. Hinterbliebene der Opfer engagieren sich seither im Kampf gegen das geltende Waffengesetz, gegen das sie nun in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde eingelegt haben.
Es gebe viel Schlimmes zu teilen, sagte Bundespräsident Horst Köhler während der Gedenkfeier zum Jahrestag des Amoklaufs von Winnenden. Auch den Hass. Der Zugang zu Waffen müsse noch weiter erschwert werden, forderte der Präsident. Nur so seien weitere Amokläufe zu verhindern.
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