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4. Mai 2009, 08:48 Uhr

Mexiko wähnt das Schlimmste vorüber

Aufatmen in Mexiko: Die Regierung des Landes glaubt, dass die Schweinegrippe allmählich abklingt. Mexiko ist am schwersten von der Epidemie betroffen, mehr als 100 Menschen könnten dort an dem Virus gestorben sein. Pessimistischer sieht hingegen das Robert-Koch-Institut die Lage, für eine Entwarnung sei es noch zu früh.

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Die mexikanische Regierung sieht den Höhepunkt der Schweinegrippe überschritten© Guillermo Perea/EPA/DPA

Mexikos Regierung sieht die Schweinegrippe auf dem Rückzug. Die H1N1-Influenza habe zwischen dem 23. und 28. April ihren Höhepunkt erreicht, sagte Gesundheitsminister Jose Angel Cordova am Sonntag. "Vom Verlauf her befindet sich die Epidemie in der abklingenden Phase", fügte er hinzu. Trotzdem könne noch keine Entwarnung gegeben werden.

Mexiko ist bislang am schwersten von der Schweinegrippe betroffen. Der Regierung zufolge könnten bislang etwas mehr als 100 Menschen an ihr gestorben sein. Die WHO hat 19 Todesfälle bestätigt.

Marcelo Ebrard, Bürgermeister von Mexiko-Stadt, äußerte sich zuversichtlich, dass die Einwohner voraussichtlich am Donnerstag wieder zum Alltag übergehen könnten. Dabei müssten sie allerdings noch Vorsichtsmaßnahmen beachten. Mexiko hatte als Konsequenz aus der Schweinegrippe von Freitag an das öffentliche Leben ruhen lassen.

Hoffnungsvoll hatten sich auch die US-Behörden geäußert. Das Virus der neuen Krankheit verhalte sich weltweit bislang eher wie das einer gewöhnlichen Grippe, teilte das US-Zentrum für Seuchenkontrolle mit.

Pessimistischer äußerte sich der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Jörg Hacker. Für eine Entwarnung sei es "sicherlich" noch "zu früh", sagte Hacker am Montagmorgen. Die deutschen Behörden müssten die internationale Lage im Blick behalten, weltweit steige die Zahl der Erkrankungen derzeit noch, "wenn auch nicht explosionsartig", sagte Hacker.

Zwar gebe es in Deutschland bisher "relativ kleine Fallzahlen". Das Virus übertrage sich aber gut von Mensch zu Mensch, außerdem könnten die Influenza-Viren ihr Erbgut verändern. Bislang sei die Schweinegrippe hierzulande "sehr milde" verlaufen, es gelte aber, auf der Hut zu sein.

Die Zahl der bestätigten Schweinegrippe-Fälle in Deutschland hatte sich am Wochenende auf acht erhöht: Am Sonntag bestätigte das RKI zwei Fälle in Brandenburg. Zur besseren Vorbeugung und Bekämpfung der Infektionskrankheit müssen Ärzte hierzulande seit Sonntag neue Verdachts- und Erkrankungsfälle dem Gesundheitsamt melden.

Fragen und Antworten zum Thema Wie schützen Sie sich am besten vor Viren? Wie stärken Sie ihr Immunsystem? Welche Hausmittel gibt es? Mehr zum Thema Grippe finden Sie im stern.de-Ratgeber Grippe und Erkältung Dort beantworten Ihnen Experten auch Ihre Fragen zum aktuellen Ausbruch der Schweinegrippe.

Reuters/DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
Henning100 (04.05.2009, 09:43 Uhr)
Na, also....
Die Quintessenz der Geschichte ist: haben sich die Pharma-Industrie und die Welt-Massen-Medien daran mal wieder eine goldene Nase verdient.
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