. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
28. April 2009, 06:31 Uhr

Schmidt befürchtet weltweite Ausbreitung

Nach Einschätzung von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt besteht das Risiko einer weltweiten Schweinegrippe-Welle. "Ich mache mir Sorgen, hoffe aber, dass meine Sorgen grundlos bleiben", sagte Schmidt laut "Bild"-Zeitung. Die WHO erhöhte wegen der Ausbreitung der Grippe ihre Alarmstufe.

Mexiko, Grippe, Epidemie, Schweinegrippe, Influenza, Pandemie, Schmidt

"Ich mache mir Sorgen": Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt© Gero Breloer/AP

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hält eine weltweite Ausbreitung der in Mexiko aufgetretenen Schweinegrippe für möglich. "Dieses Risiko kann heute niemand genau kalkulieren. Es kann eine weltweite Grippewelle geben", sagte die Ministerin der "Bild"-Zeitung. "Ich mache mir Sorgen, hoffe aber, dass meine Sorgen grundlos bleiben." Die SPD-Politikerin fügte hinzu: "Wir sind gut vorbereitet. Bund und Länder, Ärzte, Krankenhäuser und Rettungsdienste wissen genau, was sie im Ernstfall zu tun haben. Es gibt einen ausgearbeiteten Pandemieplan, der auch funktioniert, wie die Abstimmung der letzten Tage zeigt."

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhöhte wegen des erheblich verschärften Risikos für eine weltweite Ausbreitung der Krankheit ihre Alarmstufe. Ab sofort gelte Alarmstufe 4 statt bisher Stufe 3, teilte die WHO am Montagabend in Genf nach einer Sondersitzung einer Expertengruppe mit. Alarmstufe 4 heißt, dass ein neues Grippevirus von Tieren auch Menschen infizieren kann und von Mensch zu Mensch übertragen wird. Bei der höchsten Stufe 6 wird von einer weltweiten Ausbreitung des Virus, also von einer Pandemie ausgegangen.

Die Verschärfung betrifft das mutierte Schweinegrippevirus vom Typ H1N1. Die Behörden in den einzelnen Ländern sind angewiesen, eng mit der WHO zusammenzuarbeiten, damit die weitere Ausbreitung verhindert wird.

Die WHO empfiehlt derzeit keine Reisebeschränkungen oder gar das Schließen von Grenzen, erklärte die Organisation auf ihrer Website. Wenn möglich sollten aber Reisen in gefährdete Gebiete vermieden werden. Es gehe grundsätzlich keine Gefahr vom Genuss gekochten Schweinefleisches und von Produkten aus Schweinefleisch aus, hieß es weiter.

Die Zahl der Grippetoten in Mexiko ist nach Angaben der Regierung in den vergangenen Tagen langsamer angestiegen. Gesundheitsminister José Ángel Córdova sagte am Montagabend (Ortszeit) vor der Presse in Mexiko-Stadt, am Samstag seien sechs, am Sonntag fünf und am Montag drei mit dem Schweinevirus Infizierte gestorben. Am Morgen hatte er erklärt, das die Zahl der Opfer zunehmen werde. Insgesamt sind in Mexiko bis zum Montag 149 Menschen an Grippe gestorben. Bei wie vielen davon das neue, mutierte Schweinegrippevirus H1N1 nachgewiesen wurde, teilte die Regierung nicht mit.

Mediziner in Spanien und Großbritannien wiesen am Montag das mutierte Virus H1N1 bei insgesamt drei kürzlich zurückgekehrten Mexiko-Reisenden nach. In Deutschland konnte zunächst für alle Verdachtsfälle Entwarnung gegeben werden. Dennoch verschärfte das Auswärtige Amt seine Reiseempfehlungen für Mexiko. "Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Mexiko wird derzeit abgeraten", hieß es auf der Internet-Seite.

Ein erkrankter Spanier war am 22. April mit Fieber und Husten von einer Studienreise aus Mexiko in seine Heimat zurückgekehrt. Der 23-Jährige befinde sich in einem Krankenhaus im Südosten Spaniens unter Quarantäne, ihm gehe es gut, betonten die Gesundheitsbehörden. Zwei britische Patienten waren am Wochenende nach einer Mexiko-Reise mit leichten grippeähnlichen Symptomen in ein Krankenhaus in Airdrie nahe Glasgow in Schottland gekommen. Sie befinden sich nach Auskunft des Gesundheitsministeriums auf einer Isolationsstation und erholen sich gut.

In den USA verdoppelte sich die Zahl der bestätigten Schweinegrippefälle von 20 auf mindestens 40, allein 28 der Patienten waren Schüler an einem New Yorker Privatgymnasium. US-Präsident Barack Obama sprach von einem Grund zur Besorgnis, jedoch keinem Grund zu Alarm. New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg sagte, es handle sich nur um eine leichte Form der Grippe. Alle Patienten seien auf dem Weg der Genesung. Die USA hatten bereits am Sonntag den "Gesundheitsnotstand" ausgerufen. Dabei handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, um zu gewährleisten, dass die nötigen Mittel rasch zur Verfügung stehen, hieß es.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 20)
 
feldsalat (29.04.2009, 10:56 Uhr)
@confused
Auch wenn es irgendwie zynisch klingt, confused, das habe ich aber auch schon gedacht. Man stelle sich vor, es hätte den 30jährigen Krieg, all die anderen Kriege, die Pest, die Spanische Grippe, nicht gegeben. Wie überbevölkert dann heute die Welt wohl schon wäre ...
Für die betroffenen Menschen ist es natürlich tragisch und furchtbar traurig, aber für die Welt als Ganzes waren diese Tode wohl (leider) notwendig, ansonsten wäre es hier längst viel zu voll.
confused (28.04.2009, 23:48 Uhr)
@H.P
Danke, danke für die Aufrüttelnden Worte, eines haben sie allerdings vergessen: Natürliche Auslese, die Natur siebt damit die Erde nicht Morgen schon so überbevölkert ist das sie kolabiert. Alles Normal was da geschieht.
feldsalat (28.04.2009, 10:43 Uhr)
Ja und?
Was ist das für eine dumme Meldung?
NATÜRLICH ist die Ausbreitung einer hochansteckenden Virus-Erkrankung in unseren Zeiten, wo man binnen kurzer Zeit an jeden Ort dieser Welt gelangen kann, MÖGLICH.
Eine solche Äußerung - auch wenn die von unserer Gesundheitsministerin kommt - ist doch keine Meldung wert ... *kopfschüttel*
gesox (28.04.2009, 10:42 Uhr)
Ausbreitung des Schmidt-Virus
Wissenschaftler warnen: bei einer Ausbreitung des Ulla-Schmidt-Virus kann es zu einem Zusammenbruch aller Gesundheitssysteme der Welt kommen.
H.P. (28.04.2009, 10:42 Uhr)
Jetzt machen sie sich alle Sorgen da sie selbst betroffen sein könnten.
Jetzt machen sie sich alle Sorgen da sie selbst betroffen sein könnten.
Das jetzt schon 434 Millionen Menschen von Wasserknappheit bedroht ist nicht so wichtig.
Landflucht, Umweltzerstörung und Klimawandel könnten auch das Hungerproblem verschlimmern. Schon jetzt haben mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit nicht genügend zu essen.
Auch alles sehr schlimm.
Und wenn wir nicht gewillt sind die Natur zu achten, wird sie uns belehren und uns vernichten, auch alles nicht so schlimm.
Panikmache wegen einer Grippe ist wichtiger, weil sie halt alle nun betroffen sind.
Indianer, Maori, Aborigines, Pygmäen und viele andere Naturvölker sorgen sich um die Zukunft der Erde. Sie sind jetzt bereit, das uralte Wissen ihrer Vorfahren weiterzugeben, um die Welt und die Menschheit zu retten:
http://www.lebedeinbestes.de/index.html
aeternitas (28.04.2009, 10:42 Uhr)
Die Schweinegrippe
als sie das erste mal im Radio erwähnt wurde, dachte ich an den Kinofilm "Mission impossible 2".... eine plötzliche Krankheit, der viele Menschen zum Opfer fallen, und ein dazu passendes Medikament, das viele Menschen retten kann... man kann nur hoffen, dass es nicht die Realität ist, die die Hollywoodfilme einholt, und dass die Krankheit auf "normalem" Wege entstanden ist.
arniston (28.04.2009, 10:09 Uhr)
ja,
hoffendlich überträgt sich die schweinegrippe nicht vom bundestag aufs volk..
wir dürfen nicht sterben, wir müssen noch kotzen..
gmathol (28.04.2009, 09:54 Uhr)
Wenn man Frau Schmidt so anschaut...
...hat uns die Schweinegrippe doch schon laengst erfasst oder sogar seit mehreren Jahren ueberrollt.
Wer waehlt so etwas?
Oberamtsrat (28.04.2009, 09:37 Uhr)
Wenn Frau Schmidt das sagt
und was befürchtet, dann brauche ich mir keine Sorgen zu machen. Alles was Frau Schmidt bisher gesagt und getan hat ist nicht eingetroffen. Frau Schmidt, Sie haben uns die Angst genommen.
whismerh2 (28.04.2009, 09:31 Uhr)
Aha die Frau Schlau
meint nun was ganz tolles absondern zu müssen. Erst das Gesundheitssystem aus Profiliersucht an die Wand fahren, und jetzt den Virulogen raushängen lassen.
Die Alte ist defenitv oberpeinlich,
Fau Schmidt übelassen sie die Einschätzung der Situation Leuten die Ahnung haben,
das Volk braucht ihr Wichtigtuer Nachgeplappere nicht, denken Sie lieber mal über den Mist nach den Sie verzapft haben.
Und wenns wirklich hart wird, sind sie doch mit die Erste die sich in Sicherheit bringt und das irgendwo geschützt aussitzt, dann könnten sie ja den Verbliebenen mitteilen wie weise sie damals waren.
MEHR ZUM ARTIKEL
Schweinegrippe-Virus So gefährdet ist Deutschland

Die ersten Verdachtsfälle in Bielefeld haben sich als unbegründet erwiesen - aber Experten zufolge ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis das Schweinegrippe-Virus auch in Deutschland ankommt. Wie gefährlich die Krankheit hierzulande ist, sagt Michael Pfleiderer, Virologe am Paul-Ehrlich-Institut im Gespräch mit stern.de. mehr...

Ausbreitung der Schweinegrippe WHO verschärft Pandemie-Warnung

Die Weltgesundheitsorganisation ist sich sicher: Das Risiko für eine weltweite Ausbreitung der Schweinegrippe hat sich deutlich verschärft. Die UN-Organisation hob ihre Pandemie-Warnung auf Stufe vier an. Unterdessen steigt die Zahl der Infizierten in Mexiko unaufhörlich. mehr...

Tödliche Schweinegrippe Mexiko-Stadt - im Griff der Grippe

Die Angst vor der tödlichen Schweinegrippe beherrscht Mexikos Hauptstadt. Verzweifelt versucht die Regierung, mit Soldaten und Gesichtsmasken die Seuche aufzuhalten - doch schon meldet auch New York erste Krankheitsfälle. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe