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23. November 2008, 09:58 Uhr
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USA und Russland wollen Piraten jagen

Die beiden Großmächte USA und Russland wollen sich des Piratenproblems vor Ostafrikas Küste annehmen. Die Präsidenten der beiden Länder George W. Bush und Dimitri Medwedew kündigten eine gemeinsame Initiative an - die auch eine Verfolgung der Seeräuber an Land vorsehe.

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Piraten in einem Schnellboot vor Somalias Küste© Jason R. Zalasky/US Navy/ddp

Russland und die USA wollen im Kampf gegen die Piraten vor der ostafrikanischen Küste künftig zusammenarbeiten. Wie die russische Nachrichtenagentur Itars-Tass aus Lima berichtete, teilte das der russische Außenminister Sergej Lawrow nach einem Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Dimitri Medwedew und dem scheidenden US-Präsidenten George W. Bush am Rande des Apec-Gipfels in der peruanischen Hauptstadt mit. Er kündigte eine gemeinsame Initiative zur Bekämpfung der zunehmenden Schiffsüberfälle vor der somalischen Küste an. Dabei dürfe sich das Vorgehen jedoch nicht nur auf die See beschränken, sondern müsse auch an Land erfolgen, sagte Lawrow weiter.

Beide Präsidenten hätten dem Thema bei ihrem kurzen Treffen besondere Aufmerksamkeit geschenkt, sagte Lawrow. Die künftige Zusammenarbeit solle sich sowohl auf das praktische Vorgehen gegen die Piraten als auch auf die juristischen Grundlagen dafür erstrecken. Medwedew und Bush seien sich der Bedeutung der russisch- amerikanischen Beziehungen für die Lösung weltweiter Probleme deutlich bewusst. Beide seien zuversichtlich, bestehende Probleme zwischen beiden Ländern bald lösen zu können.

Mit seiner US-Kollegin Condoleezza Rice habe er zuvor bei einem Treffen ebenfalls über das Piraten-Problem am Horn von Afrika gesprochen, so Lawrow weiter. Dabei sei man übereingekommen, dass es nötig sei, verstärkt im vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vorgegebenen Rahmen gegen die Piraten vorzugehen. "Wir sollten alle Anstrengungen unternehmen, dieses Übel nicht nur auf See, sondern auch an der somalischen Küste zu bekämpfen, wo wir gemeinsam mit der rechtmäßigen Regierung des Landes versuchen sollten, die Ordnung wiederherzustellen", so Lawrow.

Griechischer Frachter freigelassen

Gegen Lösegeld haben somalische Piraten einen im September entführten Chemikalien-Frachter freigegeben. Das erklärte am Samstag die in Piräus ansässige Reederei Mare Shipmanagement. Wie viel Lösegeld gezahlt wurde, wollte sie nicht sagen. Wie das griechische Handelsmarineministerium mitteilte, kam auch die 19-köpfige Besatzung unversehrt frei. Die "MV Genius" sei nun auf dem Weg zu den Vereinigten Arabischen Emiraten und inzwischen 800 Kilometer von Somalia entfernt.

Klare Rechtsgrundlage gefordert

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) dringt auf ein europäisches Mandat mit einer klaren Rechtsgrundlage für den Kampf gegen die Piraten vor der Küste Somalias. "Es muss ein robustes Mandat sein, das zur Abschreckung beiträgt und ein wirkungsvolles Handeln ermöglicht", sagte Jung der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ("FAS"). Damit könnte die deutsche Marine auch mit Waffengewalt gegen Piraten vorgehen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte: "Angesichts der immer größeren Dreistigkeit der somalischen Piraten müssen wir dringend handeln. Wir brauchen endlich wieder sichere Seewege am Horn von Afrika."

Die Unionsfraktion im Bundestag fordert klare gesetzliche Regelungen für die Jagd auf Seepiraten am Horn von Afrika. CDU/CSU-Fraktionsvizechef Andreas Schockenhoff sagte der "Bild am Sonntag: "Wir brauchen einen internationalen Gerichtshof für Piraterievergehen. Wir müssen in diesen Fällen die Trennung zwischen militärischen und polizeilichen Aufgaben den wirklichen Bedrohungen anpassen." Dazu müsse schnell ein Gesetz verabschiedet werden. Schnelles Handeln forderte auch CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg. "Gegen Piraten muss man handeln. Wenn Außenminister Steinmeier wieder mal im eigenen Gewässer abgetaucht ist, muss die Union das Ruder umso fester in die Hand nehmen."

KOMMENTARE (10 von 17)
 
Clibanarius (23.11.2008, 23:58 Uhr)
Der Eiertanz des pepeboy...
Erklär doch mal, in welchem Kontext diese allgemein bekannte Tatsache (sicher gibt es in jedem Volk/Land kriminelle Elemente) speziell zur Lage und der Piraterie in Somalia und deiner Aussage um 17:11 Uhr steht.
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Denn erst schreibst du um 17:11 Uhr, "...Wenn ich also morgen meinen Job verliere weil die Produktion in ein Billiglohnland verlegt wird, dann werde ich auch den naechsten UPS-Wagen der um die Ecke kommt ueberfallen und Loesegeld verlangen." -
...dazu hielt ich entgegen, du könntest nicht im entferntesten deine Lage hier nicht mit der Menschen dort vergleichen. Und dann kommst du mit "in jeder Bevölkerung jeden Landes..kriminelle Elemente...blabla.."
Dann auch noch, ich könne ja was Spenden. Was ist das denn für ein dämlicher Spruch? Die Menschen haben mehr zu verlieren als nur Geld: Ihr Leben.
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"...dann habe ich nicht gesagt dass es diese Subventionen gibt, sondern dass es trotz etwaiger Subventionen..."
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Bist du allwissend? Woher willst du wissen, daß diese Menschen trotz "etwaiger Subventionen" und "Hilfsprogramme" (da wagen sich ja kaum noch Hilfsorganisationen rein) weiterhin Piraterie betreiben würden? Bis vor 20 Jahren waren dort keine Fälle von Piraterie, erst nachdem der Staat Somalia praktisch nicht existierte, die Küsten unbewacht, Anarchie und Krieg herrschten, fischten dort Europäer, Amerikaner und Asiaten illegal die Küste leer und entzogen den Leuten ihre einzige Lebensgrundlage. Da fragt man sich doch, wer hier eigentlich der wahre Dieb und Pirat ist.
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"...einen Teil der Bevoelkerung egal sein wird, da sich durch das kapern von Schiffen um einiges mehr geld verdienen laesst."
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Das glaubst wohl nur du. Wahrscheinlich träumst du von Piraten die an Land in Villen leben, Schatztruhen bunkern und in Juwelen schwelgen.... Eins wird wohl dort ähnlich wie hier sein: Reich werden die nur ganz oben und die allerwenigsten.
Mindsplitting (23.11.2008, 23:55 Uhr)
och herm
diese armen Piraten, sie bringen unschuldige familienväter und mütter in gefahr um ihr leben und ihre Familie zu ernähren. Wie pervers ist das denn mit diesem abschaum zu symphatisieren. Diese unmeschen nehmen es in kauf Kinder zu Waisen und FRauen zu Witwen zu verändern, warum? Um ein paar millionen Dollar für neue Waffen und noch mehr Verbrechen und Tode zu erwirtschaften. Diese Menschen haben es selber herausgefordert gejagt und gehasst zu werden. Die sind keinen Deut besser als hier ein Raubmörder, Serienkiller oder Bankräuber. Die gehören gejagt, gefoltert und eingekerkert. Immer wieder diese Gutmenschen, wer Symphatisiert denn mit den Armen Familien die um ihre Angehörigen in schrecken und Terror nur darauf warten das die Polizei vor der tür steht und ihnen sagt das umgerechnet Pro Kopf Ihr Vater odeR Mann für ein paar zig tausend DOllar geköpft worden ist. Oder wer sagt den Hunderttausenden MEnschen das sie Verdursten müssen weil ein paar Irre Millionen Liter Öl vor Ihrer Küste abgelassen haben????
LEute, denkt doch mal nach, verbrechen ist verbrechen. Es gilt verfolgt, verabscheut und verhindert zu werden. Ein Och herm die Armen kleinen Killer gibts nicht.
pepeboy (23.11.2008, 22:43 Uhr)
Augen auf guter Mann...
Wenn sie meinen Kommentar richtig gelesen und auch verstanden haetten, dann habe ich nicht gesagt dass es diese Subventionen gibt, sondern dass es trotz etwaiger Subventionen (keiner haelt auch sie auf fuer die armen Fischer was zu spenden, wenn sie meinen es kommt bei den richtigen an) einen Teil der Bevoelkerung egal sein wird, da sich durch das kapern von Schiffen um einiges mehr geld verdienen laesst.
Subtotal (23.11.2008, 18:35 Uhr)
Experten Gesetze und Geheimdienste
Erstens ist diese Piratenproblem dort vor Ort schon seit Jahren bekannt und die Geheimdienste wissen genau, wer die erpressten Gelder einkassiert. Natuerlich wird nicht viel unternommen, denn erstens werden vom erpressten Geld Waffen und Luxusgueter gekauft (von wo kommen die Anbieter wohl?)und zweitens ist eine Escalation somit von langer Hand vorbereitet und gewollt. Nun kommen die selben Staaten die all dies initiierten daher und monieren Ihr Recht einzugreifen. Damit werden wieder gute Geschaefte gemacht und gemeinsame Interessen getilgt. Es war immer so und wird immer so bleiben. Da sind ne menge private und gut ausgebildete Jungs da draussen , welche den Piraten sicher gehoerig den Arsch versohlen wuerden und auch die Reedereien sind nioht blind und dumm und wuerden gern eher ne private Schutztruppe finanzieren als Millionen an Loesegeld zu bezahlen.Nur haben die Maechte dort vorgesorgt, denn um Piraten zu bekaempfen, brauechte es neben dem geeigneten Personal auch die richtige Bewaffnung und da landen wir bei allem was ueber ne Pistole oder Shotgun hinausgeht easy beim Kriegswaffenkontrollgesetz. Somit waere ein Selbstverteidigung der Reedereien nur mit leichter Bewaffnung legal und dies auch nur ausserhalb der jeweiligen Hoheitsgewaesser entsprechender Laender. Also Leute alte Kamellen, laengst bekannt, alle paar Jahre neu publiziert und gepuscht und schon laeuft die Gelddruckmaschine. Hoert auf euch Illusionen zu machen es wirklich beeinflussen denn ueberhaupt verstehen zu koennen.
Clibanarius (23.11.2008, 18:30 Uhr)
pepeboy
"Ihre meinung muss ja nicht jeder teilen."
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Kann auch über dich gesagt werden. Was nun?
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"dass es in jeder Bevoelkerung jedes Landes der Welt einen Prozentsatz von kriminellen Elementen gibt, die auch trotz der Auswahl von Alternativen...."
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Genauso wie du mit dem UPS-Wagen. Obwohl du, mit dem Glück gesegnet in einem der reichsten und sichersten Länder der Welt zu leben. Jetzt wäre ich auf deine Ausführungen gespannt, was es in Somalia so alles an Subventionen und Hilfsprogramme für Fischer gibt.
pepeboy (23.11.2008, 18:16 Uhr)
@Clibanarius
Ihre meinung muss ja nicht jeder teilen. Meine Sicht der Dinge ist, dass es in jeder Bevoelkerung jedes Landes der Welt einen Prozentsatz von kriminellen Elementen gibt, die auch trotz der Auswahl von Alternativen (z.B. Subventionierung der Fischer durch Hilfsprogramme) den Weg der Kriminalitaet waehlen wuerden. Diesen Leuten kann man nur entgegnen, indem man eben nicht immer nur die klein beigibt.
Clibanarius (23.11.2008, 17:47 Uhr)
pepeboy
Dein Vergleich hat nicht mal Krücken, geschweige den Beine, um zu hinken. Wenn hier dein Arbeitsplatz verlagert wird, wirst du und deine Familie noch lange nicht ums Leben bangen müssen, als wenn du dein einziges Auskommen und Nahrung aus dem Meer ziehst. Dein Vergleich wäre in etwa so wie die Frage, wer mehr Überlebenschancen hat: Einer, der sich den Fuss verstaucht hat oder jemand mit Tuberculose.
pepeboy (23.11.2008, 17:11 Uhr)
Gut und Boese
Ach ja die armen Piraten koennen einem wirklich leid tun. Wenn ich einige hier richtig verstehe, dann ist es gerechtfertigt zu kriminellen Mitteln zu greifen wenn einem die Lebensgrundlage entzogen wird. Wenn ich also morgen meinen Job verliere weil die Produktion in ein Billiglohnland verlegt wird, dann werde ich auch den naechsten UPS-Wagen der um die Ecke kommt ueberfallen und Loesegeld verlangen. Ihr koennt dann alle euere Weihnachtsgeschenke erfstmal abschreiben!
Inteliewengzbestie (23.11.2008, 15:00 Uhr)
Alles inszeniert!
Das ist alles inszeniert und nur eine gigantische Werbekampagne für Fluch der Karibik IV.
KarlVitovec (23.11.2008, 13:46 Uhr)
USA und Russland wollen Piraten jagen:
Die Großeinsätze dieser beiden Staaten würden wesentlich teurer kommen als die geforderten Lösegelder und treffen würde es wieder den Steuerzahler. Es muss doch nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen geschossen werden. Diese Angelegenheit ist eine Sache der Multis und Reederein. Diese sollen die gefahrentrechtigen Transporte mit zusätzlichen und an Waffen ausgebildeten Personal verstärken, die mit tragbaren Abwehrwaffen die Piraten auf Abstand halten und notfalls versenken. Der Kosten aufwand währe von den beiden Möglichkeiten, der weit aus geringere. Es ist eine Sache, Terroristen zu bekämpfen aber eine andere Piraten aufzubringen.
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