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10. April 2008, 14:59 Uhr

Mädchen zu Sex in Tempel gezwungen

Auf dem Gelände der Polygamisten-Sekte in Texas, von dem die Polizei bereits 400 Kinder gerettet hatte, sollen sich schlimme Szenen abgespielt haben. Mädchen sollen dort geschlagen und vergewaltigt worden sein. Mehrere junge Frauen waren schwanger.

Auf dem Sektengelände in San Angelo sollen Mächen vergewaltigt worden sein© Tony Gutierrez/AP

Nach der Durchsuchungsaktion auf einem Sektengelände in Texas kommen die Details über das Schicksal der Kinder langsam ans Licht. Junge Mädchen wurden von der Fundamentalist Church of Jesus Christ of Latter Day Saints (FLDS) mit älteren Männern verheiratet und dann im Tempel zum Sex mit ihnen gezwungen, heißt es in Gerichtsdokumenten.

In dem Tempel auf der Ranch in Eldorado gebe es ein Bett, in dem erwachsene Männer sexuelle Handlungen mit minderjährigen Mädchen vorgenommen hätten, soll ein Informant gesagt haben. Die Ermittler fanden tatsächlich ein Bett in dem Gebäude und darin das Haar einer weiblichen Person. Mehrere junge Mädchen auf dem Gelände waren den Angaben zufolge schwanger. In den Dokumenten wurde eine 16-Jährige wähnt, das vier Kinder hat.

Alle Kinder, insgesamt mehr als 400, wurden von den Behörden in Sicherheit gebracht. Die Beamten versuchen nun, ihre Identitäten und die ihrer Eltern zu ermitteln. Das gestaltet sich aber schwierig, weil einige Kinder die Namen ihrer biologischen Eltern nicht nennen konnten oder wollten und andere gleich mehrere Mütter angaben. Zwölf der Kinder litten an Windpocken.

Ausgelöst wurden die Ermittlungen von einer 16-Jährigen, die bei einer Hilfsorganisation angerufen und gesagt hatte, sie sei auf dem Anwesen missbraucht worden. Sie erklärte, ihr 50-jähriger Ehemann habe sie geschlagen und vergewaltigt. Ihr Name und ihr Aufenthaltsort sind nicht bekannt. Gegen ihren mutmaßlichen Ehemann, einen verurteilten Sexualstraftäter, wurde Haftbefehl erlassen.

Einer der neun Anwälte der Sekte verurteilte die Durchsuchung des Tempels. Diese entspreche einer Durchsuchung des Vatikans oder anderer heiliger Stätten. Die zuständige Staatsanwältin erklärte dagegen, es gehe um Beweise für kriminelle Handlungen und nicht um die Beleidigung einer Religion.

AP
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Reality (13.04.2008, 12:53 Uhr)
Ja, ja unsere Freunde die Amerikaner...
sie zeigen uns was sie mit Moral am Hut haben.
Anderen Ländern die Freiheit bringen wollen und im eigenen Lande Zustände am Leben erhalten die im Mittelalter verhaftet sind.
.
Bush hätte eigentlich alle Hände voll zu tun um im eigenen Land für zivilisierte Zustände zu sorgen, vor er seine Kreuzzüge weiterführt.
Man kann sich sehr gut vorstellen, welche Art von Freiheit in die Länder bringt, die er in Angriffskriegen erobert.
heiner5362 (12.04.2008, 17:06 Uhr)
pharisäer
schwingen die grosse moralkeule und vergammeln innerlich.
das fängt an bei wein saufen wasser predigen und endet in eben solchen zuständen.
grade die als "prüde"(nach aussen) verschrieenen amis sind das beste beispiel.
weltweit grösste geduldete pornoindustrie, gekoppelt mit drogenmissbrauch und zuhälterei.
den cowboys juckt eben der"cock",
und eine "bitch" die ihn nicht in den mund nimmt ist raus.
oh heiliges gelobtes land.
selbst staatsführer genieren sich nicht um einen "blow job" im oval office.
was für eine verkackte nation.
wer sich dem anbiedert, und dabei das wort moral in den mund nimmt in jeglicher form ist für mich genauso ein verhinderter triebtäter.
die gehören zurüchgeschossen in zeiten vor der bostoner teaparty und das commonwealth sollte wieder die kontrolle übernehmen.
die haben wenigstens noch stil, ferner sind sie für ihre deportierten
schwerverbrecher historisch gesehen verantwortlich.
also prinz charles, gehen wir es an :)
gmathol (11.04.2008, 10:20 Uhr)
Es gibt eine hohe Dunkelziffer!
Die Anzahl Lager der Polygamisten wie man sie nennt ist weitaus hoeher als die Behoerden in den USA wahrhaben oder bekanntgeben wollen.
Was hier passiert ist nicht nur Vergewaltigung sondern auch teilweise eine der schaebigsten Ausbeutungsformen die es gibt.
Die Latter Day Saint Kirche die vorgibt nicht von solchen Aktivitaeten zu wissen betreibt in Utah und Arizona aehnliche Laeger.
Das man bei uns mormonische Missionare auch noch frei herumlaufen laesst kann nicht mehr geduldet werden. Wer weiss ob solche "Missionare" nicht selber in uebliche Aktivitaeten zu Hause verstrickt waren und wir Europaeer sollten Kinderschaender nicht mehr frei herumlaufen lassen.
Wusste man in Deutschland das die USA die Rassentrennung erst 1967 offiziell abgeschafft hat? Wieso glaubt eine Minderheit von uneingeschraenkten US Liebhabern das es sich bei den USA um ein demokratisch gefuehrtes Land handelt.
Albatros111 (10.04.2008, 18:01 Uhr)
Pseudoreligiöse Tyrannen
George W. Bush braucht eigentlich gar nicht in Afghanistan einzumarschieren, um gegen durchgeknallte pseudoreligiöse Tyrannen vorzugehen. Anscheinend hat er da noch in seinem eigenen Land genug zu tun. Man fragt sich, wie das passieren kann, dass eine 16-Jährige erst vier Kinder bekommen muss, bevor auf endlich mal die Polizei tätig wird.
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