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"Ich habe nicht gewusst, dass der Mann so alt war. Ich habe ihn kaum gesehen. Ich war so dicht". Zum Prozessauftakt gegen die U-Bahn-Schläger von München haben die beiden Angeklagten, Serkan A. und Spyridon L., ausgesagt. Sie scheinen ihre Tat zu bereuen, präsentieren aber immer wieder die eine Ausrede.
Diese Tat schockte Deutschland: Zwei Männer prügelten im Dezember 2007 einen Pensionär in einem Münchner U-Bahnhof halbtot. Eine Überwachungskamera filmte den brutalen Überfall. Nun stehen die mutmaßlichen Täter vor Gericht und müssen einen Konflikt untereinander ausfechten.
Er berichtet, wie er hilflos am Boden lag, wie er gar nicht gemerkt hat, wie viele Schläge er einstecken musste: Bruno Hubert N., das Opfer der Münchner U-Bahn-Schläger, hat im Prozess nun seine Version des brutalen Überfalls dargelegt - mit bewegenden und teils amüsanten Worten.
Die beiden U-Bahn-Prügler von München müssen für zwölf beziehungsweise achteinhalb Jahre ins Gefängnis. Ein hartes, aber gerechtes Urteil. Serkan A. und Spyridon L. ließen dem Richter keine andere Wahl. Aber damit ist der Fall gesellschaftspolitisch noch lange nicht abgeschlossen.
Im Prozess um die U-Bahn-Schläger von München hat ein Zeuge einen der beiden Angeklagten schwer belastet. Serkan A. soll bei einem Handy-Telefonat mit einem Freund gesagt haben: "Willst du zuhören, wie ich einen Deutschen umbringe?" Dann soll er auf den Zeugen losgegangen sein.
Jähzornig, aggressiv, veränderungsresistent: Im Prozess gegen die beiden Münchner U-Bahn-Schläger hat ein Psychologe sein Gutachten über die beiden mutmaßlichen Täter vorgelegt - mit erschütternden Ergebnissen. Serkan A.s IQ sei zudem niedrig - äußerst niedrig.
Die Münchner U-Bahn-Schläger sind zu zwölf und achteinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die beiden Angeklagten hätten den Überfall auf den Rentner "gezielt und kaltblütig ausgeführt", sagte der Vorsitzende Richter. Bayern will die Täter abschieben.
Einen Tag vor der Urteilsverkündung steht für die U-Bahn-Schläger von München eines schon fest: Sie werden nach Verbüßung ihrer Strafe nicht in Deutschland weiterleben. Der bayrische Innenminister Joachim Herrmann will beide ausweisen.
Schwieriger Verhandlungstag: Im Prozess gegen die beiden mutmaßlichen U-Bahn-Schläger von München hat die Mutter des jüngeren Angeklagten ausgesagt. Sie beschuldigt das Jugendamt, der Familie nicht geholfen zu haben. Überhaupt sei alles erst schlimm geworden, als die Familie nach Deutschland gezogen sei.
Er schlug sein Opfer krankenhausreif, trat immer wieder auf den am Boden liegenden Rentner ein. Nun hat Serkan A. aus der U-Haft einen Brief geschrieben, in dem er sich bei seinem Opfer entschuldigt. Der Rentner will davon aber nichts wissen.
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