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Britisches Paar aus Dubai ausgewiesen

Sie sind das Skandalpaar im Emirat Dubai: Weil sie angeblich Sex am Strand hatten, drohte zwei Briten gar eine Gefängnisstrafe. Dazu kommt es nun nicht. Allerdings verfügte ein Gericht stattdessen die Ausweisung des Paares.

Einem britischen Paar, das nach einem heißen Schäferstündchen an einem Strand des Emirats Dubai verurteilt worden war, bleibt das Gefängnis erspart. Ein Berufungsgericht in der boomenden Wüstenstadt setzte am Dienstag die ursprünglich verhängte dreimonatige Haftstrafe gegen Michelle P. und Vince A. aus. Das Gericht ordnete die baldige Ausweisung der beiden an.

Wegen Alkoholkonsums in der Öffentlichkeit müssen die 36-jährige P. und ihr 34-jähriger Freund zudem umgerechnet je 210 Euro bezahlen. Beiden wurde vorgeworfen, im Juli nach einer Champagnerparty in einem Luxushotel am Strand sexuelle Handlungen vorgenommen zu haben - ein Unding in dem islamischen Staat.

Einspruch gegen die Ausweisung

Im Oktober wurde das Paar in niederer Instanz verurteilt. Beide wiesen die Vorwürfe zurück und erklärten, sie hätten sich nur "geküsst und umarmt". Nach Angaben des Verteidigers musste Michelle P. sich nach ihrer vorübergehenden Festnahme sogar einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. Diese ergab demnach, dass sie kürzlich keinen Geschlechtsverkehr hatte. Infolge des Skandals verlor die Frau ihren Job in Dubai.

Der Verteidiger kündigte Einspruch gegen die Ausweisung an, damit das Paar auch künftig nach Dubai zurückkehren könne. Der Fall sorgte in dem Emirat für einige öffentliche Aufregung. Der Lebensstil der dort lebenden westlichen Ausländer wird seitdem noch kritischer beobachtet.

AFP/DPA/DPA

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