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5. September 2008, 18:36 Uhr
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Bahn streicht ICE-Verbindungen

Die Deutsche Bahn hat nach der Beinahe-Katastrophe von Köln offenbar Probleme, die Auflagen des Eisenbahnbundesamtes zu erfüllen. Wegen der angeordneten kürzeren Prüfintervalle für bestimmte ICE-Züge kündigte das Unternehmen an, mehrere Verbindungen zu streichen.

Reisende können nach Angaben der Bahn auf andere Züge ausweichen© Roberto Pfeil/AP

Wegen der vom Eisenbahnbundesamt angeordneten kürzeren Prüfintervalle für bestimmte ICE-Züge nimmt die Deutsche Bahn mehrere Verbindungen vom Fahrplan. Aufgrund der schwierigen Situation bei der ICE-3-Flotte entfalle vom 12. Oktober an der Zug, der morgens um 6.58 Uhr in Köln abfährt und in Mainz um 8.30 Uhr ankommt, teilte ein Bahnsprecher in Berlin mit. Abends werde die Verbindung um 18.49 Uhr von Wiesbaden nach Dortmund (Ankunft 21.30 Uhr) gestrichen.

Nach Angaben der Bahn soll zudem eine sonntägliche Verbindung von Köln (17.07 Uhr) nach Wiesbaden (Ankunft 18.11 Uhr) wegfallen. Bei anderen ICE-Verbindungen in Deutschland würden die Züge verkürzt.

Immer wieder Züge ausgefallen

Die Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ ICE 3 mit bestimmten Radsatzwellen müssen nach einer Anordnung des Eisenbahnbundesamtes häufiger auf den Prüfstand als bisher. Hintergrund ist die Sicherheitsdiskussion nach der Entgleisung eines ICE 3 mit einem Achsenbruch am 9. Juli in Köln. Verletzt wurde damals niemand. Wegen der Anordnung hätten bereits in den vergangenen Wochen immer wieder einzelne Züge ausfallen müssen, sagte der Bahn-Sprecher. "Wir haben alles ins Rennen geworfen."

Wie lange die Verbindungen vom Fahrplan genommen werden müssten, ist dem Sprecher zufolge bislang nicht absehbar. Die Kunden könnten aber auf andere Züge ausweichen.

DPA
KOMMENTARE (3 von 3)
 
DasBertl (06.09.2008, 09:47 Uhr)
Sagte der Arzt: Das kann ja Eiter werden...
Und Mehdorn fährt fröhlich winkend mit der Schaffnerkelle die Züge an die Wand und die Preise auf die Zugspitze. Frei nach dem Managermotto: Weniger Leistung, höherer Preis.
Und da wundert man sich das die Züge aus dem Verkehr gezogen werden? Klar, wird kaum noch gewartet (ausser der Kunde am Bahnsteig)um noch mehr Geldwert für die "Heuschrecken" rauszuholen um dann zum Schluss ein noch einigermaßen funktionierendes Bahnsystem dem Kapital zu Opfern....
knilch_59 (06.09.2008, 00:34 Uhr)
Nach Abschluss der Privatisierung...
... wird sich unser Land gewandelt haben. Die Bedeutung des Autos hat weiter zugenommen, weil die Bahn nur noch Dienste zwischen den großen Zentren – dort mit guter Qualität und pünktlich – oder auf den regionalen Verkehrsverbünden – ebenfalls mit guter Qualität und pünktlich – anbietet. Aber wer z.B. nicht mit dem Auto von Paderborn nach Erfurt fahren möchte, wird von der Bahn nichts erwarten dürfen: Das werden in Zukunft Busse machen (müssen) – die sind einfach billiger, und die Ökologie geht wieder ein Stück zum Teufel.
gmathol (06.09.2008, 00:20 Uhr)
Nach Abschluss der Privatisierung...
...und der dramatischen Aufsplitterung der Verantwortlichkeiten - aehnlich dem englischen Modell - werden die deutschen Kunden ueberhaupt froh sein wenn irgendein Zug noch puenktlich seinen Dienst versieht.
Frei nach dem alten Lied: "Ein Zug (Schiff) wird kommen...".
Dank an die neue SED=(CDUCSUSPDGruene).
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