. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
26. März 2009, 18:27 Uhr

Piraten kapern europäische Frachter

Sie heißen "Nipayia" und "Bow Asir" und näherten sich zuletzt zu sehr der Küste Somalias: Piraten, die in der Region seit Monaten ihr Unwesen treiben, haben die beiden für europäische Reedereien fahrenden Tanker in ihre Gewalt gebracht. An Bord der Schiffe sind mindestens 46 Seeleute.

Piraten, Somalia, Somalias Küste, Tanker gekapert, Küste

Neuste Beute somalischer Piraten: die "Bow Asir", die unter der Flagge der Bahamas' fährt© Fred Vloo/Shipspotting.com/AFP

Piraten haben vor der Küste Somalias wieder zwei Schiffe gekapert. Die beiden Chemietanker im Besitz europäischer Reedereien seien rund 700 Kilometer vor der Küste angegriffen worden, sagte ein Sprecher des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) am Donnerstag in London. Ob die Chemietanker beladen sind, ist noch unklar. Derzeit würden die Besitzer kontaktiert, sagte Mody.

Eines der Schiffe, der in Panama registrierte griechische Tanker "Nipayia", ist nach Angaben des IMB-Sprechers bereits am Mittwochnachmittag in die Fänge der Seeräuber geraten. An Bord befinden sich 19 Besatzungsmitglieder, darunter fünf Polen. Nur Stunden zuvor hatten Piraten einen anderen Frachter von zwei Seiten unter Beschuss genommen, scheiterten aber mit dem Angriff.

Am Donnerstag brachten die Piraten im Golf von Aden den unter der Flagge der Bahamas fahrenden norwegischen Frachter "Bow Asir" in ihre Gewalt. Das Schiff mit 27 Mann an Bord war auf dem Weg nach Saudi-Arabien. Beide Schiffe sollen nach ersten Erkenntnissen nah an der Küste gefahren sein. Empfohlen ist ein Abstand von 1000 Kilometern.

Somalia ohne eigene Küstenwache

Das von jahrelangem Bürgerkrieg zerrüttete Somalia ist seit 1991 ohne Zentralregierung und hat auch keine Küstenwache. Auch die internationalen Bemühungen, mit Kriegsschiffen der Piraterie am Horn von Afrika Einhalt zu gebieten, waren bisher nur beschränkt erfolgreich. Seit Februar gibt es einen Transitkorridor für Frachter. Diesen Bereich soll ein Marineverband schützen. Daran beteiligen sich Deutschland, Großbritannien, Frankreich, der Iran und die USA.

Seit Jahresbeginn wurden laut IMB vor der somalischen Küste mindestens fünf Schiffe von Piraten gekapert - trotz der jüngsten internationalen Anstrengungen im Kampf gegen die ausufernde Seeräuberei. Allein in den vergangenen sieben Tagen haben Piraten acht Schiffe angegriffen, zwei davon konnten sie kapern.

Lösegeld für deutschen Frachter steht aus

Erst Ende Januar brachten Piraten den deutschen Frachter "Longchamp" im Golf von Aden in ihre Gewalt, obwohl er wie üblich in einem Konvoi fuhr und die indische Marine noch einzugreifen versuchte. Die Piraten verlangen ein Lösegeld von sechs Millionen Dollar (4,4 Mio Euro). Der 3500-Tonnen-Tanker hat Flüssiggas geladen.

Der wohl spektakulärste Piratenüberfall war die Kaperung des saudischen Supertankers "Sirius Star" im vergangenen November. Für das mit Rohöl im Wert von mehr als 100 Millionen Dollar beladene Schiff hatten die Seeräuber zunächst zehn Millionen Dollar verlangt, im Januar gaben sie das Schiff gegen ein Lösegeld von rund 2,5 Millionen Euro frei.

DPA
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
Vincent_Vega (27.03.2009, 09:46 Uhr)
@reality und guzziman
@reality: nennt sich reality und meint, man könnte eine 2€-Münze aus dem All erkennen? Vielleicht aber auch nur wenn man weiß, wo man danach suchen muss udn wenn die Münze nicht so gemein ist und sich nicht bewegt.
Weiter: die bedürftigen Somalis sind nur deswegen so bedürftig, weil sie sich seit gut zwanzig Jahren bekriegen; Warlords schaffen es aber immer an Geld für Waffen ranzukommen, auch um Boote mit MGs und RPGs zu bewaffnen, während die Boote klein genug sind, um dem Bordradar eines vielleicht gerade mal zufällig in 100 sm vorbeikreuzenden Zerstörers zu entgehen. Wenn Du es immer noch nicht glaubst, dann mach doch mal einen Segeltörn vor die Küste Somalias; mal sehen, wie lange es dauert, bis man Dein weinendes GEsicht im Fernsehen sieht, damit die Regierung für Dich Lösegeld zahlt.
@guzziman: "Deutsch" schreibt man mit "D" oder auch mit "d"; es sei denn mit der "t"-Schreibweise sei eine gewisse Aussage verbunden. Dabei kreuzen die Deutschen nicht alleine da unten und das Meer vor dem Horn von Afrika ist nicht gerade der Wannsee in Berlin. Somalis Küste ist 2.720 km lang und dort ist keine funktionierende Zentralmacht mehr vorhanden.
Reality (26.03.2009, 21:02 Uhr)
Schon wieder so eine Räuberpistole...
Schon wieder so ein Schwachsinn für die Bevölkerung.
Wieder mal eine Verdummung gleichzustellen mit den Bin Laden Verdummung.
Ganze Flottenverbände kreuzen dort und uns macht man vor, dass ganze Tanker geentert werden von dürftig bewaffneten Leuten auf etwas mehr als wackeligen Schlauchbooten.
Wie weit muß ein Hirn verseucht sein um so einen Mist zu glauben.
Wenn dies Realität wäre, dann könnte diese Kriegsmarine dort vor Ort in einem Ernstfall wirklich gleich kapitulieren.
Man kann heute vom Weltraum aus ein zwei Eurostück erkennen.
Und die wollen uns allen Ernstes verkaufen, dass ganze Frachter verschwinden können um dann nach Lösegeldzahlung wieder völlig unversehrt aufgefunden zu werden.
Ich würde gerne mal wissen in welchen Windungen, welcher verdorbenen Gehirnen dieser Schwachsinn entstanden ist.
Man sollte die Verdummung der Leute einfach nicht übertreiben.
Das kann doch wirklich niemand mehr für voll nehmen.
Ich weigere mich einfach zu glauben, dass es Menschen gibt, die so etwas nur auch annähernd für eine Tatsache halten.
Man könnte meinen diese Nachrichten sind aus der geschlossenen Anstalt ungewollt nach aussen gelangt.
Chipmank (26.03.2009, 20:09 Uhr)
Kommt auch drauf an,
was die Schiffe geladen oder laden wollten. Und an wen das gehen sollte...
Die Wahrheit wird man sowieso nicht erfahren...
MEHR ZUM ARTIKEL
Golf von Aden Deutschland überstellt Piraten an Kenia

Die Bundesmarine hat die im Golf von Aden festgenommenen Piraten an die kenianischen Behörden übergeben. Die neun Seeräuber sollen für ihren Angriff auf einen deutschen Frachter in der Hafenstadt Mombasa vor Gericht gestellt werden. Menschenrechtsorganisationen sehen das kritisch. mehr...

Seeräuber vor Afrika Kampf gegen die Hightech-Piraten

Vor der Küste Somalias terrorisieren Seeräuber die Handelsschifffahrt. Sie agieren zunehmend professioneller und skrupelloser. So haben sich Piraten jüngst in einen Server des Maritimen Sicherheitscenters der EU gehackt und versucht, ahnungslose Schiffe auf falsche Routen zu locken. mehr...

Moderne Abenteurer Filme, die beweisen, dass auch heute noch Abenteuer möglich sind

Kinogänger verbinden mit dem Terminus 'Abenteuer' oft eine romantische Sicht auf die Vergangenheit: Eine Welt voller Piraten, Ritter und Sandalenhelden. Doch auch heute, also im 20. und 21. Jahrhundert, sind Abenteuer noch möglich, wie die folgenden Filme beweisen. Dabei sind kritische Untertöne nicht selten... mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe