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14. April 2009, 11:22 Uhr

Piraten schlagen erneut zu

Mit einem weiteren Überfall vor der Küste Somalias haben Seeräuber einen griechischen Frachter in ihre Gewalt gebracht. Die "MV Irene" war im Golf von Aden unterwegs und hat 22 Matrosen an Bord. Ersten Informationen zufolge ist die Besatzung unverletzt.

Somalia, Piraten, Seeräuber, Irene, MV Irene

Die Piraten vor der Küste Somalias nähern sich oft in kleinen, wendigen Booten mit starken Motoren© DDP

Nur wenige Tage nach zwei Befreiungsaktionen gegen somalische Piraten haben Seeräuber vor der Küste Somalias erneut zugeschlagen. Die Piraten überfielen in der Nacht zum Dienstag das Frachtschiff "MV Irene" im Golf von Aden. Das 35.000-Tonnen-Schiff ist für eine griechische Reederei unterwegs. Wie das Internationale Maritime Büro in London am Dienstag mitteilte, fährt es unter der Flagge des karibischen Inselstaats St. Vincent. Die 22 Mann starke Besatzung ist unverletzt, berichtet die EU-Operation für Maritime Sicherheit in Northwood.

Erst am Sonntag hatten US-Elitesoldaten den amerikanischen Schiffskapitän Richard Phillips aus der Hand von Piraten befreit und dabei drei der vier Seeräuber getötet. Am Karfreitag waren zwei Piraten und der französische Bootseigner bei der Befreiung einer Jacht ums Leben gekommen. Derzeit halten somalische Piraten mehr als ein Dutzend Schiffe in ihrer Gewalt, darunter auch die "Hansa Stavanger" mit fünf Deutschen an Bord.

DPA/AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
unglaeubiger (14.04.2009, 16:29 Uhr)
das war erst de anfang
5 tote piraten in 3 tagen.
usa und frankreich bereiten mit der geiselbefreiung einen landangiff vor.
in den nächsten tagen werden die ereignisse sich wohl überschlagen.
cybertanne (14.04.2009, 16:26 Uhr)
Riesiges Gebiet
Sicherlich handelt es sich um ein riesiges Seeegebiet - trotzdem stelle ich mir manchmal die Frage, was das ganze Militär dort unten eigentlich macht? Es gibt doch feste Routen, auf denen die Schiffe fahren - oder nicht? Es muß doch möglich sein, einen sicheren bewachten Korridor einzurichten oder stelle ich mir das zu einfach vor?
Angel_of_Mercy (14.04.2009, 16:20 Uhr)
Na dann....
Da hatte ich mich noch nicht informiert, aber wenn das Mandat besteht, stehen keine völkerrechtlichen Bedenken für Einsätze im Weg.
Ich bin aber nach wie vor der Meinung, dass das Problem von mehreren Seiten angegangen werden muss. Militäreinsätze allein reichen langfristig nicht aus.
Lain (14.04.2009, 16:15 Uhr)
Ban Ki Moon hat keine Ahnung...
Die Lage in Somalia ist natürlich schlimm, aber nicht der Grund für die steigende Zahl von Seeräubern. Der echte Grund ist ja wohl das Internationale Fangflotten die Meere vor Somalia leer fischen und dort illegal müll entsorgt wird der die fischbestände noch weiter eindämmt. das interessiert natürlich keinen, hauptsache der fisch kostet 1,30 das kilo statt 1,40 aber sobald mal ein tanker dran glauben muss weil die menschen dort keinen anderen ausweg vor dem verhungern haben ist das geschrei auf einmal groß.....
unglaeubiger (14.04.2009, 15:57 Uhr)
zustimmung der somalis
Somalias Außenminister Ali Ahmed Jama sagte, der neue Beschluss sei eine Ermutigung für die somalische Übergangsregierung. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnete die Piraterie als "ein Symptom der Anarchie, die in diesem Land seit mehr als 17 Jahren besteht". Die schlechte Sicherheitslage in Somalia bedrohe auch die regionale Stabilität und den weltweiten Frieden.
unglaeubiger (14.04.2009, 15:51 Uhr)
die UN freigabe gibt es schon seit januar
UN-Sicherheitsrat erweitert Mandat
Einstimmig wurde in New York ein Resolutionsentwurf verabschiedet, der internationale Einsätze mit Genehmigung der somalischen Regierung nicht nur in den somalischen Hoheitsgewässern, sondern auch an Land erlaubt. Befristet sind die Einsätze auf ein Jahr.
042020 (14.04.2009, 15:39 Uhr)
Freunde
meist wird von vielen das Marine/Marines
falsch verstanden.
Marine auf Deutsch ist =Navy fur uns.
Marines are der US Marine Corps.
genaue beschreibung:
United States Marine Corps/Department of the Navy.
die befeier des Kapitains waren
US Navy Seals.was wir beim Marine Corps haben sind die "Recons"
so etwas wie die Seals.
glaube in Deutschland bis 1918 waren das die Seasoldaten. wenigstens in der geschichte wird beschrieben das
ein Seasoldaten Battalion die ersten waren (auf Deutscher seite) die in 1900 beim Boxer aufstand in China teilgenommen haben.
Capt.USMC/Ret
chatahootchee (14.04.2009, 15:24 Uhr)
UN und ENTSCHEIDUNGEN?
Arme Teufel, die sich daruf verlassen - denn dann sind sie verlassen. UN ist doch eine Buerokratie des Versagens.
Angel_of_Mercy (14.04.2009, 15:21 Uhr)
Kein "Tortuga"
an Somalias Küsten. Da liegen eine Menge Dörfer, ja, aber es gibt keinen festen Stützpunkt. Die Piraten sind flexibel. Die Boote werden auf LKW's geladen und an einen anderen Küstenabschnitt geschafft.
Somalia ist 1989 dem Seerechtsabkommen von 1982 beigetreten. Das bedeutet 12 Seemeilen Hoheitsgewässer vor der Küste.
Außerdem ist Somalia trotz allem Chaos ein souveräner Staat. Es müsste dem Land ein Ultimatum gestellt werden sich selbst darum zu kümmern oder durch UN Truppen kümmern zu lassen.
Es sei denn, wir legen in Somalia andere Maßstäbe an, als in Afghanistan oder dem Irak.
Noch etwas kommt erschwerend hinzu. Aus finanziellen Gründen fahren die meisten Schiffe unter Flaggen von Entwicklungsländern. So weit ich weiß, müssten diese Länder bei der UNO einen Einsatz beantragen.
chatahootchee (14.04.2009, 13:28 Uhr)
DIE ARMEN GRIECHEN
haben einen Notruf abgegeben, gegen Miternacht. Aber keiner hat geantwortet.
Wo ist die internationale Schutzflotte? Wartet man wieder auf die Marines?
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