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Der Augsburger Diözesanrat wirft seinem Bischof Walter Mixa wegen der Prügelvorwürfe Heuchelei und Feigheit vor. Mixa, der stets bestritten hatte, Kinder geschlagen zu haben, hat inzwischen zugegeben, Ohrfeigen verteilt zu haben. Nun werden Rücktrittsforderungen laut.
Walter Mixa rudert zurück: Bisher hat der Augsburger Bischof stets betont, in seiner Zeit als Stadtpfarrer keine Kinder geschlagen und "ein reines Herz" zu haben. Jetzt erklärt er, die eine oder andere Ohrfeige sei damals "vollkommen normal" gewesen.
Die Vorwürfe wiegen schwer: Als Stadtpfarrer soll der heutige Augsburger Bischof Walter Mixa Heimkinder verprügelt haben. Während die Laienorganisation "Wir sind Kirche" eine persönliche Stellungnahme Mixas fordert, sieht die Bischofskonferenz keinen Grund, an der Unschuld ihres Bruders zu zweifeln.
Walter Mixa will wieder offensiver als Seelsorger wirken. Das kündigte der nach Prügelvorwürfen zurückgetretene ehemalige Bischof von Augsburg in einem Interview an. Dabei will er insbesondere junge Menschen ansprechen - auf Facebook und mit einer eigenen Homepage.
Er hat dem Ansehen der katholischen Kirche erheblich geschadet, doch offensichtlich vergibt und vergisst man in den christlichen Reihen recht schnell: Ex-Bischof Walter Mixa geht als Kaplan in die Diözese Eichstätt, wohnt im Frauenkloster, aber soll auch in der Jugendarbeit eingesetzt werden.
Es soll möglichst schnell wieder Ruhe einkehren: In der für Vatikan-Verhältnisse sehr kurzen Zeit von zwei Monaten hat der Papst einen Nachfolger für den zurückgetretenen Bischof Walter Mixa gefunden. Ab Oktober soll der Görlitzer Bischof Konrad Zdarsa das Bistum Augsburg führen.
Nach seinem Gespräch mit dem Papst ist der zurückgetretene Augsburger Bischof Walter Mixa "erleichtert". Aus dem Vatikan hieß es, dass er sich nun zu einer "Zeit des Schweigens" zurückziehe. Wohin Mixa versetzt wird, ist noch unklar.
Vergangene Woche kündigte Walter Mixa an, vor Gericht zu ziehen, um sich zu rehabilitieren. Doch im Vatikan liegt angeblich eine Akte über den Ex-Bischof, die ihn schwer belastet. Es soll um Alkoholprobleme und sexuelle Übergriffe gehen.
Die katholische Kirche im Bistum Augsburg kommt auch nach dem Rücktritt des umstrittenen Bischofs Walter Mixa nicht zur Ruhe. Der erhebt nach dem Skandal um angeblichen sexuellen Missbrauch schwere Vorwürfe gegen seine Amtsbrüder und erwägt, vor den Päpstlichen Gerichtshof zu ziehen.
Die Ermittlungen gegen Walter Mixa wegen sexuellen Missbrauchs sind eingestellt worden. Dagegen haben sich die Prügelvorwürfe gegen den früheren Augsburger Bischof erhärtet: Ein Prüfbericht dokumentiert "schwere körperliche Züchtigungen" und einen bisher nicht bekannten, erschütternden Fall eines ehemaligen Heimkindes.
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