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Die Machenschaften des Sterbehelfers Roger Kusch werden wohl noch im Januar die Richter beschäftigen. Die Polizei hatte Kusch verboten, weiter als Sterbehelfer tätig zu sein. Gegen die Verfügung wehrt sich der ehemalige Hamburger Justizsenator jetzt vor dem Verwaltungsgericht.
Immer mehr Menschen, vor allem Deutsche, reisen in die Schweiz, um ihrem Leben ein Ende zu setzen. Als einziges Land der Welt erlaubt die Alpenrepublik eine Hilfe zum Selbstmord ohne ärztliche Betreuung.
Der umstrittene frühere Hamburger Justizsenator Roger Kusch beugt sich einem richterlichen Beschluss und will keine Sterbehilfe mehr anbieten. Die Gerichtsentscheidung finde er zwar falsch, so Kusch, werde sie aber respektieren. Einen Seitenhieb für die Richter gab es aber doch noch.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich gegen Sterbehilfe ausgesprochen - egal in welcher Form. Damit gibt sie zugleich die Position der Union wieder. Ein Gesetzentwurf zweier unionsgeführter Länder sieht ein Verbot der gewerbsmäßigen und organisierten Sterbehilfe vor.
Auf einem Parkplatz in der kleinen Schweizer Gemeinde Maur nahmen sich zwei Deutsche das Leben - assistiert von der Sterbehilfeorganisation Dignitas. "Inakzeptabel und provokativ" sei diese Vorgehen, sagt der Verwaltungsdirektor von Maur stern.de. Er beschreibt die Stimmung im Ort - und geißelt den "Sterbetourismus."
Der assistierte Selbstmord auf einem Parkplatz in der Schweiz wird auch von Sterbehilfe-Befürwortern missbilligt. Selbst der Hamburger Rechtskonservative Kusch, der mit dem Thema seit Jahren ein politisches Comeback probt, bezeichnete den Fall als "menschenunwürdig".
Der Philosoph Robert Spaemann vergleicht die Sterbehilfe mit der NS-Euthanasie. Der Journalist Bartholomäus Grill hat seinen Bruder in den Freitod begleitet. Im stern-Gespräch prallen nun zwei überzeugungen aufeinander.
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