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Ärzte dürfen unheilbar Kranken in Ausnahmefällen tödliche Medikamente für einen Suizid überlassen.
Die Staatsanwaltschaft in Hamburg hat Wohnungen und Büro des früheren Justizsenators Roger Kusch durchsuchen lassen. Er ist unter dem Namen "Dr. Tod" bekannt geworden, weil er bei vier Senioren Sterbehilfe geleistet hatte, die in Deutschland verboten ist.
Roger Kusch hat offenbar erneut Sterbehilfe geleistet. Der frühere Hamburger Justizsenator teilte mit, er habe eine 84-jährige Rentnerin bei ihrem Selbstmord unterstützt. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt nun.
Roger Kusch bekennt Farbe: Wer sich mit seiner Methode beim Sterben helfen lassen will, muss mit Kosten von bis zu 8000 Euro rechnen. Diesen Preis nennt der ehemalige Hamburger Justizsenator auf einer Website, auf der er sein umstrittenes Modell zur Suizidbegleitung vorstellt.
Ein Ungeheuer, das "über Leichen geht" - so sehen die Bewohnerinnen eines Altenpflegeheims in Tübingen Roger Kusch. stern.de hat mit ihnen über die Sterbehilfe-Aktion des ehemaligen Hamburger Justizsenators gesprochen. Die Senioren glauben, eine gute Beratung hätte der von Kusch in den Tod begleiteten Frau das Leben gerettet.
Der ehemalige Hamburger Justizsenator Roger Kusch will künftig als Rechtsanwalt ehrenamtlich passive Sterbehilfe leisten. Dass seine Methode auch bei Hinrichtungen in den USA angewandt, aber wegen Unmenschlichkeit verboten wurde, hat er gehört. Aber Kusch vertraut seinen Ärzten.
Auf einem Parkplatz in der kleinen Schweizer Gemeinde Maur nahmen sich zwei Deutsche das Leben - assistiert von der Sterbehilfeorganisation Dignitas. "Inakzeptabel und provokativ" sei diese Vorgehen, sagt der Verwaltungsdirektor von Maur stern.de. Er beschreibt die Stimmung im Ort - und geißelt den "Sterbetourismus."
Der assistierte Selbstmord auf einem Parkplatz in der Schweiz wird auch von Sterbehilfe-Befürwortern missbilligt. Selbst der Hamburger Rechtskonservative Kusch, der mit dem Thema seit Jahren ein politisches Comeback probt, bezeichnete den Fall als "menschenunwürdig".
Zwei Deutsche haben sich auf einem Parkplatz in der Schweiz das Leben genommen - unterstützt vom Sterbehilfeverein Dignitas. Der Fall sorgt in Deutschland und der Schweiz für große Empörung. Landesbischöfin Margot Käßmann sprach von "menschenunwürdigem Sterben".
Der als "Kannibale von Rotenburg" bekannt gewordene Armin Meiwes wollte sein Opfer nicht töten, wie er nun vor Gericht ausgesagt hat. Meiwes sagte, er habe nur den Wunsch des Getöteten umgesetzt.
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