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Diese SMS schrieb das Opfer zwei Minuten vor seinem Tod

Ganz Deutschland ist schockiert über den U-Bahn-Angriff von Berlin. Jetzt stellt sich heraus: Nur wenige Minuten vor ihrem Tod schrieb das Opfer, die 20-jährige Amanda, eine liebevolle SMS an ihre Mutter.

Angriff in U-Bahn in Berlin: Blumen und Kerzen erinnern an die tote Amanda

Die Anteilnahme am Schicksal von Amanda ist groß. Blumen, Kerzen, Briefe und Fotos sind in Berlin auf einem Bahnsteig der U-Bahnstation Ernst-Reuter-Platz drapiert.

Nur zwei Minuten bevor sie von einer U-Bahn überrollt worden ist, hat Amanda offenbar eine SMS an ihre Mutter geschrieben. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. "Bin gleich zu Hause. Ich liebe Dich", sollen demnach die letzten Worte gewesen sein, die Amanda an ihre Mutter richtete. Ihre Nachricht schloss sie mit einem Herzchen ab. "Dieser Mann hat alles zerstört", sagte Hada K., die Mutter des Opfers, gegenüber der "Bild". "Ich antwortete: 'Dann bis gleich, ich komme eine Stunde später. Ich liebe Dich auch!'", zitiert das Blatt die trauernde Frau weiter.

Die schreckliche Tragödie, die Amanda das Leben kostete, hatte am späten Dienstagabend ihren Lauf genommen. Die 20-Jährige hatte in der U-Bahn-Station Ernst-Reuter-Platz auf ihren Zug gewartet. Doch plötzlich war ein fremder Mann an sie herangetreten und hatte die junge Frau vor die einfahrende Bahn gestoßen - ohne ersichtlichen Grund, ohne Vorwarnung. Die Abiturientin ist überrollt worden und starb wenig später an ihren schweren Verletzungen. So stellt sich nach den Erkenntnissen der Polizei die unfassbare Tat dar, die ganz Berlin schockiert hat.

U-Bahn-Schubser von Berlin womöglich nicht schuldfähig

Als die Mutter von Amanda gegen 1 Uhr zu Hause ankam, ahnte sie von dem Tods Amandas noch nicht. Der "Bild" zufolge glaubte sie, dass ihre Tochter bereits in ihrem Zimmer schlafe. Die SMS, die die baldige Heimkehr ihrer Tochter ankündigte, ist schließlich um kurz 23.36 Uhr abgeschickt worden. Doch eineinhalb Stunden später wurde sie von einem Anruf der Polizei überrascht. Es habe einen Unfall gegeben, informierten sie die Beamten. Dass ihre Tochter dabei gestorben war, erfuhr Hada K. erst später, wie sie der "Bild"-Zeitung berichtete. Schnell wird die kriminelle Vergangenheit des mutmaßlichen Täters, Hamin E., bekannt. Der 28-Jährige musste sich bereits wegen Körperverletzung, Raub und Sachbeschädigung verantworten.

"Warum lassen die so einen kranken Typen auf die Straße?", fragt Hada K. verzweifelt in der "Bild". "Er hat uns alles genommen. Die Tochter, die Schwester, die Cousine. Ich mache mir auch Sorgen um meine zweite Tochter Lulu. Sie ist 13. Amanda war wie eine zweite Mutter für sie."

Der mutmaßliche Täter befindet sich inzwischen in der Psychiatrie. Es gibt Hinweise darauf, dass er unter Schizophrenie leidet. Einem Gutachten zufolge könnte der Mann schuldunfähig sein. Der Verdächtige soll laut der Staatsanwaltschaft außerdem mit Drogen zu tun gehabt haben, hatte zum Zeitpunkt der Tat aber weder Alkohol noch Drogen im Blut.

ivi
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