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Nach "Aktenzeichen XY" neue Hinweise zu Tunnelraub

Es war ein spektakulärer Raub: Über einen 45 Meter langen Tunnel drangen Einbrecher in eine Berliner Bank ein. Nachdem der Fall im ZDF gezeigt wurde, hoffen Ermittler auf die entscheidenden Hinweise.

  Das LKA Berlin veröffentlichte Fotos einer Überwachungskamera, die einen Mann zeigen, der Geld von einem Konto der Bank abhebt, das mit gefälschten Papieren eröffnet wurde. Diese betrügerische Kontoeröffnung soll in Verbindung mit dem Tunneleinbruch stehen.

Das LKA Berlin veröffentlichte Fotos einer Überwachungskamera, die einen Mann zeigen, der Geld von einem Konto der Bank abhebt, das mit gefälschten Papieren eröffnet wurde. Diese betrügerische Kontoeröffnung soll in Verbindung mit dem Tunneleinbruch stehen.

Knapp sieben Monate nach dem spektakulären Tunnelraub in Berlin hat die Fernsehsendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" am Mittwochabend neue Impulse für die Suche nach den Tätern gebracht. Bis Donnerstagmorgen seien etwa 100 Hinweise eingegangen, sagte ein Polizeisprecher in Berlin. Die Ermittlungsgruppe "Tunnel" werde sich nun auch personell verstärkt um das Auswerten der Tipps kümmern. Unbekannte hatten bei dem spektakulären Verbrechen im Januar einen Tunnel in einen Bank gegraben. Dort erbeuteten sie Bargeld und Schmuck im Millionenwert.

Auch mit neuen Fahndungsfotos sucht die Polizei nach den Tunnel-Räubern. Die Fotos wurden am Mittwochabend ebenfalls in der Fernsehsendung gezeigt und sind nun auch im Internet zu sehen. Sieben Hinweise gab es zum Porträt eines mutmaßlichen Täters. Auch zu den gezeigten Gerätschaften der Tunnelräuber - darunter eine auffällig große Bohrmaschine - machten Zeugen Angaben. Informationen über die gezeigten hochwertigen Schmuckstücke, unter anderem ein auffälliger blauer Ring in Schmetterlingsform, fehlten allerdings noch.

Räuber gruben 45 Meter langen Tunnel

Mit einem Bohrer hatten die unbekannten Täter in monatelanger Arbeit einen etwa 45 Meter langen Tunnel von einer Tiefgarage bis in eine Volksbankfiliale gegraben. Am Wochenende zwischen 11. und 14. Januar waren sie dann in den Tresorraum der Bank eingedrungen und hatten dort 309 Schließfächer aufgebrochen. Viele Wertsachen, etwa Schmuck oder auch ganze Geldbündel, ließen die Täter im Tresorraum und im Tunnel verstreut zurück. Am Ende legten sie einen Brand, vermutlich um Spuren zu beseitigen.

Bislang hatten den Ermittlern laut Polizei mehr als 400 Hinweise vorgelegen. Ende vergangener Woche hatte die Berliner Volksbank eine Belohnung von 25.000 Euro für den Hinweis ausgesetzt, der zum Ergreifen der Täter führt.

sas/DPA/DPA

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