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Bayern drucken Falschgeld mit Tintenstrahldrucker

In seiner Rolle in der ZDF-Serie "Morgen hör ich auf" druckte Bastian Pastewka Falschgeld. Das muss zwei Männern in Bayern imponiert haben: Etwa zur selben Zeit begannen sie, Blüten mit dem Tintenstrahldrucker zu fälschen.

Falschgeld aus dem Tintenstrahldrucker - 50-Euro-Blüte in einer Hand mit Plastikhandschuh

Das Falschgeld in Bayern kam aus einem einfachen Drucker. 

Die Polizei hat zwei Geldfälschern aus Landshut das Handwerk gelegt und eine florierende Fälscherwerkstatt ausgehoben. Es handele sich bundesweit um eine Premiere, sagte der Leiter des Sachgebietes Falschgeld beim Bayerischen Landeskriminalamt, Helmut Schäfer, am Mittwoch.

Die 21 und 23 Jahre alten Männer wickelten demnach sämtliche Schritte von der Bestellung der Hologramme über den Druck der Noten bis zum Vertrieb der Blüten über das sogenannte Darknet selbst ab. Ihnen drohen nun laut Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl mindestens zwei Jahre Haft, da sie gewerbsmäßig gefälscht haben sollen.

Falschgeld aus dem Drucker von schlechter Qualität

Die Blüten - laut Schäfer von schlechter Qualität - hatten die beiden in einer Garage auf dem Land auf gewöhnlichen Tintenstrahldruckern hergestellt. Nachbarn wurden auf das seltsame Treiben in der Garage aufmerksam und alarmierten im Januar die Polizei. Die beiden wurden Mitte vergangener Woche festgenommen. Offenbar hatten sie erst im Dezember mit der Produktion begonnen.

Gefunden wurden neben 60 fertig gedruckten Scheinen auch 200 Posteinlieferungsbelege, die den Versand von Banknoten an Besteller im gesamten Bundesgebiet, aber auch in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz dokumentieren. Rund 50 Empfänger seien bereits ausfindig gemacht worden, sagte Schäfer. Das gesamte Ausmaß der Tat wird sich den Ermittlern zufolge vermutlich nie klären lassen. Selbst wenn in jedem Umschlag nur fünf Noten waren, wurden rund 1000 falsche Noten verkauft. Gefunden wurden aber zudem 3000 Hologramme für weitere falsche Fünfziger.

Die Falschgeldzahlen steigen seit etwa zwei Jahren deutlich. Mitverantwortlich für diese Entwicklung ist Experten zufolge der anonyme Teil des Internets, das sogenannte Darknet, das den Zugang zu falschem Geld erleichtert. Zugleich unterschätzten manche Betrüger aber, dass das Internet auch den Beamten bei den Ermittlungen helfe. 

jen/DPA
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