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Geisel übersteht Kidnapping dank großer Nervenstärke

Es waren nervenaufreibende Stunden für die Geisel im Suhler Gefängnis. Die 26-Jährige überstand sie mit Bravour. Dabei war sie in größter Gefahr. Der Geiselgangster schreckt vor Mord nicht zurück.

  Die Nacht vor dem Suhler Gefängnis: Um 2.20 Uhr wurde der Kidnapper überwältigt

Die Nacht vor dem Suhler Gefängnis: Um 2.20 Uhr wurde der Kidnapper überwältigt

Der Geiselnehmer aus dem thüringischen Gefängnis in Suhl ist ein mehrfach vorbestrafter Gewalttäter. Er habe schon in der DDR schwere Straftaten begangen, sagte Thüringens Justizminister Holger Poppenhäger (SPD) am Samstag in Suhl. Der 52-Jährige habe in Suhl-Goldlauter in U-Haft gesessen, weil er im Oktober 2012 seine Ehefrau in Erfurt erstochen haben soll.

Die JVA-Beamtin, die er über Stunden hinweg am Karfreitag in seiner Gewalt hatte, war im Wachdienst tätig. Über das Motiv des Geiselnehmers herrscht weiterhin keine Klarheit.

"Große Tapferkeit und Nervenstärke"

Innenstaatssekretär Bernhard Rieder lobte die Geisel: "Sie hat diese Stunden mit großer Tapferkeit und großer Nervenstärke durchgestanden." Es sei nicht selbstverständlich, dass Menschen in solchen Extremsituationen so besonnen reagierten. Die 26-Jährige sei seit vier Jahren in der JVA tätig gewesen und habe gewusst, dass der 52-Jährige ein gefährlicher Straftäter ist. Zum unblutigen Ende der Geiselnahme sagte der Staatssekretär: "Wir sind alle sehr froh und erleichtert."

Die JVA-Beamtin sei gegen 15 Uhr auf dem Weg in ein Dienstzimmer gewesen, als der Häftling sie überwältigte und in das Zimmer drängte, hieß es. Aus der benachbarten Teeküche habe er sich ein Messer besorgt - und die Frau dann mit Handschellen an die Heizung gefesselt. Nach einem stundenlangen Nervenkrieg habe der Geiselnehmer um 2.20 Uhr die Tür des Zimmers geöffnet - und sei dann von vier SEK-Beamten überwältigt worden.

mad/DPA/DPA

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