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Rebell schneidet totem Soldaten Herz heraus

Auf Youtube ist ein verstörendes Video aufgetaucht: Es zeigt einen syrischen Rebellen, der die Leiche eines Soldaten brutal schändet. In einem Interview brüstet sich der Mann mit weiteren Gräueltaten.

  Im Video wird zum Mord an den Alawiten aufgerufen, einer religiösen Minderheit, der auch der syrische Präsident Baschar al Assad angehört

Im Video wird zum Mord an den Alawiten aufgerufen, einer religiösen Minderheit, der auch der syrische Präsident Baschar al Assad angehört

Die Kriegsverbrechen in Syrien erinnern immer mehr an Szenen aus einem Horrorfilm. Die Opposition distanzierte sich von einem Kämpfer, der in einem Video festgehalten hat, wie er die Leiche eines Soldaten aufschlitzt. Anschließend reißt er dem Toten das Herz und die Leber aus dem Leib und tut so, als würde er in das Herz beißen. Bei dem Kämpfer soll es sich um Chalid al Hamad alias Abu Sakkar aus der Stadt Homs handeln, einem Kommandeur der Omar-al-Faruk-Brigade.

Während er die Leiche schändet, beschimpft der Rebell die religiöse Minderheit der Alawiten, der auch Präsident Baschar al Assad angehört: "Oh Helden von Baba Amr, massakriert die Alawiten und schneidet ihre Herzen heraus, um sie zu essen". Unklar blieb, wann und wo das Video entstand. Auch die Echtheit der Aufnahme ließ sich noch nicht zweifelsfrei bestätigen.

Die Nationale Syrische Koalition erklärte in Istanbul: "Sollte sich herausstellen, dass die Aufnahme und die Identität des Täters echt sind, so ist dieses Verhalten abzulehnen." Ein Verbrechen bleibe ein Verbrechen, unabhängig davon, wer es verübt. Der Täter müsse vor Gericht gestellt werden. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte zuvor erklärt, es sei nicht genug, derartige Verbrechen zu verurteilen. Die Täter müssten auch bestraft werden.

Mutmaßlicher Protagonist prahlt mit weiteren Morden

Der mutmaßliche Protagonist hat seine Tat unterdessen in einem Telefoninterview mit dem US-Magazin "Time" gerechtfertigt. Er behauptet, er habe dem Soldaten das Herz herausgeschnitten, weil dieser Filmaufnahmen auf seinem Handy gehabt hätte, auf denen er eine nackte Frau und ihre beiden Töchter "erniedrigte".

In dem Telefonat brüstet sich al Hamad mit weiteren Gräueltaten. So habe er den Kopf eines Milizionärs des Alawiten Assad mit einer Säge abgetrennt und die Leiche danach "in kleine und große Stücke zerteilt". Abermals rechtfertigt er sich. Er verweist auf von den Streitkräften "getötete Kinder in Baba Amr und unsere vergewaltigten Frauen". Baba Amr ist ein Viertel der Stadt Homs, das nach monatelangen blutigen Kämpfen mit den Rebellen von der Armee wieder eingenommen wurde.

Die US-Regierung zeigte sich entsetzt über das veröffentlichte Video, sprach aber von der Tat eines Einzelnen, der zuvor schon "wegen brutaler Handlungen aus seiner Einheit ausgeschlossen wurde". "Wir sind abgestoßen von diesem Video und haben sehr klar gemacht, dass sich alle Seiten in diesem Konflikt an das humanitäre Völkerrecht halten", sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

Der Vorfall sei auch bei einem Treffen mit dem Obersten Militärrat der aufständischen Freien Syrischen Armee angesprochen worden. Dieser habe versichert, "solche Taten, die nicht repräsentativ für die große Mehrheit der bewaffneten Opposition sind, nicht zu unterstützen", sagte der Sprecher.

kgi/DPA/AFP/DPA

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