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Innenminister verbietet "Hells Angels"-Charter

Hessens Innenminister Boris Rhein hat zwei Charter des Rockerclubs "Hells Angels" verboten. Die Clubs "Westend" und "Frankfurt" seien keine harmlosen Motorradfahrer, sondern gegründet, um kriminelle Macht zu entfalten.

  In Frankfurt fahren jetzt zwei Hells-Angels-Charter weniger durch die Straßen

In Frankfurt fahren jetzt zwei Hells-Angels-Charter weniger durch die Straßen

Erneut sind zwei Rockerclubs der Hells Angels in Deutschland verboten worden. Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) schloss zwangsweise in Frankfurt am Main die sogenannten Hells-Angels-Charter "Westend" und "Frankfurt" wegen Verstößen gegen Strafgesetze. "Sie bestehen keineswegs nur aus harmlosen Motorradfahrern, viele Mitglieder sind wegen Gewalt-, Drogen- oder Waffendelikten polizeibekannt", erklärte Rhein, der seinen Schritt bei einer Pressekonferenz am Freitagmittag erläutern wollte. In der Nacht zuvor war in Frankfurt erneut ein Clubhaus der Rockergruppe durchsucht worden.

Die beiden verbotenen Vereine haben nach Ansicht des Innenministers den Zweck, in einem bestimmten Gebiet kriminelle Macht zu entfalten und diese Gebiets- und Machtansprüche durchzusetzen. Die Gründung von Ersatzorganisationen ist verboten. Die Kennzeichen der Vereine dürfen danach weder in der Öffentlichkeit verwendet, noch weiter verbreitet werden. Außerdem werde das Vereinsvermögen beschlagnahmt, um den Chartern die finanzielle Grundlage zu entziehen. Die Innenministerien der Länder können Vereine verbieten, wenn deren Zweck oder Tätigkeit den Strafgesetzen entgegenläuft.

Rhein im Bahnhofsviertel unterwegs

"Der Spiegel" hatte in der vergangenen Woche über angebliche Kontakte Rheins zu den Frankfurter Hells Angels berichtet, was der Minister scharf zurückgewiesen und als absurd bezeichnet hatte. Das Magazin hatte aus geheimen Polizeiprotokollen zitiert, nach denen ein Mitglied der Hells Angels einen Besuch Rheins im Frankfurter Bahnhofsviertel, wo er sich über Probleme der Straßenprostitution informiert hatte, lobend erwähnt haben soll.

In der Vergangenheit sind in Deutschland bereits mehrfach regionale Ableger von Rockerclubs wie den "Hells Angels" oder den rivalisierenden "Bandidos" verboten worden, unter anderem 2010 in Schleswig-Holstein und vor kurzem in Baden-Württemberg.

Etliche Rockervereinigungen werden von den Behörden mit der organisierten Kriminalität in Verbindung gebracht, gegen zahlreiche Mitglieder laufen entsprechende Ermittlungen. Immer wieder kam es zwischen den Anhängern der verschiedenen Motorradclubs außerdem zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.

swd/DPA/AFP/DPA

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