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Krawalle in der Pariser Metro

Mülleimer brannten, Flaschen flogen, Polizisten setzten Tränengas ein: In einer Pariser Metrostation ist es in der Nacht zu gewalttätigen Krawallen zwischen hundert Jugendlichen und der Polizei gekommen. Auslöser war offenbar ein gewalttätiger Schwarzfahrer.

Die Festnahme eines gewalttätigen Schwarzfahrers hat im Pariser Bahnhof Gare du Nord am Dienstagabend zu einer Konfrontation zwischen Jugendlichen und der Polizei geführt. Die Polizisten gingen mit Tränengas gegen Jugendbanden vor, die dort Geschäfte plünderten und Fensterscheiben einwarfen. Einige der Jugendlichen schleuderten Mülleimer und andere Gegenstände auf die Polizisten und setzten einen Informationsstand in Brand. Die Metrostation wurde für mehrere Stunden geschlossen, neun Personen wurden nach Polizeiangaben festgenommen.

Auslöser der Zusammenstöße war offenbar ein Streit bei der Kontrolle eines Schwarzfahrers. Nach Angaben der Stadtverwaltung waren etwa 100 Menschen an den Ausschreitungen beteiligt, hunderte Schaulustige versammelten sich am Gare du Nord.

Schlug der Schwarzfahrer die Kontrolleure?

Einige der Jugendlichen waren mit Metallstangen bewaffnet und schlugen gegen Getränkeautomaten und Schaufenster. Mehrere Mülleimer gingen in Flammen auf. Die Polizei ging mit Tränengas und Hunden gegen die Randalierer vor. Eine Frau musste von Rettungskräften versorgt werden.

Die Auseinandersetzung habe begonnen, als ein Mann ohne Fahrkarte während einer Überprüfung zwei Kontrolleure geschlagen habe, erklärte ein Sprecher der Pariser Verkehrsbetriebe RATP. Daraufhin hätten auch Jugendliche zunächst die Kontrolleure angegriffen und dann hinzueilende Polizisten. Kontrolleure und Polizisten seien von Projektilen getroffen worden, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Force Ouvrière. Einige Jugendliche wiesen diese Darstellung zurück. Vielmehr habe ein Polizist einen Jugendlichen afrikanischer Abstammung grob behandelt.

AP/Reuters/DPA/AP/DPA/Reuters

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