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Bayerischer Polizeichef wegen Körperverletzung vor Gericht

Ein abgebrochener Zahn und eine Platzwunde an der Lippe: Ein bayerischen Polizeichef soll einen Schüler zusammengeschlagen haben, der wegen einer Schlägerei festgenomen worden war.

  Der ehemalige Polizeichef von Rosenheim, Rudolf M. (r.), steht zu Prozessbeginn in einem Sitzungssaal im Landgericht in Traunstein (Bayern) neben seinem Rechtsanwalt Andreas von Mariassy. Der Beamte ist wegen Körperverletzung im Amt angeklagt

Der ehemalige Polizeichef von Rosenheim, Rudolf M. (r.), steht zu Prozessbeginn in einem Sitzungssaal im Landgericht in Traunstein (Bayern) neben seinem Rechtsanwalt Andreas von Mariassy. Der Beamte ist wegen Körperverletzung im Amt angeklagt

Wegen Körperverletzung im Amt muss sich seit Montag ein leitender bayerischer Polizeibeamter vor einem Gericht in Traunstein verantworten. Dem vorläufig vom Dienst suspendierten Rosenheimer Polizeichef wird vorgeworfen, im Herbst 2011 einen damals 15-Jährigen auf der Wache des dortigen Volksfestes zusammengeschlagen zu haben. Dem Beamten droht eine Freiheitsstrafe.

Der Schüler tritt vor dem Traunsteiner Landgericht als Nebenkläger auf. Er hatte am Abend des 3. September 2011 das Herbstfest besucht und war dort in eine Schlägerei verwickelt und festgenommen worden. Der Polizeichef brachte den gefesselten Schüler auf die Wache. Auf dem Weg dorthin stieß der zur Tatzeit 49-Jährige dem Schüler laut Anklage mehrfach ein Knie ins Gesäß und verpasste ihm Ohrfeigen. Auf der Wache soll er den Kopf des Schülers mindestens zweimal an die Wand geschlagen haben, so die Staatsanwaltschaft. Das Opfer erlitt eine Platzwunde an der Lippe und verlor einen Zahn.

ger/DPA/DPA

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